Diplomarbeit, 2007
89 Seiten, Note: 1,0
Die vorliegende Arbeit „Die Behandlung des Kreditrisikos nach Säule I der Basler Eigenkapitalempfehlung – eine kritische Betrachtung der zulässigen Ansätze und Analyse des Auswahlproblems“ verfolgt das Ziel, die beiden aufsichtlich akzeptierten Risikomessansätze aus unterschiedlichen Perspektiven zu reflektieren und die dabei gewonnenen Erkenntnisse in einem Katalog von Kriterien zu verdichten, die bei der Lösung des Auswahlproblems zwischen diesen Ansätzen berücksichtigt werden sollten.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Behandlung des Kreditrisikos nach Säule I der Basler Eigenkapitalempfehlung, insbesondere mit den zulässigen Ansätzen, dem Standardansatz und dem auf internen Ratings basierenden Ansatz (IRBA). Die Arbeit analysiert kritisch das Auswahlproblem zwischen diesen Ansätzen, wobei die Bedeutung von Risikomanagement, Balanced Scorecard, Economic Value Added und ICAAP im Vordergrund steht. Weitere wichtige Themen sind die Anreizstruktur des Regelwerks, die Prozyklizität, die Implementierungskosten und die Auswirkungen auf die (regulatorischen) Eigenkapitalanforderungen.
Das Ziel ist die kritische Reflexion der Risikomessansätze der Basler Eigenkapitalempfehlung und die Entwicklung von Kriterien zur Lösung des Auswahlproblems zwischen Standard- und IRB-Ansatz.
Der Standardansatz nutzt vorgegebene Risikogewichte, während der IRB-Ansatz (Internal Ratings Based) es Banken erlaubt, eigene interne Ratings zur Bestimmung des Kreditrisikos zu verwenden.
Die Balanced Scorecard dient als konzeptioneller Rahmen, um die Auswirkungen der Kreditrisikomessansätze aus verschiedenen Perspektiven (Finanzen, Kunden, Prozesse, Risiken) auf die Gesamtbank zu analysieren.
Kritisiert werden insbesondere die hohe Komplexität des Regelwerks, die Gefahr der Prozyklizität sowie die unterschiedliche Anwendung im internationalen Kontext.
Prozyklizität bedeutet, dass regulatorische Anforderungen wirtschaftliche Schwankungen verstärken können, indem sie z.B. in Krisenzeiten die Kreditvergabe erschweren.
Implementierungskosten sind ein wesentlicher Faktor, da der IRB-Ansatz deutlich höhere Anforderungen an Daten und IT-Systeme stellt als der Standardansatz.
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