Forschungsarbeit, 2003
60 Seiten, Note: 2,0
1. EINLEITUNG
2. STAND DES WISSENS
2.1 EIGENSCHAFTEN DER KUNSTSTOFFE
2.1.1 Chemischer Aufbau, Darstellung und Eigenschaften
2.1.2 Mechanisches und thermisches Verhalten
2.1.3 Einteilung der Kunststoffe
2.2 THERMISCHE ANALYSE
2.2.1 Aufbau der Messgeräte
2.2.2 Anwendung in der Polymertechnik
2.2.3 Dynamisch mechanische Analyse (DMA)
2.2.4 Dynamische Differenzkalorimetrie (DSC)
3. PRAKTISCHE VORGEHENSWEISE
3.1 MATERIALIEN
3.2 MESSINSTRUMENTE UND ARBEITSPLATZ
3.3 PROBENHERSTELLUNG UND -PRÄPARATION
3.4 DMA
3.4.1 Experimentelle Methoden (DMA)
3.4.2 Versuchsprogramm (DMA)
3.5 DSC
3.5.1 Experimentelle Methoden (DSC)
3.5.2 Versuchsprogramm (DSC)
4. AUSWERTUNG
4.1 AUSWERTUNG DER DMA-MESSUNGEN
4.1.1 Überprüfung der Reproduzierbarkeit und des viskoelastischen Limits
4.1.2 Einfluss des Abkühlprogramms
4.1.3 Einfluss der Haltezeit
4.1.4 Einfluss verschiedener Amplituden und des Frequency Sweeps
4.1.5 Bestimmung der Glasübergangstemperaturen
4.2 AUSWERTUNG DER DSC-MESSUNGEN
4.2.1 Überprüfung der Reproduzierbarkeit
4.2.2 Bestimmung der Glastemperaturen und Schmelzbereiche (DSC)
4.3 VERGLEICH MIT ERGEBNISSEN AUS ABRIEBSMESSUNGEN
5. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
Ziel der Arbeit ist es, die Eignung der thermischen Analyse (DMA und DSC) zur Charakterisierung von Polymeren zu untersuchen, um eine Korrelation zwischen den messbaren Materialkennwerten und dem Fördergutabrieb in pneumatischen Förderanlagen zu etablieren, mit dem Zweck, aufwendige und kostenintensive Abriebsversuche zu reduzieren.
1. Einleitung
In der Polymerindustrie werden standardmäßig pneumatische Förderanlagen verwendet, um Granulate zu transportieren. Hierbei wird das Material durch eine Rohrleitung mittels Druckluft direkt vom Produktionsort bis zur Abpackanlage transportiert. Abgesehen von den Investitionskosten beim Bau einer solchen Anlage ist diese Methode sehr günstig, denn es bedarf weniger Arbeitskräfte zum Betrieb pneumatischer Förderanlagen. Es gibt mit Ausnahme des Gebläses, der Partikeldosierung und eventuellen Rohrweichen keine bewegten Teile, so dass die Anlagen wartungsarm sind. Allerdings weisen sie im Vergleich zu z.B. Gurtförderern einen hohen Energieverbrauch auf.
Ein Nachteil dieser Methode ist der Fördergutabrieb, der beim Prall der Partikeln gegeneinander oder gegen die Wand der Förderleitung entsteht. Dieser Abrieb ist bei der Kunststoffverarbeitung unerwünscht, da er zu einer Qualitätsverminderung des Endproduktes führen kann. So verhindert der Abrieb bei der Folienherstellung ein gleichmäßiges Aufschmelzen des Polymergranulates im Extruder, was zur Entstehung von Löchern beim Folienblasen führt.
1. EINLEITUNG: Darstellung der Problematik des Fördergutabriebs in der Polymerindustrie und der Zielsetzung, diese durch thermische Analyse kosteneffizienter zu untersuchen.
2. STAND DES WISSENS: Erläuterung der theoretischen Grundlagen zu Polymereigenschaften, Thermoplasten, Duroplasten, Elastomeren sowie der Funktionsweise von DMA und DSC.
3. PRAKTISCHE VORGEHENSWEISE: Dokumentation der verwendeten Materialien, Messinstrumente und der methodischen Entwicklung der Standardmessprozeduren für DMA und DSC.
4. AUSWERTUNG: Analyse und Diskussion der experimentellen Daten, Überprüfung der Reproduzierbarkeit, Bestimmung der Glasübergangstemperaturen und Vergleich mit Abriebsergebnissen.
5. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Zusammenführende Betrachtung der Ergebnisse und Diskussion des Potenzials sowie weiterer Forschungsbedarfe bezüglich der Korrelation von Materialdaten und Abrieb.
Thermische Analyse, DMA, DSC, Polymer, Fördergutabrieb, Glasübergangstemperatur, Speichermodul, Verlustmodul, Kunststoff, Pneumatische Förderung, Reproduzierbarkeit, TMDSC, Viskoelastizität, Materialkennwerte.
Es geht um die Untersuchung von Kunststoffen mittels thermischer Analyseverfahren, um deren Materialeigenschaften zu bestimmen und diese mit ihrem Verhalten bei der pneumatischen Förderung (Abrieb) in Verbindung zu bringen.
Die Themenfelder umfassen die physikalisch-chemischen Grundlagen von Polymeren, die Messtechnik der Dynamisch Mechanischen Analyse (DMA) und Dynamischen Differenzkalorimetrie (DSC) sowie die Analyse von Korrelationen zwischen Modulwerten und Abriebsraten.
Ziel ist es, Materialkennwerte durch einfache thermische Analyseverfahren zu ermitteln, die eine verlässliche Prognose über das Abriebsverhalten bei der Förderung ermöglichen, um teure Technikumsversuche zu ersetzen.
Die Autorin verwendet primär die Dynamisch Mechanische Analyse (DMA) zur Bestimmung viskoelastischer Eigenschaften und die temperaturmodulierte Dynamische Differenzkalorimetrie (TMDSC) zur Enthalpieanalyse.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung in die Werkstoffkunde und Messtechnik, die detaillierte Beschreibung der experimentellen Durchführung (inklusive Probenvorbereitung) und die umfangreiche Auswertung der Messdaten für verschiedene Polymertypen.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Thermische Analyse, DMA, DSC, Fördergutabrieb, Glasübergangstemperatur, Speichermodul und Verlustmodul.
Die DMA reagiert laut Arbeit besonders empfindlich auf Glasübergänge, da die Moduländerung in diesem Bereich deutlich ausgeprägter ist als die Änderung der spezifischen Wärmekapazität, die mittels DSC erfasst wird.
Eine sorgfältige Probenvorbereitung, insbesondere die Ausrichtung und das schonende Schneiden der Proben, ist essenziell, da die Geometrie und die thermische Vorgeschichte das Messergebnis maßgeblich beeinflussen.
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