Diplomarbeit, 1998
123 Seiten, Note: 2,4
2. EINLEITUNG
3. BEGRIFFSDEFINITIONEN UND FORSCHUNGEN
3.1 Geschlecht
3.1.1 Geschlecht und Sprache – einige Erläuterungen
3.1.2 Geschlecht und Kultur
3.1.3 Geschlecht und Geschichte
3.1.4 Geschlecht und Arbeit
3.2 Bildung
3.2.1 Ziele von Bildung
3.2.2 Bildung / Qualifikation
3.2.3 Weiterbildung / Erwachsenenbildung / Jugendbildung
3.3 Die außerschulische Bildungsarbeit
3.3.1 Die Geschichte außerschulischer Bildungsarbeit
3.3.2 Die Ziele außerschulischer Bildungsarbeit
3.4 Forschungsergebnisse
3.4.1 Das Verhalten der TeamerInnen
3.4.2 Das Verhalten der TeilnehmerInnen
3.4.3 Folgerungen aus den Forschungsergebnissen
3.4.4 Die Konsequenzen für die Bildungsarbeit
4. INSTITUTIONSKUNDE
4.1 Die Arbeiterwohlfahrt
4.1.1 Die Geschichte der Arbeiterwohlfahrt
4.1.2 Das Selbstverständnis der Arbeiterwohlfahrt
4.1.3 Die Arbeiterwohlfahrt im Wandel der Zeit
4.1.4 Die Grundwerte der Arbeiterwohlfahrt
4.1.5 Die Aufgaben der Arbeiterwohlfahrt
4.1.6 Die Mitgliedschaft in der Arbeiterwohlfahrt
4.1.7 Der Aufbau der Arbeiterwohlfahrt
4.1.8 Die Finanzierung der Arbeiterwohlfahrt
4.1.9 Die Arbeiterwohlfahrt und die Bildung
4.2 Das Jugendwerk der Arbeiterwohlfahrt
4.2.1 Die Geschichte des Jugendwerks
4.2.2 Das Jugendwerk im Wandel der Zeit
4.2.3 Das Selbstverständnis des Jugendwerks
4.2.4 Die Grundsätze des Jugendwerks
4.2.5 Die Ziele des Jugendwerks
4.2.6 Die Aufgaben des Jugendwerks
4.2.7 Die Mitgliedschaft im Jugendwerk
4.2.8 Der Aufbau des Jugendwerks
4.2.9 Die Finanzierung des Jugendwerks
4.2.10 Die Zusammenarbeit mit der Arbeiterwohlfahrt
4.2.11 Das Jugendwerk und die Bildung
4.3 Die Bildungsarbeit im BJW der AWO W. W.
4.3.1 Der Arbeitskreis Bildung
4.3.2 Die Jugendgruppenleiterschulung
4.3.2.1 Der gesetzliche Auftrag zur Schulung
4.3.2.2 Das Konzept der Jugendgruppenleiterschulung
4.3.2.3 Qualitätsmerkmale eines Jugendgruppenleiters
4.3.2.4 Die Anforderungen an die Ausbilder
4.3.2.5 Die Inhalte der Jugendgruppenleiterschulung
4.3.2.6 Die Methodische Grundsätze der Schulung
4.3.2.7 Die Struktur der Jugendgruppenleiterschulung
5. EIGENE FORSCHUNG
5.1 Die JGL-Schulung des BJW der AWO W. W. 1998
5.1.1 Die Seminarleitung und die Hospitanten /-innen
5.1.2 Das Leitungsteam
5.1.3 Die TeilnehmerInnen
5.1.4 Vorbereitung und Vorüberlegungen zu Schulung
5.1.5 Die Schulungsblöcke
5.1.5.1 Der Block I vom 20.03.98 bis 22.03.98
5.1.5.2 Der Block II vom 27.03.98 bis 29.03.98
5.1.5.3 Der Block III vom 24.04.98 bis 26.04.98
5.1.5.4 Der Block IV vom 20.05.98 bis 24.05.98
5.1.6 Die Auswertung der Schulung
5.2 Die Studie
5.2.1 Intention und Möglichkeiten der Studie
5.2.2 Die Auswertung der Studie
5.2.2.1 Das Interview
5.2.2.2 Die unstrukturierten Beobachtungsprotokolle
5.2.2.3 Die Protokolle der Auswertungsgruppen
5.2.2.4 Der Fragebogen
5.2.2.5 Das strukturierte Beobachtungsprotokoll
5.2.3 Zusammenfassung der Studienergebnisse
6. RESÜMEE
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss des Geschlechts auf das Lern- und Sozialverhalten innerhalb einer Jugendgruppenleiterschulung des Bezirksjugendwerks der Arbeiterwohlfahrt. Ziel ist es, geschlechtsspezifische Verhaltensmuster in Lehr- und Lernsituationen zu analysieren, um das eigene pädagogische Handeln als Teamer kritisch zu reflektieren und gegebenenfalls anzupassen.
3.4.1 Das Verhalten der TeamerInnen
Das Verhalten der TeamerInnen hat einen entscheidenden Einfluß auf die Hierarchiebildung im Seminar. Bei entsprechenden Untersuchungen ließen sich geschlechtstypische Verhaltensweisen der Teamenden feststellen:
• „Nicht alle männlichen Teamer führten endlose Plenumssequenzen durch, aber wenn es einen Teamenden gab, der lange Plenumssequenzen durchführte, mit Vorträgen und ohne Arbeitsgruppen, so war er männlich.
• Wenn es einen Teamenden gab, der sich auf anwesende Frauen als Geschlechtswesen bezog oder sexistische Anspielungen machte, so war dieser männlich.
• Wenn es einen Teamenden gab, der Teilnehmerinnen oder Teilnehmer vor dem Seminar vorführte, so war er männlich.
• Wenn es einen Teamenden gab, der sich vor allem als Experte darstellte, so war dieser männlich.
• Wenn es Teamende gab, die eher kreative Methoden einsetzten und häufiger Methodenwechsel bei der Durchführung des Seminars praktizierten, so waren sie weiblich.
• Wenn es Teamende gab, die stärker die Kritik der Teilnehmenden einforderten und sich mit dieser auseinandersetzten, so waren sie weiblich“
(Derichs-Kunstmann, 1996, S. 23 – 24).
2. EINLEITUNG: Der Autor erläutert seine persönliche Motivation für das Thema Geschlecht in der Sozialarbeit und beschreibt den methodischen Ansatz seiner Untersuchung im Jugendwerk.
3. BEGRIFFSDEFINITIONEN UND FORSCHUNGEN: Hier werden zentrale Begriffe wie Geschlecht, Bildung und außerschulische Bildungsarbeit definiert und der aktuelle Forschungsstand zum geschlechtsspezifischen Verhalten diskutiert.
4. INSTITUTIONSKUNDE: Dieses Kapitel stellt die Struktur, Geschichte und Bildungskonzeption der Arbeiterwohlfahrt sowie des Jugendwerks detailliert dar.
5. EIGENE FORSCHUNG: Der Autor beschreibt die konkrete Planung, Durchführung und Auswertung der untersuchten Jugendgruppenleiterschulung inklusive der verwendeten methodischen Instrumente.
6. RESÜMEE: Hier erfolgt eine Synthese der eigenen Forschungsergebnisse mit der Literatur, gefolgt von einer Reflexion über die Konsequenzen für die pädagogische Praxis.
Geschlecht, Bildung, außerschulische Bildungsarbeit, Jugendgruppenleiterschulung, Arbeiterwohlfahrt, Jugendwerk, Rollenverhalten, Koedukation, Sozialverhalten, Lernverhalten, Geschlechterhierarchie, Teilnehmerorientierung, Emanzipation.
Die Arbeit untersucht den Einfluss des Geschlechts auf das soziale Lernverhalten innerhalb von Bildungsveranstaltungen, speziell am Beispiel einer Jugendgruppenleiterschulung.
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse von Geschlechterrollen in Gruppen, der pädagogischen Bildungskonzeption des Jugendwerks und der praktischen Reflexion von Gruppenprozessen.
Das Hauptziel besteht darin, unbewusste geschlechtsspezifische Verhaltensmuster bei Teilnehmenden und Leitern zu identifizieren, um eine geschlechtergerechte Didaktik zu fördern.
Es handelt sich um eine qualitative Studie, die auf teilnehmender Beobachtung, Interviews, Fragebögen und strukturierten Beobachtungsprotokollen basiert.
Neben einer theoretischen Fundierung der Begriffe Geschlecht und Bildung erfolgt eine detaillierte Institutionskunde sowie die Dokumentation und Auswertung der beobachteten Schulungsreihe.
Die wichtigsten Begriffe sind Geschlecht, Sozialverhalten, außerschulische Bildungsarbeit, Jugendwerk, Koedukation und Rollenmuster.
Die Forschung zeigt, dass sich zu Beginn der Schulung oft klassische Rollenmuster zeigen, diese aber durch gezielte, teilnehmerorientierte Methoden im Verlauf abnehmen und die Atmosphäre kooperativer wird.
Der Autor betont, dass eine unreflektierte Leitung unbewusst Hierarchien verstärken kann, weshalb die ständige Auseinandersetzung mit dem eigenen Verhalten für eine emanzipatorische Bildungsarbeit unabdingbar ist.
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