Hausarbeit, 2007
52 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1. Gegenstand und Erkenntnisinteresse dieser Arbeit
1.2. Die Unterrichtsmethode „WebQuest“
2. Ziele der Arbeit
3. Entwicklung des Unterrichtskonzeptes zum Thema „Chancen und Risiken der Gentechnologie“ für die Sekundarstufe II
3.1. Lehr- und Lernvoraussetzungen
3.2. Sachanalyse und didaktische Analyse
3.3. Lernziele für die gesamte Unterrichtseinheit
3.4. Planung des Verlaufs der Unterrichtseinheit
4. Dokumentation des Verlaufs der Unterrichtseinheit
4.1. Chronologischer Verlauf
4.2. Darstellung einzelner Komponenten der Unterrichtseinheit
4.2.1. Die Mindmaps
4.2.2. Das WebQuest
4.2.3. Die PowerPoint-Präsentationen
4.2.4. Die Pro und Kontra-Debatte
5. „Evaluation“ der Unterrichtseinheit
6. Auswertung und Entwicklungsmöglichkeiten des Unterrichtskonzeptes
7. Die Lehrerfunktionen „Unterrichten“, „Organisieren“ und „Innovieren“ in Hinblick auf die Entwicklung und Durchführung des Unterrichtskonzeptes
8. Zusammenfassung
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht in der Entwicklung, Erprobung und kritischen Evaluation eines Unterrichtskonzeptes, das Biologie-Leistungskurs-Schüler der gymnasialen Oberstufe dazu befähigt, sich auf Basis fundierter Fachkenntnisse eine begründete Pro- oder Kontra-Position zur Gentechnologie zu erarbeiten. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Gratwanderung zwischen eigenständiger, handlungsorientierter Recherche durch die Schüler und der notwendigen pädagogischen Hilfestellung des Lehrers, um eine unbeeinflusste Positionsfindung zu gewährleisten.
1.1. Gegenstand und Erkenntnisinteresse dieser Arbeit
In den Richtlinien für den Biologieunterricht in der Sekundarstufe II (Richtlinien und Lehrpläne für die Sekundarstufe II, Gymnasium/Gesamtschule, in Nordrhein-Westfalen: Biologie) ist hervorgehoben, dass der Auftrag des Unterrichts und der Erziehung in der gymnasialen Oberstufe sowohl in der wissenschaftspropädeutischen Ausbildung als auch in der „Hilfe zur persönlichen Entfaltung in sozialer Verantwortlichkeit“ bestehe (Seite XI). Die Schülerinnen und Schüler - im Folgenden „Schüler/-innen“ genannt - sollten „in der aktiven Mitwirkung am Leben in einem demokratisch verfassten Gemeinwesen unterstützt werden“ (Seite XIV). Im Lehrplan derselben Schrift heißt es: „Die Erkenntnisfortschritte in den Biowissenschaften und der Medizin [...] erfordern [...] eine Diskussion der [...] Maßstäbe des Umgangs und des Bewertens dieser neuen Technologien. Eine derartige Auseinandersetzung mit ethischen Fragen ist daher im Biologieunterricht unabdingbar (Seite 6).“ Im Biologieunterricht in der Sekundarstufe II sollen also neue Technologien der Biowissenschaften sowohl fachlich thematisiert als auch kritisch hinterfragt werden. Dieser Anspruch spiegelt sich im Lehrplan für die Jahrgangsstufe 12 der gymnasialen Oberstufe wieder, in welchem im Bereich „Angewandte Genetik“ die „Darstellung kontroverser Positionen zur Gentechnologie“ als obligatorisch angegeben wird.
Diese „Darstellung kontroverser Positionen zur Gentechnologie“ bildete den Ausgangspunkt des in dieser Arbeit vorgestellten Unterrichtskonzeptes. In Rahmen meiner bisherigen beruflichen Tätigkeit habe ich gentechnisch veränderte Pflanzen hergestellt und mich mit Aspekten der sog. Technikfolgenabschätzung beschäftigt. Immer wieder habe ich es dabei erlebt, wie Meinungen „für oder gegen Gentechnologie“ geäußert wurden, ohne dass diese auf bestimmte „Gen-Technologien“ bezogen worden wären und damit differenziert hätten begründen werden können. Deshalb ist es mir ein Anliegen, den Schüler/-innen eine begründete Pro- oder Kontra-Positionierung hinsichtlich der Frage zu ermöglichen, ob einzelne Gentechnologien vor dem Hintergrund ihrer möglicherweise existierenden Chancen und ihrer möglicherweise existierenden Risiken aus ihrer Sicht erstrebenswert sind oder nicht.
1. Einleitung: Die Arbeit begründet die Notwendigkeit, Schüler der Sekundarstufe II zu einer fachlich fundierten und kritischen Auseinandersetzung mit Gentechnologie zu befähigen.
2. Ziele der Arbeit: Es wird die Entwicklung, Durchführung und Evaluation eines Unterrichtsprojekts angestrebt, das die eigenständige Meinungsbildung mittels der WebQuest-Methode fördert.
3. Entwicklung des Unterrichtskonzeptes zum Thema „Chancen und Risiken der Gentechnologie“ für die Sekundarstufe II: Dieses Kapitel erläutert die Lehr- und Lernvoraussetzungen, die fachdidaktische Analyse sowie die methodische Planung des Unterrichts.
4. Dokumentation des Verlaufs der Unterrichtseinheit: Die Arbeit schildert die praktische Umsetzung der Unterrichtsreihe, inklusive Mindmap-Erstellung, WebQuest-Durchführung und der abschließenden Pro- und Kontra-Debatte.
5. „Evaluation“ der Unterrichtseinheit: Hier werden die Ergebnisse der Schülerbefragungen und das Meinungsbild zur Unterrichtseinheit dargestellt und kritisch reflektiert.
6. Auswertung und Entwicklungsmöglichkeiten des Unterrichtskonzeptes: Das Kapitel reflektiert die Effektivität des kooperativen WebQuests und diskutiert Optimierungspotenziale bezüglich Zeitmanagement und technischer Umsetzung.
7. Die Lehrerfunktionen „Unterrichten“, „Organisieren“ und „Innovieren“ in Hinblick auf die Entwicklung und Durchführung des Unterrichtskonzeptes: Der Autor analysiert sein eigenes pädagogisches Handeln in verschiedenen Rollen während des Projekts.
8. Zusammenfassung: Die Hausarbeit rekapituliert die zentralen Erkenntnisse über das kooperative WebQuest als didaktisches Instrument zur Förderung der ethischen Urteilsfähigkeit.
Gentechnologie, Kooperativer WebQuest, Biologieunterricht, Sekundarstufe II, Technikfolgenabschätzung, Selbstreguliertes Lernen, Gentechnik, Grüne Gentechnik, Gentherapie, Medienkompetenz, Ethik, Unterrichtsentwicklung, WebQuest, Pro- und Kontra-Debatte, Molekulargenetik.
Die Arbeit untersucht ein didaktisches Konzept für den Biologieunterricht, das Schülern helfen soll, sich fundiert mit den Chancen und Risiken moderner Gentechnologien auseinanderzusetzen.
Zu den Schwerpunkten gehören die Grüne Gentechnik (Bt-Mais, Kartoffeln), die Gentherapie, ethische Beurteilungskriterien sowie der Einsatz neuer Medien im Unterricht.
Ziel ist es, den Schülern eine begründete Pro- oder Kontra-Positionierung zu ermöglichen, ohne dass diese durch die Lehrkraft unzulässig beeinflusst werden.
Die Arbeit nutzt die Methode des „kooperativen WebQuests“, die durch kooperative Gruppenarbeitsphasen und Präsentationen das eigenständige Lernen fördert.
Der Hauptteil dokumentiert den chronologischen Ablauf der Unterrichtseinheit, die Erstellung von Mindmaps, die Arbeit mit WebQuest-Modulen und die Durchführung einer Pro- und Kontra-Debatte.
Wichtige Begriffe sind Gentechnologie, kooperativer WebQuest, Selbstregulation, ethische Urteilsbildung und Medienkompetenz.
Die Struktur wurde bewusst von der klassischen Einzelarbeits-Form abgewichen, um ein höheres Maß an Kooperation und aktiver Zusammenarbeit zwischen den Schülern zu erreichen.
Die Mehrheit der Schüler zog die handschriftliche Erstellung von Mindmaps auf Papier der softwaregestützten Variante vor, da sie dies als natürlicher empfanden.
Die Debatte zeigte, dass Schüler trotz der vorgegebenen Rollen in der Lage waren, fachlich fundierte Argumente auszutauschen und ethische Fragen kritisch zu reflektieren.
Die Schüler empfanden die Bearbeitung der komplexen Themen innerhalb des vorgegebenen Zeitrahmens oft als hektisch, was den Wunsch nach mehr Zeit für inhaltliche Vertiefung und Reflexion aufkommen ließ.
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