Magisterarbeit, 2007
88 Seiten, Note: 1,6
Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache)
1. Einleitung
2. Bestimmung und Struktur des Begriffes Verantwortung
2.1. Einführende Überlegungen
2.2. Zwei begriffliche Verwendungsweisen von Verantwortung
2.2.1. Die konstituierende Bedeutung des Verantwortungsbegriffs
2.2.2. Die evaluierende Bedeutung des Verantwortungsbegriffs
2.3. Der Gegenstand von Verantwortung
2.4. Der Träger von Verantwortung
3. Verantwortung für Handlungen
3.1. Die Bedingung der Freiheit für die Zuschreibung von Verantwortung
3.2. Die Bedingung der Kontrolle für die Zuschreibung von Verantwortung
3.3. Die epistemische Bedingung für die Zuschreibung von Verantwortung
3.3.1. Das Wissen von den Umständen der Handlung
3.3.2. Das Wissen von den Konsequenzen der Handlung
3.3.3. Bewusstheit und Intersubjektivität als Komponenten von Wissen
3.3.4. Rationale Wissenserwartungen
3.4. Exkurs: Die Bedeutung der Person für Verantwortung
4. Wissen und Wahrheit
4.1. Wissen und Skepsis
4.2. Wahrheit und Rechtfertigung
4.3. Bedeutung von Wahrheit
5. Schlussbemerkungen
5.1. Verantwortung und Wahrheit
5.2. Ausblick
Die Arbeit untersucht das philosophische Verständnis von Verantwortung und dessen enge Verknüpfung mit Wissen und Wahrheit. Das primäre Ziel ist es, die epistemischen Bedingungen für die Zuschreibung von Verantwortung an Personen zu erhellen und aufzuzeigen, dass verantwortliches Handeln essenziell auf der Wahrheit des beanspruchten Wissens beruht.
3.3. Die epistemische Bedingung für die Zuschreibung von Verantwortung
Während die bisher skizzierten Überlegungen zu den Zuschreibungsbedingungen für Verantwortung vor allem dem angesprochenen Aspekt der Freiwilligkeit bei Handlungen Rechnung getragen haben, soll nun eine Bedingung in das Zentrum dieser Arbeit rücken, die ein anderes wesentliches Moment unseres menschlichen Handelns in den Blick nimmt. Zentral wird dieses Moment durch den Fokus dieser Arbeit, Wahrheitsimplikationen in unserem Verständnis von Verantwortung darzustellen. Nicht zuletzt aus diesem Grund soll die sogenannte epistemische Bedingung für die Zuschreibung von Verantwortung nachfolgend eine eingehendere Betrachtung erfahren.
Vergegenwärtigen wir uns einleitend zwei Behauptungen: A) Wer nicht wusste, was er tat, kann dafür nicht verantwortlich gemacht werden. Der Kern dieser Aussage liegt dabei in der intuitiven Vorstellung, jemand müsse ‚wissen, was er tat‘, damit er auch dafür verantwortlich sein kann. Damit ist zunächst nur gemeint, eine handelnde Person besitze bei der Ausführung ein bestimmtes Wissen über die Art und die Folgen seiner Handlung, und dieses Wissen sei eine notwendige Voraussetzung für eine entsprechende Verantwortung in Bezug auf diese Handlung. In diesem Sinne soll untersucht werden, welche Art von Wissen hier möglicherweise gemeint ist und inwiefern dieses Wissen als eine Bedingung für die Zuschreibung von Verantwortung gelten kann.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Allgegenwart von Verantwortungsfragen im gesellschaftlichen Diskurs und führt die zentrale These ein, dass Verantwortung untrennbar mit Wissen und Wahrheit verbunden ist.
2. Bestimmung und Struktur des Begriffes Verantwortung: Dieses Kapitel unterscheidet zwischen einer konstituierenden und einer evaluierenden Bedeutung von Verantwortung und analysiert Gegenstand sowie Träger von Verantwortung.
3. Verantwortung für Handlungen: Hier werden die Bedingungen für die Zuschreibung von Verantwortung – Freiheit, Kontrolle und Wissen – detailliert untersucht, wobei der Schwerpunkt auf der epistemischen Bedingung liegt.
4. Wissen und Wahrheit: Dieses Kapitel erörtert die erkenntnistheoretischen Aspekte von Wissen und Wahrheit, um zu zeigen, warum Wahrheit ein notwendiger Bestandteil von Wissen ist.
5. Schlussbemerkungen: Die Schlussbemerkungen fassen die Argumente zusammen und konkretisieren den asymmetrischen Zusammenhang zwischen Verantwortung und der Wahrheit des Wissens.
Verantwortung, Wahrheit, Wissen, Handlungen, Zuschreibung, Freiheit, Kontrolle, epistemische Bedingung, Person, moralischer Akteur, Rechtfertigung, Zurechenbarkeit, Wahrheitstheorie, Intentionalität, Rationalität.
Die Arbeit untersucht das philosophische Konzept der Verantwortung und arbeitet heraus, unter welchen Bedingungen wir Menschen für ihre Handlungen verantwortlich machen können, wobei ein besonderer Fokus auf dem Wissen des Handelnden liegt.
Die zentralen Themen sind die begriffliche Struktur von Verantwortung, die Analyse der Bedingungen für verantwortliches Handeln (Freiheit, Kontrolle, Wissen) und die erkenntnistheoretische Verknüpfung von Wissen und Wahrheit.
Das Ziel ist es, die epistemische Bedingung für die Zuschreibung von Verantwortung zu erhellen und zu belegen, dass verantwortliches Handeln auf einer wahren Wissensgrundlage basiert.
Die Arbeit verfolgt ein systematisches, philosophisch-analytisches Vorgehen, das zentrale Begriffe definiert, Bedingungen strukturiert und sich in der Auseinandersetzung mit klassischer und moderner philosophischer Literatur bewegt.
Der Hauptteil gliedert sich in die formale Bestimmung von Verantwortung, die Analyse der Zuschreibungsbedingungen (Freiheit, Kontrolle, epistemische Komponente) sowie die Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Wissen und Wahrheit.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Verantwortung, Wissen, Wahrheit, moralische Zurechnung, Handlung, Freiheit, Kontrolle und der Begriff der Person.
Der Autor argumentiert, dass Personen in der Regel die primären Träger von Verantwortung sind, da sie über spezifische Fähigkeiten zur rationalen Begründung ihres Handelns und zur Teilnahme an sozialen, normativen Interaktionen verfügen.
Die Arbeit differenziert zwischen einer konstituierenden Verantwortung (Zurechnungsfähigkeit als notwendige Bedingung) und einer evaluierenden Verantwortung (moralische Bewertung des Handelns).
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