Diplomarbeit, 2007
87 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Gang der Untersuchung
2 Zusammenhang von Wirtschaftskriminalität und Abschlussprüfung
2.1 Relevante Bereiche im Spektrum Wirtschaftskriminalität
2.1.1 Systematisierung der Wirtschaftsdelikte
2.1.1.1 Rechnungslegungsmanipulation (Fraudulent Statements)
2.1.1.2 Vermögensschädigung (Asset Misappropriation)
2.1.1.3 Korruption (Corruption)
2.1.1.4 Verschleierungshandlung (Concealment)
2.1.1.5 Bedeutung für die Abschlussprüfung
2.1.2 Grauzonen
2.1.2.1 Unethisches Verhalten
2.1.2.2 Riskantes, betriebswirtschaftlich fragwürdiges und spekulatives Verhalten
2.1.2.3 Bilanzschönung (Creative Accounting)
2.1.2.4 Bedeutung für die Abschlussprüfung
2.2 Historische Entwicklung der Abschlussprüfung
2.2.1 Entstehung und Bedeutung
2.2.2 Entwicklung in der Neuzeit
2.3 Erwartung der Öffentlichkeit gegenüber der Abschlussprüfung
2.3.1 Das Modell der Erwartungslücke
2.3.1.1 Begriff
2.3.1.2 Bestandteile der Erwartungslücke
2.3.1.2.1 Accounting Gap
2.3.1.2.2 Performance Gap
2.3.1.2.3 Education/Communication Gap
2.3.2 Erwartungen der Öffentlichkeit im Spiegel der Medien
2.3.3 Problematik der Erwartungslücke
3 Unternehmensanalyse - Entstehungsmöglichkeiten von Fraud
3.1 Gründe für das Begehen von Wirtschaftsdelikten – Fraud Triangle
3.1.1 Begriff
3.1.2 Bestandteile des Fraud Triangle
3.1.2.1 Motivation
3.1.2.2 Rechtfertigung
3.1.2.3 Gelegenheit
3.1.3 Bedeutung für die Abschlussprüfung
3.2 Täteranalyse
3.2.1 Täterprofil
3.2.2 Tätergruppen
3.2.2.1 Externe Täter
3.2.2.2 Nicht-Management-Täter
3.2.2.3 Management-Täter
3.2.3 Bedeutung für die Abschlussprüfung
3.3 Risikoanalyse im Unternehmen
3.3.1 Unternehmensprofil
3.3.2 Risikobereiche im Unternehmen
3.3.2.1 Materialwirtschaft und Produktion
3.3.2.2 Personalwirtschaft
3.3.2.3 Absatzwirtschaft
3.3.2.4 Informationstechnologie
3.3.2.5 Finanz- und Rechnungswesen
3.3.3 Bedeutung für die Abschlussprüfung
4 Aufdeckung von Fraud im Rahmen der Jahresabschlussprüfung
4.1 Gesetzliche Regelung - § 317 Abs. 1 S. 3 HGB
4.1.1 Gegenstand der Prüfung
4.1.2 Unrichtigkeiten und Verstöße
4.1.3 Erkennung
4.1.4 Wesentlichkeit
4.1.5 Gewissenhaftigkeit der Berufsausübung
4.2 Berufsständische Regelung – IDW PS 210
4.2.1 Verantwortung
4.2.2 Ausrichtung der Abschlussprüfung
4.2.3 Risikobeurteilung
4.2.4 Aufdeckung von Verstößen
4.2.5 Maßnahmen und Berichterstattung
5 Fazit
Das zentrale Ziel dieser Arbeit besteht darin, wirtschaftskriminelle Handlungen innerhalb von Unternehmen in den Kontext der Jahresabschlussprüfung zu stellen, um die Leistungsfähigkeit sowie die Relevanz der Abschlussprüfung bei der Aufdeckung solcher Delikte zu analysieren und Möglichkeiten zur Verringerung der Erwartungslücke aufzuzeigen.
2.1.1.1 Rechnungslegungsmanipulation (Fraudulent Statements)
Primäre Buchführungs- und Bilanzmanipulationen werden mit dem unmittelbaren Ziel durchgeführt, den Jahresabschluss entgegen gesetzlichen Bestimmungen aufzustellen. Diese sind von den sekundären Rechnungslegungsmanipulationen abzugrenzen, die lediglich eine Verschleierung begangener oder geplanter wirtschaftskrimineller Handlungen bezwecken, ebenso wie von der Bilanzschönung, die sich am Rande erlaubter Bilanzierungsspielräume bewegt. Entsprechende primäre Manipulationen finden ausschließlich auf der Abbildungsebene des Unternehmens statt. Je nach Auswirkung auf das Jahresergebnis kann zwischen Darstellungsfälschungen (erfolgsneutral) und Ergebnisfälschungen (erfolgswirksam) unterschieden werden. Darstellungsfälschungen haben meist strukturverbessernder Maßnahmen zum Ziel, um etwa die Höhe einzelner Bilanzpositionen und ihre zugehörigen Kennzahlen, wie z.B. Liquiditätskennzahlen, Verschuldungsgrad, Working Capital etc., im Hinblick auf Analysten und Kreditratings zu beeinflussen. Ergebnisfälschungen bezwecken in der Regel eine gegenüber der Realität verbesserte Darstellung der Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage. Nur in Ausnahmefällen dürfte ein geringerer Ausweis des Vermögens beabsichtigt sein.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung der Wirtschaftskriminalität ein und definiert das Ziel sowie den Gang der Untersuchung.
2 Zusammenhang von Wirtschaftskriminalität und Abschlussprüfung: Hier werden Wirtschaftsdelikte systematisiert, ihre historische Entwicklung betrachtet und die Problematik der Erwartungslücke erörtert.
3 Unternehmensanalyse - Entstehungsmöglichkeiten von Fraud: Der Schwerpunkt liegt auf der Analyse von Ursachen für Fraud, Täterprofilen sowie Risikobereichen innerhalb des Unternehmens.
4 Aufdeckung von Fraud im Rahmen der Jahresabschlussprüfung: Dieses Kapitel erläutert die rechtlichen Grundlagen und berufsständischen Regelungen, die den Abschlussprüfer bei der Aufdeckung von Verstößen leiten.
5 Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die gewonnenen Ergebnisse zusammen und reflektiert über die Rolle des Abschlussprüfers bei der Aufdeckung von Wirtschaftsdelikten.
Wirtschaftskriminalität, Abschlussprüfung, Wirtschaftsprüfer, Fraud, Erwartungslücke, Bilanzmanipulation, Vermögensschädigung, Korruption, Fraud Triangle, Risikobeurteilung, Jahresabschluss, IDW PS 210, Internes Kontrollsystem, Wirtschaftsdelikte, Abschlussprüferaufsicht.
Die Arbeit befasst sich mit dem komplexen Zusammenhang zwischen Wirtschaftskriminalität in Unternehmen und der Rolle der Jahresabschlussprüfung bei deren Aufdeckung.
Zentral sind die Systematisierung von Wirtschaftsdelikten, die Entstehungsursachen von Fraud, die Täteranalyse, die Risikoanalyse in Unternehmen sowie die gesetzliche und berufsständische Verantwortung von Wirtschaftsprüfern.
Das Hauptziel ist es, sowohl Außenstehenden als auch Abschlussprüfern ein tieferes Verständnis für die verschiedenen Deliktsarten zu vermitteln, um die Leistungsfähigkeit der Abschlussprüfung besser einzuschätzen und die bestehende "Erwartungslücke" zu verringern.
Die Arbeit nutzt eine systematische Analyse von Fachliteratur, gesetzlichen Regelungen sowie empirischen Studien, um die Thematik strukturiert aufzubereiten und in den Kontext des risikoorientierten Prüfungsansatzes zu stellen.
Der Hauptteil analysiert die Entstehung von Fraud (Fraud Triangle), führt eine Täteranalyse durch und untersucht spezifische Risikobereiche im Unternehmen sowie die konkrete Aufdeckungspraxis nach HGB und IDW-Prüfungsstandards.
Wichtige Begriffe sind Wirtschaftskriminalität, Abschlussprüfung, Fraud, Erwartungslücke und Risikobeurteilung.
Es dient als analytisches Modell, um die Ursachen (Motivation, Rechtfertigung, Gelegenheit) von Wirtschaftskriminalität besser zu verstehen und so die Risikobeurteilung im Rahmen der Prüfung gezielter durchzuführen.
Die Lücke zwischen den Erwartungen der Öffentlichkeit und der tatsächlichen Prüfungsleistung führt zu einer erhöhten Verantwortung und Kritik am Berufsstand, was Anpassungen in den Prüfungsstandards und eine intensivere Fraud-Sensibilisierung erforderlich macht.
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