Magisterarbeit, 2007
115 Seiten, Note: 1,9
0. Einleitung
0.1. Aufbau der Arbeit
1.0. Grundlagen der deiktischen und anaphorischen Analyse
1.1. Referenzbegriff
1.1.1. Bedeutung und Sinn
1.2. Die Identifizierbarkeit des Referenten
1.2.1. Referenzbereiche
1.3. Aspekte der Referenz
1.3.1. Deixis und Koreferenz
1.3.2. Anaphorik und Koreferenz
1.3.3. Deiktische und anaphorische Referenz
1.3.3.1. Deiktische Referenz
1.3.3.2. Anaphorische Referenz
1.4. Das allgemeine sprachtheoretische Konzept Bühlers und das Organon – Modell
1.4.1. Nennwörter und Zeigwörter
1.4.1.1. Nennwörter
1.4.1.2. Zeigwörter
1.4.1.3. Modi des Zeigens
2.0. Deixis
2.1. Definition der Deixis
2.1.1. Die Grundstruktur des deiktischen Systems
2.1.2. Deiktische Ausdrücke
2.1.3. Kategorien der Deixis
2.2. Lokaldeixis
2.2.1. Lokaldeiktische Ausdrücke
2.2.2. Kategorisierung der Lokaldeixis
2.2.2.1. Proximale Lokaldeixis
2.2.2.2. Distale Lokaldeixis
2.2.2.3. Beispiele für proximale und distale Lokaldeixis
2.2.3. Subkategorisierung der Lokaldeixis
2.2.3.1. Analogische Lokaldeixis
2.3. Temporaldeixis
2.3.1.. Definition der Temporaldeixis
2.3.2. Subkategorisierung der Temporaldeixis
2.3.2.1. Vergangenheits- und zukunftsbezogene Temporaldeixis
2.4. Personaldeixis
2.5. Sozialdeixis
2.5.1. Anredeformen und ihre Verwendung im Deutschen
2.6. Diskursdeixis
2.6.1. Theoretischer Rahmen und die Definition der Diskursdeixis
2.6.2. Beispiele für Diskursdeixis
3.0. Anapher
3.1. Definition der Anapher
3.2. Diskursdeixis vs. Anapher
3.3. Kategorien der Anapher
3.3.1. Syntaktische Anapher
3.3.2. Semantische Anapher
3.3.3. Pragmatische Anapher
3.4. Der bestimmte Artikel in anaphorischer Funktion
3.4.1. Anapher im Diskurs
3.5. Indirekte Anapher
3.6. Ausdrucksmittel der Anapher/Katapher
3.7. Katapher
3.7.1. Kataphorika
3.7.2. Kategorien der Katapher
Die vorliegende Arbeit untersucht den Gebrauch und die Funktion der sprachlichen Phänomene Deixis und Anapher, um eine präzise terminologische Abgrenzung zwischen diesen beiden in der linguistischen Forschung oft unklar interpretierten Konzepten zu ziehen und deren Rolle im mündlichen und schriftlichen Erzählen zu erörtern.
1.1. Referenzbegriff
Referenz bezeichnet die Beziehung zwischen einem sprachlichen Ausdruck und dem damit genannten Inhalt der außersprachlichen Realität, die uns die sprachliche Bezugnahme auf Aspekte wie Personen, Gegenstände, Zustände und Zeitpunkte ermöglicht. Es wurde bereits darauf hingewiesen, dass die sprachlichen Erscheinungen Deixis und Anapher, ohne auf den Begriff der Referenz einzugehen, nicht zu erfassen sind. Allerdings sollte man deshalb nicht zum Schluss kommen, dass die Referenz nur mithilfe deiktischer und anaphorischer Ausdrücke anzuwenden sei. Der folgende Satz soll aufzeigen, dass ohne anaphorische und deiktische Ausdrücke auf Gegenstände sowie Sachverhalte Bezug genommen werden kann:
1. Rauchen schadet der Gesundheit!
Wie der Satz zeigt, sind weder deiktische Ausdrücke wie hier, jetzt, ich, noch anaphorische Ausdrücke bzw. Wiederholung oder ein Bezug auf ein vorerwähntes sprachliches Element vorhanden. Um den Referenzbegriff ostentativ beschreiben zu können, ist es konsequent, Freges Auffassung zur Unterscheidung zwischen „Bedeutung und Sinn“ bzw. Referenz und Sinn, an die sich vor allem Autoren besonders mit sprachphilosophischem Interesse wenden, darzustellen.
0. Einleitung: Die Einleitung führt in die Schwerpunkte Deixis und Anapher ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, eine klare Abgrenzung dieser linguistischen Phänomene vorzunehmen.
1.0. Grundlagen der deiktischen und anaphorischen Analyse: Dieses Kapitel klärt grundlegende Begriffe wie Referenz und Koreferenz und führt in das sprachtheoretische Organon-Modell von Karl Bühler ein.
2.0. Deixis: Es folgt eine detaillierte Definition und Kategorisierung der Deixis, wobei klassische Arten wie Lokal-, Temporal- und Personaldeixis sowie erweiterte Formen wie Sozial- und Diskursdeixis analysiert werden.
3.0. Anapher: Der abschließende Hauptteil widmet sich der Definition der Anapher, ihrer Abgrenzung zur Diskursdeixis sowie den verschiedenen Kategorien der direkten und indirekten Anapher und Katapher.
Deixis, Anapher, Referenz, Koreferenz, Karl Bühler, Organon-Modell, Diskursdeixis, Lokaldeixis, Temporaldeixis, Personaldeixis, Sozialdeixis, Katapher, indirekte Anapher, syntaktische Anapher, pragmatische Anapher
Die Arbeit befasst sich mit der linguistischen Untersuchung der Phänomene Deixis und Anapher und deren Abgrenzung zueinander.
Im Zentrum stehen die Referenztheorie, das sprachtheoretische Konzept von Karl Bühler sowie die Kategorisierung deiktischer und anaphorischer Ausdrücke.
Das Ziel ist eine klare terminologische Unterscheidung zwischen Deixis und Anapher sowie die Klärung ihrer Funktionen in Sprache und Text.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Analyse der einschlägigen Fachliteratur und der Untersuchung zahlreicher linguistischer Beispielsätze.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen, die detaillierte Beschreibung der Deixis-Kategorien und die Analyse anaphorischer sowie kataphorischer Strukturen.
Wesentliche Begriffe sind Deixis, Anapher, Referenz, Diskursdeixis, Katapher, Koreferenz und das Bühlersche Organon-Modell.
Die Autorin argumentiert gegen die Einstufung als reine Sonderform der Deixis oder der Anapher und klassifiziert sie aufgrund ihrer spezifischen diskursiven Funktion als eigenständige Kategorie.
Während direkte Anaphern auf einer referenzidentischen Wiederaufnahme (Koreferenz) basieren, beruhen indirekte Anaphern auf komplexen sprachlichen Beziehungen wie lexikalischer Sinnidentität (slopy identity) ohne direkte referenzielle Identität.
Bühlers Konzept dient als theoretischer Auslöser für die ostentative Unterscheidung zwischen Zeigfeld und Symbolfeld und bildet das Fundament für die Kategorisierung deiktischer Sprachzeichen.
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