Forschungsarbeit, 2007
42 Seiten, Note: 1,0
1 Vorstellung des Projektes
1.1 Was ist Service Learning ?
1.2 Was ist „Endspurt“?
1.3 Zielgruppe und Aufgaben
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Einordnung der Zielgruppe
2.2 Selbstregulations-Prozessmodell des Lernens
2.3 Ausgewählte Studie: „Unterrichtsbeispiel zum lehrplanabgestimmten Einsatz individueller Bezugsnormen“ (Rheinberg & Günther, 1999)
2.4 Lernzielhierarchie
2.5 Forschungsinteresse und Forschungsfragen
3 Stundenplanung anhand zweier ausgewählter Beispiele
4 Ergebnisse
4.1 Lernzielhierarchie und ihre praktische Umsetzung
4.2 Leistungsdiagnose der Schüler im Zeitverlauf
5 Reflexion zum Projekt „Endspurt“
Ziel der Arbeit ist die Evaluation des Projekts „Endspurt“, in dessen Rahmen Studierende der Universität Mannheim Schüler einer Hauptschulklasse gezielt auf ihren Hauptschulabschluss vorbereiteten und dabei theoretische Konzepte des selbstregulierten Lernens in die Praxis übertrugen.
2.2 Selbstregulations-Prozessmodell des Lernens (Christine Wahl)
Wir wollen den Schülern nicht nur den Lernstoff für die Prüfungen näher bringen, sondern wir möchten sie auch zu selbständigem Lernen bewegen, damit sie sich zu Hause den Schulstoff effektiver aneignen können. Wir gehen hierbei davon aus, dass die Schüler bisher nicht oder nur in geringem Maße zu eigenständigem Lernen in der Lage sind. Das Prozessmodell der Selbstregulation soll als theoretische Grundlage für die Vermittlung dieses eigenständigen Lernens dienen.
Das Prozessmodell der Selbstregulation wurde von Schmitz (2001) aus verschiedenen Modellen zusammengefasst:
- das Selbstregulationsmodell von Bandura, 1991; Zimmermann, 2000
- das Handlungsphasenmodell von Kuhl, 1987
- das Lernprozessmodell nach Schmitz und Wiese, 1999.
Bevor näher auf dieses Modell eingegangen wird, soll zunächst erläutert werden, was unter selbstreguliertem bzw. selbstgesteuertem Lernen zu verstehen ist.
Nach Weinert (1982) werden Lernformen als selbstgesteuert bezeichnet, bei denen „der Handelnde die wesentlichen Entscheidungen ob, was, wann, wie und woraufhin er lernt, gravierend und folgenreich beeinflussen kann“. Diese Definition betont die vielfältigen Handlungsspielräume, die sich beim selbstgesteuerten Lernen eröffnen und es wird gezeigt, wie sich diese Art des Lernens von fremdgesteuertem Lernen (bei dem die Gestaltung des Lernprozesses durch andere Personen bestimmt wird) unterscheidet (Schiefele & Pekrun, 1996).
1 Vorstellung des Projektes: Einführung in das Konzept des Service Learning und Beschreibung der Rahmenbedingungen des Projekts „Endspurt“.
2 Theoretischer Hintergrund: Darstellung der Zielgruppenmerkmale sowie des Selbstregulations-Prozessmodells und der Bezugsnormorientierung als theoretisches Fundament.
3 Stundenplanung anhand zweier ausgewählter Beispiele: Konkrete Darstellung und Reflexion von zwei ausgewählten Unterrichtseinheiten inklusive Lernzielen und Methoden.
4 Ergebnisse: Auswertung der praktischen Umsetzung der Lernzielhierarchie sowie Analyse der Leistungsentwicklung der Schüler über den Projektzeitraum.
5 Reflexion zum Projekt „Endspurt“: Kritische Auseinandersetzung der Autoren mit ihren Erfahrungen und Erkenntnissen im Verlauf des Projekts.
Service Learning, Endspurt, Selbstregulation, Lernprozessmodell, Bezugsnormorientierung, Hauptschulabschluss, Leistungsdiagnose, Motivationsförderung, Adoleszenz, Mentoring, Lernstrategien, Evaluation, Migrationshintergrund, Schulerfolg, Förderung.
Die Arbeit dokumentiert das Service-Learning-Projekt „Endspurt“, bei dem Studierende Schüler bei der Vorbereitung auf ihren Hauptschulabschluss unterstützen.
Die zentralen Themen sind selbstreguliertes Lernen, Motivationsförderung durch individuelle Bezugsnormen und die praktische Förderung von Schülern mit Migrationshintergrund.
Das primäre Ziel ist es, den Schülern durch fachliche und mentale Unterstützung zum erfolgreichen Hauptschulabschluss zu verhelfen.
Das Projekt nutzt Ansätze des Selbstregulations-Prozessmodells und führt eine Implementierungsevaluation sowie eine Leistungsdiagnose mittels Notenvergleichen durch.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung, die konkrete Stundenplanung, die Umsetzung der Lernzielhierarchie und die Auswertung der erzielten Ergebnisse.
Service Learning, Selbstregulation, Motivationsförderung, Hauptschulabschluss und Leistungsdiagnose sind die zentralen Begriffe.
Es stellte sich heraus, dass die Schüler keinen wirklichen Sinn darin sahen, das Lerntagebuch anweisungsgerecht auszufüllen, weshalb es nach kurzer Zeit nicht mehr verwendet wurde.
Sie dient dazu, die Schüler zu motivieren, indem sie ihre aktuelle Leistung an ihren eigenen früheren Leistungen messen, anstatt sich einem sozialen Vergleich mit anderen zu unterwerfen.
Die Autoren reflektieren ihre anfänglichen stereotypen Vorurteile und kommen zu dem Schluss, dass es sich um sozial kompetente und hilfsbereite Schüler handelt, die durch die Unterstützung erfolgreich ihre Leistungen verbessern konnten.
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