Bachelorarbeit, 2006
64 Seiten, Note: 2,5 (gut)
1. EINLEITUNG
1.1 Ziel und Aufbau der Arbeit
2. WANDEL DER MUSIKWIRTSCHAFTLICHEN DENKMUSTER
2.1 Das 18. Jahrhundert: Die Verlags- und Veranstaltungsära
2.2 Das 19. Jahrhundert: Phonograph und Grammophon
2.3 Das 20. Jahrhundert: Die Blütejahre bis 1920
2.4 Die Jazz-Revolution der 1920er Jahre
2.5 Die 1940er Jahre: Depression und Zweiter Weltkrieg
2.6 Ab 1950: Nachkriegszeit und der Boom durch die Rock’n’Roll-Revolution
2.7 Digitale Revolution
2.8 Pro und Contra traditioneller Plattenfirmen-Modelle
3. DIE PLATTENFIRMA DER ZUKUNFT UNTER EINBEZUG INNOVATIVER WERTSCHÖPFUNGSPROZESSE
3.1 Live-Einnahmen
3.1.1 Vergleich Einnahmen Tonträger – Konzerte
3.1.2 Gründe für diese entgegengesetzte Entwicklung
3.1.3 Integration des Live-Sektors – ein Lösungsansatz
3.1.4 Ansätze aus der Praxis
3.2 Branded Entertainment & Kooperationen
3.2.1 Reizüberflutung macht das Werben schwieriger
3.2.2 Branded Entertainment vs. Veränderungen im Werbemarkt
3.2.3 Wie können Labels Werbung und Emotionen verankern?
3.2.4 Ansätze aus der Praxis
3.2.5 Benefits für Stakeholder aus Endorsement-Deals
3.3 Merchandising
3.3.1 Aktueller Markt und Umsatzanteil
3.3.2 Das Model Deutschrock
3.3.3 Weitere Absatzkanäle
3.3.4 Zukunftsvisionen Merchandising
3.4 Digitaler und mobiler Musikvertrieb
3.4.1 Der Klingeltonkäufer – Stichprobe und Soziodemographie
3.4.2 Mobiler Content und sein Einfluss auf die MC Charts
3.4.3 Digital Rights Management
3.4.4 Zukunftsvisionen Digitalmarkt
3.5 Wettbewerbsanalyse nach Porter
3.5.1 Modell der 5 Wettbewerbskräfte
3.5.2 Beschreibung der Wettbewerbssituation
3.5.3 Resümee der Wettbewerbssituation
4. FAZIT
Diese Bachelor-Abschlussarbeit untersucht den grundlegenden Paradigmenwechsel in der Musikindustrie, um Anforderungen an moderne Plattenfirmen abzuleiten, die in einem digital geprägten Marktumfeld zukunftsfähig bleiben wollen. Dabei wird analysiert, wie Unternehmen ihre Geschäftsmodelle an die veränderten Konsumgewohnheiten und technologischen Gegebenheiten anpassen müssen.
3.1.2 Gründe für diese entgegengesetzte Entwicklung
So konnte das Live-Geschäft entgegen der letztjährigen Einbrüche im Tonträgerabsatz eine positive Entwicklung verzeichnen. Der Grund liegt auf der Hand: Während die Musikindustrie bei der Entwicklung neuer digitaler Zugangswege zu Musik den Anschluss versäumt hat, baut die Konzertlandschaft Deutschlands ihr Angebot stetig aus. Und die Besucher bestätigen die Nachfrage nach Live-Musik mit wachsenden Ticketumsätzen trotz angekurbelter Preise.
Mehr als jeder zweite Deutsche ab 10 Jahre erwarb im Jahr 2003 Eintrittskarten für Live-Musik-Veranstaltungen.
Der Grund: es gibt keine Alternative. Denn während es beim ursprünglichen „Musik hören“ bereits diverse Bezugsquellen für Musik gibt - wie Internet, Peer-to-Peer, MP3 oder Rohlinge - bleibt das Konzert immer noch die einzige Möglichkeit, seinen Lieblingskünstler unmittelbar ohne Zwischenschaltung weiterer Medien live zu erleben. Der emotionale Faktor, der bei den Musikkonsumenten allgemein an erster Stelle steht, wird somit durch das Live-Erlebnis ausgefüllt und darüber hinaus noch verstärkt.
Dies untermauert auch Domink Dreyer, Manager New Business bei Universal Music in Berlin: „Die Substitute im Musikmarkt wachsen extrem. Das Bedürfnis nach Musik wird durch das Home Entertainment in seiner differenziertesten Formen abgelöst. Das Live-Erlebnis hingegen wird in naher Zukunft durch nichts vergleichbares ersetzt werden können.“
1. EINLEITUNG: Definiert den Rahmen der Arbeit und den Paradigmenwechsel in der Musikverwertung als Ausgangspunkt für zukünftige Label-Strategien.
2. WANDEL DER MUSIKWIRTSCHAFTLICHEN DENKMUSTER: Reflektiert historische Phasen von der Verlagsära bis zur digitalen Revolution, um systemische Veränderungen in der Industrie zu verdeutlichen.
3. DIE PLATTENFIRMA DER ZUKUNFT UNTER EINBEZUG INNOVATIVER WERTSCHÖPFUNGSPROZESSE: Erläutert moderne Geschäftsfelder wie Live-Marketing, Merchandising und digitalen Vertrieb als notwendige Pfeiler für zukunftsfähige Plattenfirmen.
4. FAZIT: Fasst die Notwendigkeit zur Individualisierung und Differenzierung durch authentische Inhalte zusammen, um die Relevanz moderner Musiklabels zu sichern.
Musikindustrie, Paradigmenwechsel, Musikverwertung, Plattenfirma, Live-Einnahmen, Branded Entertainment, Merchandising, Digitaler Musikvertrieb, Mobile Musik, Wertschöpfung, A&R-Management, Konsumverhalten, Wettbewerbsanalyse, Musikökonomie, CRM-Maßnahmen.
Die Arbeit analysiert den historischen und aktuellen Paradigmenwechsel in der Musikbranche und entwickelt daraus Strategien für die „Plattenfirma der Zukunft“.
Zu den Schwerpunkten gehören der Live-Sektor, Branded Entertainment, Merchandising und der digitale sowie mobile Musikvertrieb.
Das Ziel ist die Erstellung einer Art Checkliste für innovative Musiklabels, um in einem schnelllebigen, durch technologische Innovationen geprägten Marktumfeld wettbewerbsfähig zu bleiben.
Die Arbeit kombiniert eine historische Analyse der Musikwirtschaft mit der wettbewerbsstrategischen Analyse nach Porter, um strategische Handlungsoptionen abzuleiten.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Integration neuer Wertschöpfungsketten, insbesondere der Verzahnung von Künstlervermarktung mit modernen Distributionsformen und Marken-Kooperationen.
Neben Begriffen wie Musikindustrie und Paradigmenwechsel stehen insbesondere moderne Vermarktungskonzepte wie Branded Entertainment und die digitale Transformation im Fokus.
Der Autor argumentiert, dass Major-Labels nur dann bestehen können, wenn sie die starren Strukturen aufbrechen und stärker auf integrierte Modelle setzen, da „Content is king“ die neue Prämisse ist.
Merchandising wird als zentraler Wachstumsmarkt identifiziert, der durch Individualisierung und innovative Absatzkanäle wie Online-Fanshops oder Sublizenzen an Bedeutung gewinnt.
Die Analyse verdeutlicht eine oligopolartige Struktur bei den Aggregatoren und DSPs, was für Labels die Notwendigkeit unterstreicht, sich durch Differenzierungsstrategien zu positionieren.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

