Magisterarbeit, 2007
114 Seiten, Note: 1,3
0 Abkürzungen und Symbole
1 Einleitung
2 Grundlagen des Nervensystems und der Akustik
2.1 Das Nervensystem
2.2 Akustische Grundlagen
2.2.1 Schall
2.2.2 Resonanz und Filter
3 Die Anatomie des Hörorgans
3.1 Die Anatomie des Außenohres
3.2 Die Anatomie des Mittelohres
3.2.1 Das Trommelfell
3.2.2 Die Paukenhöhle
3.2.3 Die Eustachische Röhre
3.2.4 Die Gehörknöchelchenkette
3.2.5 Die Mittelohrmuskeln
3.2.6 Die Chorda tympani
3.3 Die Anatomie des Innenohres
3.3.1 Die Struktur des Innenohres
3.3.2 Die Flüssigkeiten des Innenohres
3.3.3 Das Labyrinth
3.3.4 Die Cochlea und ihre Organe
3.3.5 Die Haarzellen
3.3.6 Innervierung
3.4 Die Anatomie des zentralen Hörorgans
3.5 Die vorgeburtliche Entwicklung
4 Die Physiologie des Hörorgans
4.1 Die Physiologie des Außenohres
4.1.1 Die Ohrmuschel
4.1.2 Der äußere Gehörgang
4.2 Die Physiologie des Mittelohres
4.2.1 Anpassung
4.2.2 Verstärkung
4.2.3 Beschaffenheit des Systems
4.2.4 Die Mittelohrmuskeln
4.2.5 Drei Funktionen des Mittelohres
4.3 Die Physiologie der Knochenleitung
4.4 Die Physiologie des Innenohres
4.4.1 Signaltransduktion - Erster Schritt
4.4.2 Signaltransduktion - Zweiter Schritt
4.4.3 Signaltransduktion - Dritter Schritt
4.5 Die Physiologie des zentralen Hörorgans
4.5.1 Antwortratencodierung und Zeitcode
4.5.2 Periodizitätsanalyse
4.5.3 Populationscodierung
4.5.4 Zentrale Hörbahn
4.5.4.1 Nucleus cochlearis
4.5.4.2 Oberer Oliven-Komplex
4.5.4.3 Lemniscus lateralis
4.5.4.4 Colliculus inferior
4.5.4.5 Medialer Kniehöcker - Corpus geniculatum mediale
4.5.4.6 Auditorischer Cortex
5 Perzeptive Eigenschaften des Gehörs
5.1 Die Hörfläche
5.2 Unterschiedsschwellen
5.3 Frequenzgruppen und Skalen
5.4 Tonhöhenwahrnehmung
5.5 Sprachperzeption
5.5.1 Kategoriale Wahrnehmung
5.5.2 Die Motor-Theorie
5.5.3 Auditive Sprachperzeptionstheorien
6 Zwischenfazit
7 Otoakustische Emissionen
7.1 Definition des Begriffes
7.2 Entdeckungsgeschichte
7.3 Physiologische Grundlagen
7.4 Die Einteilung der OAE
7.4.1 SOAE
7.4.2 TEOAE
7.4.3 DPOAE
7.4.4 SFOAE und SEOAE
7.5 Messung der OAE
7.6 Reizformen
7.7 Das diagnostische Spektrum der OAE
7.8 Anwendung der OAE
7.8.1 Neugeborenen-Hörscreening
7.8.2 Weitere Anwendungen
7.8.3 Spezielle Untersuchungen zur Anwendung
7.9 Die Bedeutung der OAE
8 Fazit
9 Literatur und Quellen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen umfassenden Überblick über die menschliche Gehöranatomie und -physiologie zu vermitteln. Dabei steht insbesondere die Analyse otoakustischer Emissionen als diagnostisches Hilfsmittel sowie deren Bedeutung für die Phonetik im Fokus der Forschungsfrage.
3.3.5 Die Haarzellen
Die Haarzellen stellen die Sinnesrezeptoren des Cortischen Organs dar und sind in mehreren Reihen angeordnet. Der Aufbau ist in Abbildung 14 visualisiert. Zwischen den inneren und den äußeren Haarzellen gibt es einige anatomische Unterschiede. Diese betreffen den Aufbau, die Lokalisation im Cortischen Organ, die Anzahl der Rezeptorzellen und die Innervation.
Die inneren Haarzellen, welche einen flaschen- oder birnenförmigen Aufbau haben, werden von den Hensenschen Zellen in aufrechter Position gehalten. Diese Stützzellen haben einen hohen, zylinderförmigen Aufbau und umschließen die Haarzellen. Die Deiterschen Zellen tragen die äußeren Haarzellen mit den umschließenden Hensenschen Zellen und geben somit zusätzliche Stabilität. Zur Wahrung der architektonischen Formation dienen ebenfalls die inneren und äußeren Pfeilerzellen, welche zwischen den inneren und äußeren Haarzellen angesiedelt sind. Je eine Reihe innerer und drei Reihen äußerer Haarzellen werden durch diese Pfeilerzellen getrennt (vgl. KLINKE ET AL. 2005, S. 662f und Abbildung 13 bis 15). CLASEN & GERŠIĆ (1975) und WALKOWIAK (1996) geben weitere Ausdifferenzierungen innerhalb der Reihen an. Demnach sind die äußeren Haarzellen, die in die aus den Deiterschen Zellen gebildeten Stützbogen eingelassenen sind, in der unteren, basalen Windung der Schnecke in drei Reihen, in der Mittelwindung in vier und in der halben Spitzenwindung in fünf Reihen angeordnet (vgl. CLASEN & GERŠIĆ 1975, S. 102f und WALKOWIAK 1996, S. 213).
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die komplexe Funktionsweise des Gehörsinns und definiert die Ziele der Arbeit hinsichtlich der Analyse von Anatomie, Physiologie und otoakustischen Emissionen.
2 Grundlagen des Nervensystems und der Akustik: Dieses Kapitel vermittelt notwendiges Basiswissen über den Aufbau des Nervensystems sowie grundlegende physikalische Prinzipien der Akustik und Schwingungslehre.
3 Die Anatomie des Hörorgans: Es folgt eine detaillierte anatomische Beschreibung des äußeren Ohres, des Mittelohres sowie des komplexen Innenohres und der zentralen Hörbahnen.
4 Die Physiologie des Hörorgans: Hier werden die physiologischen Abläufe der Schallleitung, der Signaltransduktion in den Haarzellen und die Verarbeitung in den zentralen Hörbahnen dargestellt.
5 Perzeptive Eigenschaften des Gehörs: Dieses Kapitel widmet sich der Wahrnehmungspsychologie, insbesondere der Hörfläche, Frequenzgruppen und verschiedenen Theorien zur Sprachperzeption.
6 Zwischenfazit: Das Zwischenfazit fasst die Komplexität der Gehörvorgänge zusammen und betont die aktive Verschaltung zwischen Ohr und Gehirn.
7 Otoakustische Emissionen: Dieser Teil behandelt die Definition, Geschichte, Messmethodik und klinische Anwendung otoakustischer Emissionen (OAE) als Diagnostikinstrument.
8 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Betrachtung der Anatomie und Physiologie sowie der diagnostischen Bedeutung der OAE für die Praxis und Forschung.
Gehör, Anatomie, Physiologie, Innenohr, Cochlea, otoakustische Emissionen, OAE, Schalldruck, Signaltransduktion, Haarzellen, Hörbahn, Audiometrie, Sprachperzeption, Schallleitung, Diagnostik.
Die Arbeit untersucht den Aufbau und die Funktion des menschlichen Gehörs, von den anatomischen Grundlagen bis hin zur komplexen Signalverarbeitung und diagnostischen Anwendung.
Die zentralen Felder sind die Anatomie des Hörorgans, die physiologische Reizverarbeitung, perzeptive Eigenschaften des Hörens und die Bedeutung der otoakustischen Emissionen.
Das Ziel ist es, einen fundierten Überblick über die Anatomie und Physiologie des Gehörs zu geben und speziell die otoakustischen Emissionen als Hilfe in der Diagnostik und deren Relevanz für die Phonetik darzustellen.
Die Arbeit stützt sich primär auf eine umfassende Analyse und Gegenüberstellung existierender medizinischer und phonetischer Fachliteratur sowie auf die Darstellung anatomischer und physiologischer Modelle.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte anatomische und physiologische Beschreibung des Gehörs, die Erörterung perzeptiver Eigenschaften und die wissenschaftliche Durchdringung des Themas otoakustische Emissionen.
Wichtige Begriffe sind Gehör, Anatomie, Physiologie, Cochlea, otoakustische Emissionen (OAE), Signaltransduktion und Sprachperzeption.
Äußere Haarzellen fungieren als aktive Verstärker und optimieren die Frequenzselektivität, was eine präzise Tonhöhenunterscheidung erst ermöglicht.
OAE dienen vor allem als objektives Verfahren bei Hörscreenings von Neugeborenen, um frühzeitig Funktionsstörungen des Innenohres bzw. der äußeren Haarzellen zu erkennen.
Die Wanderwellentheorie erklärt, wie Schallfrequenzen entlang der Basilarmembran räumlich getrennt abgebildet werden, was die Basis für das frequenzabhängige Hören bildet.
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