Diplomarbeit, 2007
81 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Bedeutung von Humankapital für die wertorientierte Unternehmensführung
2.1 Definition des Begriffes „Humankapital“
2.2 Konzept der wertorientierten Unternehmensführung
2.2.1 Ziel und Grundgedanke
2.2.2 Werttreibermanagement
2.3 Einordnung von Humankapital in das Werttreibermanagement
3. Value Reporting zur Kommunikation wertorientierter Unternehmensführung
3.1 Begriff und Einordnung
3.2 Grundsätze für das Value Reporting
3.3 Aufbau eines Value Reporting-Systems
3.4 Berichterstattung über das Humankapital als Beitrag für das Value Reporting (Human Value Reporting)
4. Ausgewählte Ansätze zur Bewertung von Humankapital und ihre Eignung für das Value Reporting
4.1 Überblick – Bewertungsansätze von Humankapital
4.2 Darstellung ausgewählter Ansätze zur Bewertung von Humankapital
4.2.1 Marktwertorientierter Ansatz: Tobins’s q
4.2.2 Accountingorientierter Ansatz: Human Resource Accounting (HRA)
4.2.3 Indikatorenbasierter Ansatz: Skandia Navigator
4.2.4 Value Added orientierter Ansatz: WorkonomicsTM-Konzept
4.2.5 Ertragsorientierter Ansatz: Calculated Intangible Value (CIV)
4.2.6 Kombinierter Ansatz: „Saarbrücker Formel“
4.3 Eignung der Ansätze zur Bewertung von Humankapital für das Value Reporting
4.3.1 Eignung gemäß dem Kriterium der Klarheit
4.3.2 Eignung gemäß dem Kriterium der Vergleichbarkeit
4.3.3 Eignung gemäß dem Kriterium der Segmentierung
4.3.4 Eignung gemäß dem Kriterium der Zukunftsorientierung
5. Fazit
Das Hauptziel dieser Diplomarbeit besteht darin, verschiedene Verfahren zur Bewertung von Humankapital im Kontext einer wertorientierten Unternehmensführung zu analysieren und deren Eignung für eine externe kapitalmarktorientierte Berichterstattung (Value Reporting) zu bewerten. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Anwendbarkeit, Aussagekraft und Transparenz der gewählten Bewertungsmodelle im Sinne eines "Human Value Reportings".
4.2.1 Marktwertorientierter Ansatz: Tobins’s q
Das Verfahren des Tobins’s q stammt ursprünglich aus der Investitionstheorie und diente hier der Beurteilung von unternehmerischen Investitionsentscheidungen. Die vom Nobelpreisträger und Wirtschaftswissenschaftler James Tobin entwickelte Kennzahl wird allerdings auch zur indirekten Ermittlung des Humankapitals börsennotierter Unternehmen herangezogen.82
Grundlage des Ansatzes ist die namensgebende Verhältniszahl q. Diese ergibt sich aus dem Verhältnis von Marktwert und Wiederbeschaffungskosten des Kapitalbestandes:
Der Zähler der Formel bildet den Marktwert bzw. die Börsenkapitalisierung des Unternehmens ab. Der Wert ergibt sich dabei aus dem Produkt der Anzahl an Unternehmensaktien und dem aktuellen Börsenwert einer Aktie. Der Nenner entspricht dem Wiederbeschaffungswert des Anlagevermögens.
Tobins’s q nimmt immer einen positiven Wert an und gibt nach dem Modell aus der Investitionstheorie das Maß für die Investitionsfreudigkeit von Unternehmen an. Bei einem Wert q < 1 bewertet der Markt den Kapitalbestand niedriger als die Wiederbeschaffungskosten und honoriert Investitionen (z.B. das Leistungspotenzial der Mitarbeiter) nicht. Ein hoher Wert für q (q > 1) bedeutet, dass ein Unternehmen an der Börse teurer gehandelt wird als die Summe seines Vermögens ausmacht. Dies impliziert immaterielle Vermögensgegenstände im Unternehmen wie z.B. Humankapital. Außerdem wird dadurch ausgedrückt, dass der Markt „...gewinnträchtige Investitionen zum Beispiel in Qualifikation honoriert“.83
1. Einleitung: Dieses Kapitel stellt die steigende Bedeutung von Humankapital als strategische Ressource dar und leitet die Notwendigkeit ab, diesen Erfolgsfaktor monetär für die Unternehmenssteuerung und Kommunikation messbar zu machen.
2. Bedeutung von Humankapital für die wertorientierte Unternehmensführung: Hier werden Definitionen des Humankapitals erläutert und das Konzept des Werttreibermanagements vorgestellt, welches den Rahmen für die strategische Nutzung menschlicher Ressourcen bildet.
3. Value Reporting zur Kommunikation wertorientierter Unternehmensführung: Dieses Kapitel definiert das Value Reporting als Instrument der externen Kommunikation und legt die Grundsätze sowie den Aufbau eines entsprechenden Systems fest, welches auch Informationen über nicht bilanzierte Werte umfasst.
4. Ausgewählte Ansätze zur Bewertung von Humankapital und ihre Eignung für das Value Reporting: Der Hauptteil bietet eine Kategorisierung der Bewertungsverfahren (marktwert-, accounting-, indikator-, value-added- und ertragsorientierte Ansätze) und untersucht diese anhand der Kriterien Klarheit, Vergleichbarkeit, Segmentierung und Zukunftsorientierung.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und beurteilt die Eignung der vorgestellten Verfahren, wobei sich die Saarbrücker Formel als am besten für das Value Reporting geeignet herauskristallisiert.
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Die Arbeit befasst sich mit der Herausforderung, den "Erfolgsfaktor Mensch" bzw. das Humankapital quantifizierbar zu machen, um es im Rahmen einer wertorientierten Unternehmensführung strategisch zu steuern und extern kommunizieren zu können.
Die Themenfelder umfassen die wertorientierte Unternehmensführung, das Value Reporting (die Kommunikation wertrelevanter Informationen), die Klassifizierung von Humankapital-Bewertungsmethoden sowie deren praktische Eignung für eine transparente Berichterstattung.
Ziel ist es, verschiedene Ansätze zur Bewertung von Humankapital systematisch vorzustellen und anhand von AKEU-Grundsätzen zu analysieren, um festzustellen, welche Methoden für eine kapitalmarktorientierte Berichterstattung (Value Reporting) am besten geeignet sind.
Es wird eine analytische Untersuchung durchgeführt, bei der verschiedene Bewertungsansätze (z.B. Tobins's q, HRA, Skandia Navigator) anhand von Kriterien wie Klarheit, Vergleichbarkeit, Segmentierung und Zukunftsorientierung bewertet und auf einer Skala verglichen werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine systematische Darstellung gängiger Bewertungsmodelle und eine kritische Eignungsanalyse, die aufzeigt, wie diese Verfahren zur Dokumentation des Humankapitalwertes beitragen können.
Essenzielle Begriffe sind neben dem Humankapital vor allem die Begriffe Value Reporting, Shareholder Value, Werttreiber sowie spezifische Ansätze wie die Saarbrücker Formel und das Human Resource Accounting.
Die Saarbrücker Formel zeichnet sich durch eine Synthese aus marktwert-, accounting- und indikatorenbasierten Komponenten aus und berücksichtigt explizit weiche Faktoren wie Motivation und Bindung, was sie als besonders transparent und zukunftsorientiert auszeichnet.
Investoren benötigen über herkömmliche Finanzdaten hinausgehende, zukunftsorientierte Informationen über immaterielle Werttreiber, um den wahren Unternehmenswert besser einschätzen und fundierte Investitionsentscheidungen treffen zu können.
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