Diplomarbeit, 2007
74 Seiten, Note: 2,7
1. Einleitung
1.1. Themenstellung und Ziele der Arbeit
1.2. Verlauf der Arbeit
2. Funktionen des Jahresabschlusses
2.1. Begriffsbestimmungen und Überblick
2.2. Adressatenkreise und deren Hauptaugenmerk beim Jahresabschluss als Informationsquelle
3. Festlegung von Bewertungskriterien zur Abgrenzung sowie Eingrenzung der weiteren Betrachtung der Arbeit
4. Abgrenzung des Eigenkapitals vom Fremdkapital in der ökonomischen Theorie
4.1. Überblick zur Vorgehensweise
4.2. Eigenkapital als Residualgröße von Aktiva und Schulden
4.3. Abgrenzung durch Merkmale der Rechtsposition
4.3.1. Übersicht der Finanzierungsarten
4.3.2. Abgrenzung zwischen Eigen- und Fremdfinanzierung
4.3.2.1. Auswahl der Abgrenzungskriterien und deren Erklärung
4.3.2.2. Umgang mit den Merkmalen
4.4. Abgrenzung durch Risikoübernahme
4.4.1. Darstellung und Bewertung der Abgrenzung nach SWOBODA
4.4.2. Darstellung und Bewertung der Abgrenzung nach KNABE/WALTHER
4.5. Funktionale Abgrenzung des Kapitals
4.5.1. Vorbemerkung
4.5.2. Errichtungsfunktion
4.5.3. Finanzierungsfunktion
4.5.4. Arbeitsfunktion
4.5.5. Kontinuitätsfunktion
4.5.6. Gewinnverteilungsfunktion
4.5.7. Reputationsfunktion
4.5.8. Haftungsfunktion
4.6. Fazit der Abgrenzungsmethoden in der ökonomischen Theorie
5. Vergleich zwischen Eigenkapital und Fremdkapital in Rechnungslegungsnormen
5.1. Vorbemerkung
5.2. Abgrenzung des Eigen- und Fremdkapitals nach deutscher Rechnungslegung
5.2.1. Darstellung der Rechnungslegung
5.2.2. Bewertung der Kriterien und Vergleich mit der ökonomischen Theorie
5.3. Abgrenzung des Eigen- und Fremdkapitals nach internationaler Rechnungslegung
5.3.1. Darstellung der Rechnungslegung
5.3.2. Bewertung der Kriterien und Vergleich mit der ökonomischen Theorie
5.3.3. Ausblick bezüglich der IFRS/IAS 32
5.4. Vergleich zwischen der deutschen und der internationalen Rechnungslegung
6. Zusammenfassende Würdigung
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Durchführung einer fundierten Analyse der Möglichkeiten zur Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital, um die Problematik hinter den aktuellen internationalen Rechnungslegungsregeln zu verstehen und verschiedene Lösungsansätze kritisch zu würdigen.
4.2. Eigenkapital als Residualgröße von Aktiva und Schulden
Die in der Literatur sicherlich am weitesten verbreitete Definition von Eigenkapital ist, dass sich das Eigenkapital als Differenz (Residualgröße) aller Vermögensgegenstände des Unternehmens, welche auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesen werden (Aktiva), und allen Schulden, die auf der Passivseite der Bilanz niedergeschrieben werden, ergibt. Dabei sollen die Aktiva alle Vermögensgegenstände und vermögensähnlichen Positionen enthalten und die Schulden als Ausdruck zukünftiger Zahlungs- und Leistungsverpflichtungen sowie bestimmter weiterer zukünftig erwarteter Belastungen verstanden werden.
Diese Definition des Eigenkapitals ist naheliegend und nicht weiter verwunderlich, wenn man bedenkt, dass das deutsche Gesetz bzw. deren Auslegung dies auch in ähnlicher Weise handhabt. Zur detaillierten Darstellung einzelner Vorschriften und Vorgehensweisen wird deshalb auf das Kapitel 5.2 (Abgrenzung des Eigen- und Fremdkapitals nach deutscher Rechnungslegung) verwiesen.
An dieser Stelle sollen aber auf die grundsätzlich aus einer Residualgröße entstehenden Probleme eingegangen werden:
Fraglich ist nämlich,
(1) welche Vermögens- und Schuldpositionen überhaupt aufzuführen sind
und wenn die Position aufgeführt werden soll,
(2) mit welchem Wert sie auszuweisen ist.
1. Einleitung: Darstellung der Themenstellung, der Zielsetzung der Arbeit sowie des Aufbaus und Verlaufs der Untersuchung.
2. Funktionen des Jahresabschlusses: Definition des Jahresabschlusses und Analyse der Adressatenkreise sowie deren Informationsbedürfnisse.
3. Festlegung von Bewertungskriterien zur Abgrenzung sowie Eingrenzung der weiteren Betrachtung der Arbeit: Erarbeitung von Kriterien wie Trennschärfe, Informativität und Manipulierbarkeit zur Bewertung der Abgrenzungsmethoden.
4. Abgrenzung des Eigenkapitals vom Fremdkapital in der ökonomischen Theorie: Detaillierte Diskussion und kritische Würdigung von vier theoretischen Abgrenzungsmethoden.
5. Vergleich zwischen Eigenkapital und Fremdkapital in Rechnungslegungsnormen: Analyse und Vergleich der Abgrenzung nach HGB und internationalen Standards sowie Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
6. Zusammenfassende Würdigung: Synthese der Ergebnisse und Ausblick auf zukünftige Forschungsschwerpunkte zur Abgrenzungsproblematik.
Eigenkapital, Fremdkapital, Jahresabschluss, Bilanzierung, HGB, IFRS, IAS 32, Rechtsposition, Risiko, Haftung, Residualgröße, Finanzierung, Rechnungslegung, Kapitalabgrenzung, Unternehmensfinanzierung.
Die Arbeit untersucht die theoretischen und praktischen Herausforderungen bei der Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital im handelsrechtlichen Jahresabschluss.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Kapitalabgrenzung, die Analyse der Interessen von Adressaten des Jahresabschlusses sowie der Vergleich zwischen nationalen und internationalen Rechnungslegungsvorschriften.
Das Ziel ist eine umfassende Analyse der Abgrenzungsmöglichkeiten, um die Kritik an aktuellen internationalen Standards besser zu verstehen und Lösungswege zu beurteilen.
Die Arbeit nutzt eine deduktive und vergleichende Vorgehensweise, indem sie theoretische Konzepte (z.B. Risikoübernahme, Rechtsposition) auf praktische Rechnungslegungsnormen anwendet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine ökonomische Theorieanalyse verschiedener Abgrenzungsmethoden sowie eine Untersuchung der konkreten Umsetzung dieser Methoden in der deutschen und internationalen Rechnungslegung.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Eigenkapital, Fremdkapital, Residualgröße, IAS 32, Haftungspotenzial und Rechnungslegungsnormen.
Der Autor kritisiert diese Methode, da sie zirkulär ist, Bewertungsprobleme aufweist und das Ergebnis durch bilanzpolitische Spielräume manipulierbar macht.
Der Autor erachtet die Abgrenzung nach Merkmalen der Rechtsposition als grundsätzlich sinnvoll, fordert jedoch eine intensivere Diskussion über ein allgemein anerkanntes Gewichtungsschema.
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