Diplomarbeit, 2005
111 Seiten, Note: 1,5
1 Vorwort
2 Besonderheiten der Elektrizitätswirtschaft
2.1 Physikalische Eigenschaften von Energie
2.2 Wirtschaftliche Eigenschaften des Produktes Strom
3 Die Entwicklung der Deregulierung der Elektrizitätswirtschaft
3.1 Die EU-Binnenmarktrichtlinie 96/92/EG
3.2 Gründe für die Liberalisierung
3.2.1 Grundlagen und historische Entwicklung bis zur Richtlinie
3.2.2 Zentrale Punkte der Elektrizitätsbinnenmarktrichtlinie
3.3 Das ElWOG 1998
3.3.1 Ziele und gemeinwirtschaftliche Verpflichtungen
3.3.2 Entflechtung und Transparenz
3.3.3 Organisation des Netzzugangs
3.3.4 Umsetzung in den Ländern
3.3.5 Umsetzung in den Betrieben
3.4 Das ElWOG 2000
3.4.1 Energieliberalisierungsgesetz
3.4.2 Ziele des Bundesgesetzes
3.4.3 Die vollständige Marktöffnung
3.4.4 Regelzonen, Regelzonenführer
3.4.5 Bilanzgruppe, Marktteilnehmer, Marktregeln
3.4.6 Marktmodell
3.4.7 Umsetzung in den Betrieben
3.5 Die Regulierungsbehörden
3.5.1 Einführung einer Regulierungsbehörde
3.5.2 Die Energie-Control GmbH
3.5.3 Die Energie-Control Kommission
3.6 Liberalisierung des Strommarktes im EU-Vergleich
3.7 Die Beschleunigungsrichtlinie 2003/54/EG
3.7.1 Zentraler Punkt der neuen Richtlinie
3.7.2 Stand der Umsetzung der Richtlinie in Österreich
4 Auswirkungen der Liberalisierung auf die EVU in Österreich
4.1 Konzentration am europäischen Strommarkt
4.2 Vom Versorgungsunternehmen zum Dienstleister
4.2.1 Wettbewerb und Marktentwicklung
4.2.2 Synergieeffekte durch Konzentration
4.2.3 Veränderung des Beschäftigtenstandes
4.3 Umstrukturierung der österreichischen Stromlandschaft
4.3.1 Zusammenschlüsse, Beteiligungen und Kooperationen
4.3.2 Die „österreichische Stromlösung“ – Energie Austria
4.4 Auswirkungen der Liberalisierung bei der LINZ AG
4.4.1 Zusammenschlüsse und Kooperationen
4.4.2 Veränderung der IT-Landschaft
4.4.3 Trennung von Netzbereich und Vertrieb
5 Legal Unbundling
5.1 Der Begriff Unbundling
5.2 Vorgaben und Motive der Europäischen Union
5.3 Rechtliche Grundlagen
5.3.1 Europäische Union
5.3.2 Österreich
5.4 Die Entflechtungsregelung der Europäischen Union
5.4.1 Buchhalterisches Unbundling
5.4.2 Informatorisches Unbundling
5.4.3 Organisatorisches Unbundling
5.4.4 Rechtliches Unbundling (Legal Unbundling)
5.5 Mögliche Umsetzungen des „Legal Unbundling“
5.5.1 Umsetzungsmodell 1: Ausgliederung
5.5.2 Umsetzungsmodell 2: Betriebsverpachtung
5.5.3 Umsetzungsmodell 3: Betriebsführung
5.6 Legal Unbundling bei der LINZ AG
5.6.1 Voruntersuchung
5.6.2 Umsetzung Pachtmodell
6 Schlussbetrachtung
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der EU-Binnenmarktrichtlinien auf die österreichische Elektrizitätswirtschaft mit besonderem Fokus auf das "Legal Unbundling". Ziel ist es, die notwendigen strukturellen Veränderungen in den Energieversorgungsunternehmen (EVU) zu beleuchten und den Prozess anhand des Praxisbeispiels der LINZ AG konkret darzustellen.
3.2.2.2 Entflechtung (Unbundling)
Der Begriff „Unbundling“ benennt in der leitungsgebundenen Energiewirtschaft die Trennung der Marktbereiche Erzeugung, Vertrieb und Handel von den weiterhin bestehenden natürlichen Monopolbereichen Übertragung und Verteilung. Dies bedeutet die Trennung jener Aktivitäten der gesamten Wertschöpfungskette, die als natürliches Monopol reguliert werden müssen, von jenen Bereichen, bei denen ein Wettbewerb entstehen kann.
Die Wertschöpfungskette der Elektrizitätswirtschaft teilt sich in folgende Aufgabenbereiche:
Erzeugung (Umwandlung einer Energieform in elektrische Energie)
Handel (Kauf und Verkauf von elektrischer Energie auf Höchstspannungsebene)
Übertragung (Transport der elektrischen Energie auf Höchstspannungsebene)
Verteilung (Transport der elektrischen Energie auf Mittel- und Niederspannung)
Vertrieb (Verkauf und Verrechnung der elektrischen Energie an Endverbraucher)
(vgl. PRISCHING 2003, 34).
1 Vorwort: Der Autor führt in die Thematik der Energiemarktliberalisierung ein und erläutert den Wandel der Elektrizitätsversorgungsgesellschaften hin zu modernen Dienstleistungsbetrieben.
2 Besonderheiten der Elektrizitätswirtschaft: Das Kapitel behandelt die physikalischen und wirtschaftlichen Charakteristika des Produktes Strom, die den Wirtschaftssektor von anderen liberalisierten Bereichen unterscheiden.
3 Die Entwicklung der Deregulierung der Elektrizitätswirtschaft: Hier wird der historische Prozess von der EU-Richtlinie 96/92/EG bis hin zum ElWOG 2000 und der Rolle der Regulierungsbehörden detailliert dargestellt.
4 Auswirkungen der Liberalisierung auf die EVU in Österreich: Dieser Abschnitt analysiert die Konzentration auf dem Strommarkt und den Strukturwandel bei österreichischen Energieversorgungsunternehmen unter Einbezug der LINZ AG.
5 Legal Unbundling: Das Kapitel erläutert den rechtlichen Begriff des Unbundling, die spezifischen Anforderungen der EU sowie mögliche Umsetzungsmodelle in der Praxis.
6 Schlussbetrachtung: Der Autor fasst die Ergebnisse zusammen und zieht ein positives Fazit hinsichtlich der Umsetzung der Marktöffnung, weist jedoch auf die Herausforderungen bei der praktischen Umsetzung des Unbundling hin.
Strommarktliberalisierung, Elektrizitätswirtschaft, Unbundling, Legal Unbundling, ElWOG, E-Control, Netzbetreiber, Energieversorgungsunternehmen, LINZ AG, Wettbewerb, Marktöffnung, Energieerzeugung, Energievertrieb, Netzzugang, Regulierungsbehörde
Die Arbeit untersucht den Prozess und die Auswirkungen der Liberalisierung des österreichischen Strommarktes sowie die regulatorischen Anforderungen an die Entflechtung von Unternehmensbereichen.
Die zentralen Themen sind die europäische und nationale Gesetzgebung zur Energiemarktliberalisierung, die Entflechtungsmodelle (Unbundling) und deren Auswirkungen auf die Organisationsstruktur von Energieversorgungsunternehmen.
Das Ziel ist es, den theoretischen Hintergrund der Marktliberalisierung mit der praktischen Umsetzung in österreichischen Unternehmen zu verknüpfen, insbesondere durch die Darstellung des "Legal Unbundling" bei der LINZ AG.
Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse der regulatorischen Rahmenbedingungen ergänzt durch eine Fallstudienanalyse der LINZ AG zur Veranschaulichung der praktischen Umsetzung.
Der Hauptteil beleuchtet die historische Entwicklung der Deregulierung, die veränderten Marktstrukturen, die Rolle der E-Control sowie die verschiedenen Modelle zur rechtlichen Entflechtung (Ausgliederung, Verpachtung, Betriebsführung).
Schlüsselbegriffe sind vor allem Marktliberalisierung, Legal Unbundling, ElWOG, E-Control, Netzbetreiber und EVU-Strukturwandel.
Es erfordert tiefgreifende organisatorische und IT-technische Anpassungen, um die Trennung von wettbewerblichen Bereichen (Vertrieb/Erzeugung) und natürlichen Monopolbereichen (Netzbetrieb) diskriminierungsfrei zu gestalten.
Die LINZ AG entschied sich für das Modell der Betriebsverpachtung, bei dem eine neu gegründete Netzbetriebsgesellschaft m.b.H. die Betriebsmittel des Netzes pachtet, um den Anforderungen der EU-Richtlinien gerecht zu werden.
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