Diplomarbeit, 2007
81 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Agenda
1.2 Definition und Abgrenzung des Korruptionsbegriffs
1.3 Systematisierung der Korruptionsarten
1.4 Das breite Spektrum des Auftretens von Korruptionsfällen
1.5 Allgemeine ökonomische Analyse des Korruptionsphänomens
2 Ökonomische Analyse der Interdependenzen zwischen Wettbewerb und Korruption
2.1 Vorbemerkung
2.2 Darstellung der theoretischen Erkenntnisse
2.2.1 Auswirkungen des Wettbewerbs auf das Korruptionsausmaß
2.2.1.1 Wettbewerb zwischen Klienten
2.2.1.2 Wettbewerb zwischen Agenten
2.2.1.3 Wettbewerb zwischen Prinzipalen, Politikern und Kontrolleuren
2.2.2 Auswirkungen der Korruption auf die Wettbewerbsintensität
2.2.3 Analyse der theoretischen Erkenntnisse
2.3 Darstellung der empirischen Erkenntnisse
2.3.1 Auswirkungen des Wettbewerbs auf das Korruptionsausmaß
2.3.2. Auswirkungen der Korruption auf die Wettbewerbsintensität
2.3.3 Analyse der empirischen Erkenntnisse
2.4 Sonstige Erkenntnisse
3 Konklusion
Die Arbeit analysiert die ökonomischen Interdependenzen zwischen Korruption und Wettbewerb, um zu untersuchen, wie sich marktwirtschaftlicher Wettbewerb auf das Ausmaß von Korruption auswirkt und umgekehrt, welche Folgen Korruption für die Wettbewerbsintensität hat.
1.2 Definition und Abgrenzung des Korruptionsbegriffs
Das Wort Korruption stammt etymologisch betrachtet als Abstraktum des Adjektivs ‚korrupt‘ vom lateinischen zusammengesetzten Infinitiv corrumpere (verderben, verführen, vernichten, entkräften, entstellen, untergraben, bestechen) ab. Dieses setzt sich aus dem Präfix cor (ganz, völlig) und dem Verb rumpere (verletzen, vernichten, zerstören, zerbrechen) zusammen.
Grundsätzlich bezieht sich das „Verdorben sein“ sowohl auf einen moralischen als auch auf einen physikalischen Zustand. Im Deutschen wird in erster Linie das moralische „Verdorben sein“ (bestechlich sein) mit dem Begriff assoziiert. Im Englischen bedeutet corrupt sowohl letzteres als auch das physikalische „Verdorben sein“ (unbrauchbar, verdorben, schlecht).
Häufig wird Korruption knapp als Missbrauch anvertrauter Macht zum privaten Nutzen oder Vorteil definiert.
Das Spektrum der deutschen Übersetzungen verdeutlicht die Vielschichtigkeit dieses Begriffes und die Problematik der Definition.
1 Einleitung: Erläuterung des Forschungsthemas, der Agenda und der ökonomischen Analyseansätze zur Korruption.
2 Ökonomische Analyse der Interdependenzen zwischen Wettbewerb und Korruption: Umfassende theoretische und empirische Untersuchung der gegenseitigen Beeinflussung von Wettbewerb und Korruption in verschiedenen Sektoren.
3 Konklusion: Synthese der Ergebnisse mit Ableitung wirtschaftspolitischer Implikationen und Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.
Korruption, Wettbewerb, Marktwirtschaft, Prinzipal-Agent-Theorie, Transaktionskosten, Rent-Seeking, institutionelle Ökonomie, empirische Analyse, Wettbewerbsintensität, Korruptionsbekämpfung, wirtschaftspolitische Implikationen, Privatisierung, Institutionen, Marktstruktur, Bestechung.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der ökonomischen Analyse der Wechselwirkungen zwischen Korruption und Wettbewerb.
Die Arbeit deckt die Definition und Systematisierung von Korruption, theoretische Analysen des Zusammenhangs zwischen Wettbewerb und Korruption sowie eine umfassende empirische Untersuchung dieser Interdependenzen ab.
Das Ziel ist es, den „roten Faden“ in der Interdependenz zwischen Korruption und Wettbewerb wissenschaftlich aufzuarbeiten und die Auswirkungen auf die ökonomische Effizienz zu bewerten.
Die Arbeit nutzt Methoden der Institutionenökonomik, der Transaktionskostenanalyse und der Neuen Politischen Ökonomie, kombiniert mit einer Literaturanalyse theoretischer Modelle und empirischer Datensätze.
Der Hauptteil analysiert, wie Wettbewerb zwischen Klienten, Agenten und politischen Akteuren das Korruptionsausmaß beeinflusst und wie Korruption wiederum die Wettbewerbsintensität durch Mechanismen wie Kartellbildung oder Markteintrittsbarrieren verändert.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Korruption, Wettbewerb, Prinzipal-Agent-Theorie, Rent-Seeking und institutionelle Rahmenbedingungen.
Die Arbeit differenziert unter anderem zwischen Entlastungskorruption (corruption with theft) und Belastungskorruption (corruption without theft) sowie zwischen situationsbedingter, struktureller und netzwerkartiger Korruption.
Es bezeichnet die funktionalistische Sichtweise, dass Korruption unter bestimmten strukturellen Defiziten (ineffiziente Bürokratie) als „Schmiermittel“ dienen kann, um Markteintritte zu beschleunigen, was jedoch empirisch oft als „Sand im Getriebe“ kritisiert wird.
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