Diplomarbeit, 2002
150 Seiten, Note: 12 Punkte (Note 1,7)
1 ÜBERBLICK 1
2 ALLGEMEINES 2
2.1 VERKEHRSÜBERWACHUNG – GESCHWINDIGKEITSÜBERWACHUNG 2
2.2 ZIELE UND AUFGABEN DER GESCHWINDIGKEITSÜBERWACHUNG 2
3 PRÄVENTION 3
3.1 DAS KONZEPT DER ABSCHRECKUNG (NEGATIVE GENERALPRÄVENTION) 4
3.2 ENTDECKUNGSWAHRSCHEINLICHKEIT 4
3.2.1 STEIGERUNG DER ÜBERWACHUNGSTÄTIGKEIT 5
3.2.2 ÖFFENTLICHKEITSARBEIT 5
3.2.3 VORAUSBESTIMMUNG VON GESCHWINDIGKEITSKONTROLLEN 6
3.2.4 ERKENNBARKEIT DER GESCHWINDIGKEITSÜBERWACHUNG 6
3.3 SANKTIONIERUNG 6
3.3.1 MÜNDLICHE VERWARNUNGEN / VERKEHRSERZIEHERISCHES GESPRÄCH 7
3.3.2 BUß- UND VERWARNUNGSGELD 8
3.3.3 FAHRVERBOT 10
3.3.4 MEHRFACHTÄTER-PUNKTESYSTEM 10
3.3.5 ENTZUG DER FAHRERLAUBNIS / GELDSTRAFEN / FREIHEITSSTRAFEN 11
3.4 ZEITPUNKT DER TATSÄCHLICHEN SANKTIONIERUNG 11
3.5 AKZEPTANZ 12
4 DIE PRÄVENTIV-REPRESSIVE GEMENGENLAGE 12
4.1 RECHTSCHARAKTER DER EINZELNEN ÜBERWACHUNGSFORMEN 14
4.1.1 OFFENE GESCHWINDIGKEITSÜBERWACHUNG 14
4.1.2 VERDECKTE GESCHWINDIGKEITSKONTROLLEN 15
4.1.3 GESCHWINDIGKEITSÜBERWACHUNG DURCH DEN POLIZEIVOLLZUGSDIENST 16
4.1.4 MOBILE GESCHWINDIGKEITSÜBERWACHUNG 17
4.1.5 STATIONÄRE GESCHWINDIGKEITSMESSANLAGEN (SOG. „STARENKÄSTEN“) 17
4.1.6 SCHEINKONTROLLEN 18
5 RECHTLICHE EINORDNUNG DER GESCHWINDIGKEITSÜBERWACHUNG 18
5.1 TRENNUNGSSYSTEM – MISCHSYSTEM 18
5.1.1 ORDNUNGSRECHTLICHER ANSATZ 19
5.1.2 ORDNUNGSWIDRIGKEITENRECHTLICHER ANSATZ 19
5.1.3 DISKUSSION 20
5.2 RECHTLICHE ABHANDLUNG 22
5.2.1 RECHTSGRUNDLAGE 22
5.2.2 SACHLICHE ZUSTÄNDIGKEIT 23
5.2.3 ÖRTLICHE ZUSTÄNDIGKEIT 25
5.2.4 DER ERMITTLUNGSDIENST GEM . § 53 OWIG 26
5.2.5 ANWENDBARKEIT DES POLIZEIGESETZES BADEN-WÜRTTEMBERG 27
5.2.6 VERBLEIB DER GELDBUßEN 28
6 PRIVATISIERUNG DER GESCHWINDIGKEITSÜBERWACHUNG 29
6.1 MOTIVATION 29
6.2 RECHTLICHE AUSEINANDERSETZUNG 29
6.2.1 BELEIHUNG 30
6.2.2 FUNKTIONALE VERWALTUNGSHILFE 31
6.2.3 MECHANISCH-TECHNISCHE VERWALTUNGSHILFE 32
6.2.4 LEIHARBEITNEHMER 33
6.2.5 „PRIVATE“ ALS SYSTEMATISCHE ANZEIGEERSTATTER 33
7 DIE VERFAHREN DER GESCHWINDIGKEITSMESSUNG 34
7.1 RADARMESSVERFAHREN 34
7.2 LICHTSCHRANKENMESSUNGEN 34
7.3 LASERMESSUNGEN 35
7.4 INFRAROTMESSUNGEN 35
7.5 KOAXIALKABELMESSUNGEN (“STARENKÄSTEN“) 35
7.6 INDUKTIONSSCHLEIFENMESSUNGEN 36
7.7 MESSUNGEN DURCH NACHFAHREN 36
7.8 GESCHWINDIGKEITSMESSUNG MIT GEEICHTEM TACHO 37
7.9 GESCHWINDIGKEITSMESSUNG OHNE GEEICHTEN TACHO 37
7.10 GESCHWINDIGKEITSMESSUNG DURCH SCHÄTZUNGEN 37
8 WARNUNG VOR GESCHWINDIGKEITSÜBERWACHUNG 37
8.1 WARNUNGEN DURCH FUßGÄNGER MITTELS HANDZEICHEN ODER SCHILDER 39
8.2 WARNEN ENTGEGENKOMMENDER FAHRZEUGE MITTELS „LICHTHUPE“ 39
9 GEGENMAßNAHMEN DER GESCHWINDIGKEITSÜBERWACHUNG 40
9.1 RADARWARN- UND LASERSTÖRGERÄTE 40
9.2 RUNDFUNKGERÄTE 40
9.3 ZIELFÜHRUNGSSYSTEME (NAVIGATIONSSYSTEME) 41
9.4 GEGENBLITZANLAGE 41
9.5 KENNZEICHENVEREITELUNG 41
9.6 BESCHÄDIGUNG/ZERSTÖRUNG 42
10 ZUSAMMENFASSUNG 42
Die Diplomarbeit untersucht die rechtlichen und präventiven Aspekte der Geschwindigkeitsüberwachung im Straßenverkehr. Im Fokus steht dabei die Einordnung der Überwachungsmaßnahmen im Spannungsfeld zwischen generalpräventiver Sicherheitswirkung und spezialpräventiver Repression, sowie die Zulässigkeit einer Privatisierung dieser staatlichen Aufgaben unter Berücksichtigung verfassungsrechtlicher Vorgaben.
3.2 Entdeckungswahrscheinlichkeit
Vorab muss zwischen der objektiven und der subjektiven Entdeckungswahrscheinlichkeit unterschieden werden.
Hier steht das Risiko der Entdeckung aus der tatsächlichen Überwachungsintensität, der vom Verkehrsteilnehmer empfundene Wahrscheinlichkeit entdeckt zu werden, gegenüber.
Grundsätzlich muss jedoch ein Mindestmaß an Überwachung und Sanktion gegeben sein, denn die subjektive Wahrscheinlichkeit, bei einer Zuwiderhandlung entdeckt zu werden, stellt den einflußreichsten Faktor im Abschreckungsprozess dar.
Im Allgemeinen sind dem Verkehrsteilnehmer die stationären Überwachungsanlagen im näheren Umkreis seines Wohnortes bekannt. Bei diesen verringert er automatisch seine Geschwindigkeit, da er in der Regel den tatsächlichen Bereitschaftszustand dieser Überwachungsanlagen nicht kennt.
1 ÜBERBLICK: Einführung in die Thematik der automatisierten Geschwindigkeitsüberwachung und Darstellung der zentralen Fragestellungen der Arbeit.
2 ALLGEMEINES: Definition des Begriffs Verkehrsüberwachung und Darlegung der primären Ziele, insbesondere der Erhöhung der Verkehrssicherheit.
3 PRÄVENTION: Erläuterung der theoretischen Grundlagen der General- und Spezialprävention, einschließlich der Entdeckungswahrscheinlichkeit und Sanktionierungsmöglichkeiten.
4 DIE PRÄVENTIV-REPRESSIVE GEMENGENLAGE: Untersuchung des Übergangs von rein hoheitlichen, präventiven Maßnahmen hin zu repressiven, ordnungswidrigkeitenrechtlichen Verfahren.
5 RECHTLICHE EINORDNUNG DER GESCHWINDIGKEITSÜBERWACHUNG: Rechtliche Analyse der verschiedenen Systeme (Trennungssystem vs. Mischsystem) sowie Klärung der sachlichen und örtlichen Zuständigkeiten.
6 PRIVATISIERUNG DER GESCHWINDIGKEITSÜBERWACHUNG: Kritische Auseinandersetzung mit der Einbeziehung privater Akteure unter verfassungsrechtlichen Gesichtspunkten.
7 DIE VERFAHREN DER GESCHWINDIGKEITSMESSUNG: Kurze Darstellung technischer Messverfahren und deren Funktionsweise.
8 WARNUNG VOR GESCHWINDIGKEITSÜBERWACHUNG: Rechtliche Betrachtung der Zulässigkeit von Warnhinweisen durch Dritte oder Medien.
9 GEGENMAßNAHMEN DER GESCHWINDIGKEITSÜBERWACHUNG: Untersuchung technischer und sonstiger Mittel zur Vermeidung oder Störung von Geschwindigkeitskontrollen und deren rechtliche Bewertung.
10 ZUSAMMENFASSUNG: Fazit zur Notwendigkeit einer optimierten Präventionsstrategie und Forderung nach rechtlicher Klarheit.
Geschwindigkeitsüberwachung, Generalprävention, Spezialprävention, Ordnungswidrigkeitenrecht, Privatisierung, Sanktionierung, Verkehrssicherheit, Entdeckungswahrscheinlichkeit, Radarfallen, Zuständigkeiten, Polizei, Bußgeldkatalog, Straßenverkehrsordnung, Rechtsgrundlage, Starenkästen
Die Arbeit analysiert die Praxis, die Rechtsgrundlagen und die präventive Wirkung der Geschwindigkeitsüberwachung im deutschen Straßenverkehr.
Schwerpunkte sind die Abschreckungswirkung (Prävention), die rechtliche Zuständigkeit von Behörden, die Zulässigkeit der Privatisierung sowie technische Aspekte der Messverfahren.
Ziel ist es, den rechtlichen Rahmen und die Wirksamkeit der Geschwindigkeitsüberwachung kritisch zu beleuchten und aufzuzeigen, wie Instrumente der Prävention optimiert werden können.
Es handelt sich primär um eine rechtswissenschaftliche Literaturanalyse, die durch die Auswertung von Erlassen und gerichtlichen Entscheidungen gestützt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Präventionstheorien, die rechtliche Einordnung, die Problematik der Privatisierung sowie eine Übersicht der technischen Messverfahren und Schutzmaßnahmen.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Generalprävention, Privatisierung, Ordnungswidrigkeitenrecht und Verkehrssicherheit kennzeichnen.
Die Privatisierung ist verfassungsrechtlich aufgrund des staatlichen Gewaltmonopols und der Art. 33 Abs. 4 GG (Wahrnehmung hoheitlicher Aufgaben) sowie des Opportunitätsprinzips problematisch.
Das bloße Warnen, etwa durch Lichthupe, wird differenziert betrachtet, wobei eine Beeinträchtigung der öffentlichen Sicherheit mangels spezifischer Ermächtigungsgrundlage nur in engen Grenzen untersagt werden kann.
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