Diplomarbeit, 2007
78 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Armut in der Welt
2.1 Eine Definition von Armut
2.2 Die regionale Entwicklung der Armut von 1945 bis 1990
2.3 Die gegenwärtige Verteilung von Armut in der Welt
3. Die Institution der Weltbank
3.1 Die historische Entwicklung und ihr Selbstverständnis
3.2 Der organisatorische Aufbau der Weltbankgruppe
3.2.1 Die Institutionen der Weltbank und ihre Aufgaben
3.2.2 Die Gremien der Weltbankgruppe
3.2.3 Kontrollinstanzen innerhalb der Organisation
3.3 Die Weltbank und ihre Bedeutung im Netz internationaler Organisationen
3.4 Die Instrumente der Weltbank
3.4.1 Monetäre Leistungen
3.4.2 Nicht-monetäre Leistungen
4. Öffentliche Güter im Rahmen der Armutsbekämpfung
4.1 Grundlagen der Theorie öffentlicher Güter
4.2 Arten öffentlicher Güter
4.3 Die Bedeutung und Bereitstellung von öffentlichen Gütern in Entwicklungsländern
4.4 Aspekte der Bereitstellung öffentlicher Güter in Entwicklungsländern
4.4.1 Probleme im Falle lokaler öffentlicher Güter
4.4.2 Die Einbeziehung von Entwicklungsländern in die Bereitstellung globaler öffentlicher Güter
4.5 Aktivierung und Beeinflussung von Leistungsempfängern
5. Die Strategie der Weltbank zur Bekämpfung der Armut und deren Umsetzung
5.1 Die ökonomische Lehrmeinung der Weltbank im Wandel der Zeit
5.2 Die Definition von Zielen in den letzten Jahren
5.2.1 Die Zwei-Säulen-Strategie
5.2.1.1 Säule 1: Aufbau eines investitionsfreundlichen Klimas
5.2.1.2 Säule 2: Unterstützung armer Bevölkerungsteile
5.2.2 Die sieben Schlüsselbereiche von 2003 und die MDG
5.3 Klassifikationen der Leistungsempfänger
5.4 Öffentliche Güter und der aktuelle Zielkatalog der Weltbank
5.5 Ein erster Abgleich von Zielen und realer Politik
6. Eine Beurteilung der Aktivitäten
6.1 Kritische Aspekte der Weltbankarbeit
6.1.1 Kritik unter Effizienzgesichtspunkten
6.1.2 Eine kritische Würdigung der Projektauswahl
6.2 Erfolge und Strategie der Weltbank im internationalen Vergleich
6.3 Die Weltbank im Konflikt mit dem IWF
6.4 Eine vorläufige Bilanz der Strategieumsetzung – Ansätze zum Umdenken?
7. Ausblick
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die aktuellen Strategien der Weltbank zur globalen Armutsbekämpfung unter besonderer Berücksichtigung öffentlicher Güter kritisch zu beschreiben und zu beurteilen.
3.1 Die historische Entwicklung und ihr Selbstverständnis
Die Gründung der Weltbank beginnt im Jahr 1944 auf der Konferenz von Bretton-Woods. Benannt nach dem Austragungsort in den USA, setzten Regierungsvertreter von 44 Staaten dort im Juli des Jahres eine Vereinbarung zur Gründung der „Internationalen Bank für Wiederaufbau“ (IBRD) und des „Internationalen Währungsfonds“ (IWF) auf. Zu den vertretenden Staaten gehörten neben den USA, Frankreich und Großbritannien auch die Sowjetunion sowie einige Länder des späteren Ostblocks. Diese fehlten jedoch in der Gruppe der ersten Unterzeichner am 27.12.1945, mit deren Unterschriften die Artikel bezüglich der IBRD am 28.12. des Jahres in Kraft traten (Vgl. World Bank „Historical Chronology“: 1f).
In der Gründungsphase beteiligte sich auf britischer Seite niemand geringeres als John Maynard Keynes intensiv an den Verhandlungen, musste jedoch in verschiedenen Punkten wie bspw. der Frage nach dem Sitz der Bank Niederlagen hinnehmen. Am 04.06.1946 wurde mit Eugene Meyer der erste Weltbankpräsident gewählt und beginnt damit die bis heute gültige Tradition, dass dieser Posten immer von einem US-Amerikaner besetzt wird. Die Aufnahme der Geschäftstätigkeit wird durch den neu gewählten Präsidenten auf den 25.06. des Jahres gelegt. Das erste Darlehen in Höhen von 250 Millionen US-Dollar wird 1947 an Frankreich vergeben (Vgl. ebenda: 4-12).
Während die Geschichte der Weltbank im engeren Sinne 1944 beginnt, gehen die ersten Gedanken bezüglich ihrer Gründung zurück bis in das Jahr 1941, als in den USA und Großbritannien erste Pläne zur Neuordnung der Weltwirtschaft entwickelt wurden. Federführend war Harry Dexter White, Leiter der Division of Monetary Research im US Finanzministerium (Vgl. Twele 1995: 23). Ziel war es, eine Institution zu schaffen, die stabile Währungsverhältnisse, die Wiederherstellung des Außenhandels und den Wiederaufbau einzelner Volkswirtschaften unterstützt (Vgl. Chahoud 1982: 33f).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung der globalen Armutsbekämpfung ein und definiert das Ziel der Arbeit, die Strategien der Weltbank zu beschreiben und zu bewerten.
2. Armut in der Welt: Das Kapitel definiert den Armutsbegriff, differenziert zwischen absoluter und relativer Armut und betrachtet die regionale Entwicklung sowie die gegenwärtige Verteilung der Armut.
3. Die Institution der Weltbank: Hier werden die historische Gründung, der organisatorische Aufbau der Weltbankgruppe, ihre Kontrollinstanzen und ihre finanziellen wie nicht-monetären Instrumente detailliert dargelegt.
4. Öffentliche Güter im Rahmen der Armutsbekämpfung: Dieses Kapitel erläutert die ökonomischen Grundlagen öffentlicher Güter und analysiert deren spezifische Rolle und Bereitstellungsprobleme in Entwicklungsländern.
5. Die Strategie der Weltbank zur Bekämpfung der Armut und deren Umsetzung: Hier wird der Wandel der ökonomischen Lehrmeinung der Weltbank über Jahrzehnte hinweg sowie ihr aktueller Zielkatalog inklusive der Zwei-Säulen-Strategie analysiert.
6. Eine Beurteilung der Aktivitäten: Das Kapitel bietet eine kritische Bilanz der Weltbankarbeit, bewertet die Effizienz einzelner Projekte und vergleicht die Strategien mit anderen Akteuren wie IWF, UN und EU.
7. Ausblick: Der Ausblick resümiert die Erkenntnisse zur Komplexität der Armutsbekämpfung und weist auf die Notwendigkeit hin, Inkonsistenzen in der Weltbankpolitik zu beheben.
Weltbank, Armutsbekämpfung, Öffentliche Güter, Entwicklungsländer, IBRD, IDA, Internationale Zusammenarbeit, Weltwirtschaft, Armutsgrenze, Nachhaltigkeit, Finanzierung, Entwicklungspolitik, Reformen, Governance, Weltentwicklungsbericht.
Die Arbeit untersucht das Wirken der Weltbankgruppe im Kontext der globalen Armutsbekämpfung und analysiert, wie diese Institution theoretische Konzepte wie öffentliche Güter in ihre praktische Politik integriert.
Die Arbeit fokussiert auf den Armutsbegriff, die Organisationsstruktur der Weltbank, die Theorie öffentlicher Güter, verschiedene Strategien zur Armutsbekämpfung sowie die kritische Evaluation der Projekte der Weltbank.
Das primäre Ziel ist die Beschreibung und kritische Beurteilung der aktuellen Anstrengungen der Weltbank, Armut durch den gezielten Einsatz öffentlicher Güter zu mindern.
Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse, die ökonomische Theorien und empirische Berichte der Weltbank, der UN und wissenschaftlicher Organisationen kombiniert, um die Diskrepanz zwischen Zielvorgaben und realer Umsetzung zu untersuchen.
Im Hauptteil werden die Institutionen der Weltbank, der Einfluss öffentlicher Güter, die verschiedenen Strategien (wie die Zwei-Säulen-Strategie) und eine kritische Bilanz der Umsetzungserfolge in der Entwicklungshilfe detailliert analysiert.
Zentrale Begriffe sind Armutsbekämpfung, öffentliche Güter, Weltbank, Entwicklungspolitik, internationale Zusammenarbeit und Wirksamkeitsanalyse von Hilfsprojekten.
Öffentliche Güter sind laut Autor entscheidend für Entwicklungsprozesse, werden jedoch von der Weltbank oft nicht explizit als solche in der operativen Umsetzung priorisiert, was zu Effizienzproblemen führt.
Der Autor identifiziert einen Konflikt, bei dem das rigide Sparprogramm des IWF die langfristigen Investitionen der Weltbank in öffentliche Güter (wie Bildung) konterkarieren kann, was die Wirksamkeit beider Institutionen behindert.
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