Doktorarbeit / Dissertation, 2006
351 Seiten, Note: Magna cum laude
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle von Nicht-Regierungs-Organisationen (NGOs) als intermediäre Kräfte in der nachhaltigen Gesellschaftspolitik Europas. Sie befasst sich mit der Frage, wie NGOs im Spannungsfeld zwischen europäischer Willensbildung und nationaler Umsetzung wirken und welche Bedeutung sie für die Vermittlung nachhaltiger Gesellschaftspolitik haben.
Die Einleitung beleuchtet die Problemdimension der nachhaltigen Gesellschaftspolitik in Europa und die Rolle von NGOs in diesem Kontext. Sie stellt die leitenden Forschungsfragen und die Gliederung der Arbeit vor.
Das zweite Kapitel widmet sich den Untersuchungfeldern von Koordination und Kommunikation europäischer Nachhaltigkeitspolitik. Es betrachtet die europäische Willensbildungsprozesse und die Rolle von NGOs in diesen Prozessen, sowie die Herausforderungen der nachhaltigen Gesellschaftspolitik für Europa. Schließlich werden die theoretischen und empirischen Ansätze der Untersuchung vorgestellt.
Kapitel 3 beschäftigt sich mit den Theoriebausteinen zu "Pouvoirs Intermédiaires", also den Vermittlern intersystemischer Kommunikation. Es werden verschiedene Ansätze von Theoretikern wie Max Weber, Charles de Montesquieu, Alexis de Tocqueville und Émile Durkheim betrachtet und die Relevanz dieser Theorien für die heutige Zeit diskutiert.
Kapitel 4 untersucht die Rolle von Organisationen in der Wissensgesellschaft und ihre Bedeutung für den Wandel hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft. Es werden Themen wie Wissensmanagement, Wissensgemeinschaften und die Bedeutung von Wissen für die Gestaltung der Zukunft behandelt.
Die Arbeit konzentriert sich auf die Themen Nachhaltigkeit, Gesellschaftspolitik, NGOs, intermediäre Kräfte, europäische Politik, Willensbildungsprozesse, Kommunikation, Koordination, Wissen, Wissensgesellschaft und Organisationen.
NGOs werden als intermediäre Kräfte und interorganisationale Wissensnetzwerke betrachtet, die zwischen der etablierten Politik und der Zivilgesellschaft vermitteln.
Die Arbeit nutzt differenzierungstheoretische Perspektiven (u.a. Luhmanns ökologische Kommunikation) sowie historische Theorien der Zwischengewalten von Montesquieu, Tocqueville und Durkheim.
Elektronische Plattformen dienen als wichtige Partizipationskanäle für die Kommunikation zwischen zivilgesellschaftlichen Organisationen und europäischen Institutionen.
Es handelt sich um die soziologische Beobachtung der Wirkungszusammenhänge zwischen der Selbstorganisation sozialer Bewegungen und den institutionellen Systemen von Politik und Verwaltung.
Das Konventsforum, das im Rahmen der Erarbeitung einer europäischen Verfassung für die Teilhabe der Zivilgesellschaft eingerichtet wurde, dient als Analyseobjekt.
Die Arbeit untersucht, wie Wissen als Ereignis und in Netzwerken die nachhaltige Gesellschaftspolitik in Europa beeinflussen und legitimieren kann.
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