Magisterarbeit, 2007
239 Seiten, Note: 1,1
1 Einleitung
A Theoretischer Ansatz
2 Die Zeitung und ihre Sprache
3 Das Internet als neues Medium
3.1 Zeitung im Internet
3.2 Studien zu Rezeptionsunterschieden beim Lesen auf Papier und auf dem Bildschirm
3.3 Studien zum Vergleich von Printmedien mit ihrem Onlinependant
4 Überblick zur Literaturlage
B Untersuchungsgegenstand
5 Richtlinien für das Schreiben von Online-Texten
6 Der Teaser
7 Korpuslinguistik
7.1 Die zur Untersuchung ausgewählten Medien
7.1.1 Die Frankfurter Allgemeine Zeitung
7.1.2 Die Süddeutsche Zeitung
7.1.3 Die Netzeitung
7.2 Vorgehensweise beim Zusammenstellen des Korpus
7.3 Die journalistischen Textsorten in den untersuchten Zeitungen
7.3.1 Die Nachricht
7.3.2 Die Meldung
7.3.3 Der Bericht / Die Reportage
7.3.4 Das Interview
7.3.5 Der Kommentar
7.3.6 Die Glosse
C Untersuchung des Korpus
8 Quantitative Analyse des Korpus
8.1 Vorgehensweise bei der empirischen Analyse des Korpus
8.2 Überprüfung der theoretischen Annahmen durch empirische Untersuchungen am Korpus
8.2.1 Umfang des Datenmaterials
8.2.2 Häufigkeit und Verteilung der Teaser
8.2.3 Chi-Quadrat-Test für die Verteilung der Teaser
8.2.4 Verteilung der Artikel in den Zeitungen auf die einzelnen Wochentage
8.2.5 Verteilung der Teaser in den Zeitungen auf die einzelnen Wochentage
8.3 Durchschnittliche Länge der Artikel
8.3.1 Arithmetisches Mittel für die Wortanzahl der Artikel
8.3.2 Median der Artikel-Wortanzahl
8.3.3 Standardabweichung und Spannweiten bei der Artikel-Wortanzahl
8.3.4 Arithmetisches Mittel für die Satzanzahl der Artikel
8.3.5 Durchschnittliche Länge der Sätze
9 Zuordnung der journalistischen Textformen zu den untersuchten Zeitungen
9.1 Häufigkeiten und Verteilung der Textsorten
9.2 Chi-Quadrat-Test in Bezug auf die Verteilung der Textsorten
10 Analyse der Überschriften
10.1 Die Wortartenstile der Überschriften
10.1.1 Kategorieneinteilung für die Wortartenstile
10.1.2 Analyse der Überschriftenstile der Zeitungen
10.2 Durchschnittliche Überschriftenlänge
11 Die Verständlichkeit der untersuchten Artikel
11.1 Verständlichkeitsformeln
11.2 Berechnung der Formel am Korpus
11.3 Ergebnisse der Berechnung nach der Verständnisformel von AMSTAD am Korpus
12 Qualitative Analyse des Korpus
12.1 Ausgewählte Beispiele der SZ
12.1.1 „Israel muss sich zurückziehen“
12.1.2 „Brüchige Meinungsfront“
12.1.3 „Anschlag auf Marktplatz“
12.2 Ausgewählte Beispiele der F.A.Z.
12.2.1 „Eine Friedenstruppe für den Südlibanon?“
12.2.2 „Nachschub aus Syrien“
12.2.3 „Ahmadineschad schreibt der Bundeskanzlerin“
12.2.4 Der unzufriedene Bundespräsident
12.3 Ein Artikel der NZ im Vergleich
D Schlussbetrachtung
13 Zusammenfassung der Ergebnisse
14 Ausblick
Die Arbeit untersucht sprachliche Unterschiede zwischen Printartikeln und Online-Artikeln deutscher überregionaler Tageszeitungen (Frankfurter Allgemeine Zeitung, Süddeutsche Zeitung) sowie einer reinen Online-Zeitung (Netzeitung). Das Hauptziel besteht darin, zu klären, ob sich die Artikelgestaltung durch das Medium Internet unterscheidet, wobei insbesondere die Lesbarkeit, Artikellänge und der Einsatz von Teasern im Vordergrund stehen.
Die Zeitung und ihre Sprache
Der Einstieg in die Begriffsdefinitionen beginnt zunächst mit dem Medium Zeitung. Unter dem Begriff Medium wird ein Mittel der Kommunikation verstanden. Bei dieser vereinfachten Definition zählen im weitesten Sinne als Medium alle Träger von Sprache und anderen Zeichen.
Auch wenn der Begriff „Zeitung“ kein Fachwort, sondern im Alltagsverständnis präsent ist, soll als Grundlage für diese Arbeit eine genaue Definition der mehr als einhundert Begriffsbestimmungen gelten: „Die Zeitung vermittelt jüngstes Gegenwartsgeschehen in kürzester regelmäßiger Folge der breitesten Öffentlichkeit.“ In dieser Begriffsbestimmung wird die Aufgabe der Zeitung deutlich: „Jüngstes Gegenwartsgeschehen (Aktualität) zu vermitteln […]“.
Präzisierend muss ergänzt werden, dass die Zeitung sowohl „soziales Register, lokale Informationsplattform, Orientierungs- und Hintergrundinformationsmedium und Forum des öffentlichen Diskurses“ ist.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, definiert das Untersuchungsziel und grenzt den Untersuchungszeitraum sowie die untersuchten Zeitungen (SZ, F.A.Z., NZ) ein.
2 Die Zeitung und ihre Sprache: Dieses Kapitel erörtert Begriffsdefinitionen zum Medium Zeitung und diskutiert die Definition einer spezifischen „Zeitungssprache“ sowie die Herausforderungen des Online-Journalismus.
3 Das Internet als neues Medium: Der Abschnitt beschreibt das Internet als Medium, seine Anforderungen an Rezeption und Textgestaltung sowie erste Studien zum Vergleich von Print und Online.
4 Überblick zur Literaturlage: Dieses Kapitel reflektiert den aktuellen Forschungsstand und erläutert, warum die vorliegende Arbeit sich auf bestimmte methodische Ansätze und Schreibratgeber stützt.
5 Richtlinien für das Schreiben von Online-Texten: Hier werden spezifische Vorgaben für Online-Texte, wie Kürze, Prägnanz und die Unterstützung von Scanning-Mechanismen, zusammengefasst.
6 Der Teaser: Dieses Kapitel definiert den Teaser als neue, für den Online-Journalismus typische Textform und beschreibt seine Funktion sowie unterschiedliche Gestaltungsformen.
7 Korpuslinguistik: Der methodische Teil beschreibt die Auswahl der Medien, die Zusammenstellung des Korpus und die für die Analyse relevanten journalistischen Textsorten.
8 Quantitative Analyse des Korpus: In diesem zentralen Teil werden empirische Daten zu Umfang, Verteilung von Teasern, Artikellänge und Satzlänge ausgewertet und theoretische Annahmen überprüft.
9 Zuordnung der journalistischen Textformen zu den untersuchten Zeitungen: Das Kapitel untersucht die Häufigkeit und Verteilung verschiedener Textsorten und diskutiert Tendenzen zur Boulevardisierung.
10 Analyse der Überschriften: Hier wird der sprachliche Stil der Überschriften (Wortartenstile wie Nominal-, Verbal- und Adjektivstil) quantitativ und qualitativ analysiert.
11 Die Verständlichkeit der untersuchten Artikel: In diesem Abschnitt wird mit Hilfe von Verständlichkeitsformeln (AMSTAD) der Schwierigkeitsgrad der untersuchten Artikel im Print- und Online-Vergleich gemessen.
12 Qualitative Analyse des Korpus: Dieses Kapitel vertieft die quantitative Analyse durch den qualitativen Vergleich spezifischer Artikelpaare, um inhaltliche und stilistische Unterschiede aufzuzeigen.
13 Zusammenfassung der Ergebnisse: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet die untersuchten Hypothesen.
14 Ausblick: Der abschließende Teil identifiziert Forschungsbedarf und schlägt weiterführende Untersuchungsmöglichkeiten für die Zukunft vor.
Online-Journalismus, Zeitungssprache, Korpuslinguistik, Teaser, Verständlichkeitsformeln, Printmedien, Textsorten, Wortartenstil, Satzlänge, Medienwandel, Internet, quantitative Analyse, qualitative Analyse, Textgestaltung, Rezeption.
Die Arbeit untersucht die sprachlichen und gestalterischen Unterschiede zwischen Artikeln in überregionalen Printzeitungen und deren Internet-Ausgaben (sowie einer reinen Online-Zeitung) im Ressort Politik.
Die zentralen Themen sind Medientheorie, Zeitungssprache, Online-Journalismus, Textverständlichkeit und die korpuslinguistische Untersuchung von Artikelgestaltung.
Das primäre Ziel ist es herauszufinden, ob und wie sich deutsche Printmedien in ihrer sprachlichen Gestaltung von ihren Online-Auftritten im Hinblick auf Länge, Verständlichkeit und Textformen unterscheiden.
Es wird eine korpuslinguistische Untersuchung angewandt, die sowohl quantitative statistische Analysen (z.B. Chi-Quadrat-Test, Verständlichkeitsformeln nach AMSTAD) als auch eine qualitative Textanalyse umfasst.
Der Hauptteil befasst sich mit der Analyse des Korpus, der Häufigkeitsverteilung von Textsorten und Teasern, der Untersuchung von Überschriftenstilen und der Messung der Textverständlichkeit.
Die wichtigsten Begriffe sind Online-Journalismus, Zeitungssprache, Korpuslinguistik, Teaser, Verständlichkeit und Medienvergleich.
Die Ergebnisse zeigen, dass Online-Artikel in vielen Fällen ausführlicher sind als ihre Print-Pendants, was den theoretischen Erwartungen einer notwendigen Kürze im Internet teilweise widerspricht.
Der Teaser wird als spezifische, für den Online-Journalismus wichtige Textform identifiziert, wobei die Arbeit untersucht, inwieweit auch Printausgaben diese Form nutzen.
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