Bachelorarbeit, 2007
44 Seiten, Note: 2.0
1. Einleitung
2. Fertilität und Erwerbstätigkeit im Vergleich zwischen Frankreich, Schweden und Deutschland
2.1 Fertilitätsziffern
2.2 Erwerbstätigenquote von Frauen und Männern ohne betreuungsbedürftige Kinder
2.3 Erwerbstätigenquoten von Frauen und Männern mit einem betreuungsbedürftigen Kind
2.4 Erwerbtätigenquote von Frauen und Männern mit zwei oder mehr betreuungsbedürftigen Kindern
2.5 Reale und gewünschte Erwerbsmuster in Frankreich und Deutschland
2.6 Zusammenfassende Bewertung
3. Familienpolitische Maßnahmen zur Geburtenförderung in Frankreich, Schweden und Deutschland
3.1 Einkommenssteuerberechnung
3.2 Erziehungsfreistellung und Einkommensersatzleistungen im Vergleich
3.2.1 Elternzeit
3.2.2 Einkommensersatzleistungen während der Elternzeit
3.2.3 Zusammenfassende Bewertung der Regelungen zur Elternzeit und zum Elterngeld im Ländervergleich
3.3 Struktur und Dichte außerfamiliärer Kinderbetreuungseinrichtungen
3.3.1 Betreuung von Kindern im Alter zwischen null und drei Jahren
3.3.2 Betreuung von Kindern im Alter zwischen drei und sechs Jahren
3.3.3 Zusammenfassende Bewertung der außerfamiliären Kinderbetreuungseinrichtungen im Ländervergleich
4. Bewertung der familienpolitischen Maßnahmen hinsichtlich ihres Einflusses auf das generative Verhalten im Kontext der Vereinbarkeit von Familie und Beruf
5. Fazit
Ziel dieser Arbeit ist es, die familienpolitischen Rahmenbedingungen in Frankreich, Schweden und Deutschland zu vergleichen, um zu analysieren, durch welche spezifischen Maßnahmen eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf erreicht wird, die das generative Verhalten der Bevölkerung positiv beeinflusst.
3.1 Einkommenssteuerberechnung
Die steuerrechtliche Begünstigung von Familien oder verheirateten Paaren erfolgt lediglich in Frankreich in Form des quotient familial (Familiensplitting) und in Deutschland in Form des Ehegattensplittings. Beide Formen stehen jeweils der Individualbesteuerung als Alternative gegenüber. Bei der Einkommenssteuerberechnung durch das Familiensplitting in Frankreich wird der so genannte Familienquotient zur Errechnung der Steuerlast miteinbezogen. Der Familienquotient ist die Summe der Quotienten der einzelnen Familienmitglieder. Hierbei werden die Ehepartner mit einem Quotienten von 1,0 und Kinder bis zum 25. Lebensjahr mit einem Quotienten von 0,5 bewertet. Ab dem dritten Kind wird ein zusätzlicher Quotient von 0,5 mit angerechnet.
Bei der Berechnung der Steuerlast wird zuerst das Familieneinkommen zusammenaddiert und anschließend durch den Familienquotienten, d.h. durch den Splittingdivisor, geteilt. Auf den daraus resultierenden Betrag wird der Steuersatz erhoben und mit dem Familienquotienten multipliziert, woraus sich letztlich die endgültige Steuerschuld ergibt. Für Paare ohne Kinder wirkt das Familiensplitting in Frankreich wie das Ehegattensplitting in Deutschland, da hierbei keinerlei Rücksicht auf die Anzahl der Kinder genommen wird, sondern lediglich auf die Tatsache, dass das Paar verheiratet ist. So wird auch hier zunächst das Einkommen beider Partner addiert, auf die Hälfte der Summe die Steuerlast berechnet und im Anschluss verdoppelt. Demzufolge ist der Steuervorteil beim Ehegattensplitting umso höher, je größer die Diskrepanz der Einkommen beider Partner ist.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des demographischen Wandels und die zentrale Rolle der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein.
2. Fertilität und Erwerbstätigkeit im Vergleich zwischen Frankreich, Schweden und Deutschland: Dieses Kapitel vergleicht die Fertilitätsraten sowie die Erwerbsquoten von Müttern und zeigt die länderspezifischen Unterschiede im generativen Verhalten auf.
3. Familienpolitische Maßnahmen zur Geburtenförderung in Frankreich, Schweden und Deutschland: Hier werden die verschiedenen familienpolitischen Instrumente wie Steuermodelle, Elternzeit und Kinderbetreuung detailliert analysiert und deren Wirksamkeit untersucht.
4. Bewertung der familienpolitischen Maßnahmen hinsichtlich ihres Einflusses auf das generative Verhalten im Kontext der Vereinbarkeit von Familie und Beruf: In diesem Teil erfolgt eine zusammenfassende Bewertung der Wirksamkeit der untersuchten Instrumente zur Förderung des generativen Verhaltens.
5. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und verdeutlicht die Notwendigkeit einer Verzahnung verschiedener Politikfelder für eine familienfreundliche Gesellschaft.
Familienpolitik, Geburtenförderung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Erwerbsbeteiligung von Müttern, Fertilitätsrate, Elterngeld, Elternzeit, Kinderbetreuung, Familiensplitting, Demographischer Wandel, Geschlechterarrangements, Erwerbsmuster, Ländervergleich, Frankreich, Schweden, Deutschland.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen familienpolitischen Maßnahmen und dem generativen Verhalten in Deutschland, Frankreich und Schweden, um zu verstehen, warum einige Länder erfolgreich eine hohe Erwerbsbeteiligung von Müttern mit einer höheren Fertilität verbinden können.
Im Fokus stehen die Erwerbsintegration von Müttern, die Gestaltung von Kinderbetreuungssystemen, die steuerliche Behandlung von Familien sowie Transferleistungen während der Elternzeit.
Ziel ist es zu beantworten, welche spezifischen familienpolitischen Rahmenbedingungen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Frankreich und Schweden so gestalten, dass sie das generative Verhalten der Bevölkerung im Vergleich zu Deutschland positiv beeinflussen.
Die Arbeit nutzt eine komparative Analyse, bei der länderübergreifende Daten zu Fertilitätsraten, Erwerbsquoten und institutionellen Rahmenbedingungen gegenübergestellt und ausgewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine statistische Analyse des Erwerbsverhaltens und eine detaillierte Prüfung der familienpolitischen Instrumente, insbesondere der steuerlichen Begünstigungen, der Elternzeitregelungen und der Dichte außerfamiliärer Kinderbetreuung.
Zentrale Begriffe sind Familienpolitik, Fertilitätsrate, Vereinbarkeit, Erwerbsbeteiligung, Elterngeld und Kinderbetreuung.
Der Vergleich legt nahe, dass insbesondere das mangelnde Angebot an ganztägigen Kinderbetreuungsplätzen und institutionelle Anreize, die Teilzeit oder Erwerbslosigkeit fördern, eine Vollzeiterwerbstätigkeit für Mütter erschweren.
Im Gegensatz zum deutschen Ehegattensplitting berücksichtigt das französische Familiensplitting die Anzahl der Kinder, was insbesondere für Familien mit mittlerem und hohem Einkommen einen Anreiz zur Familiengründung darstellt.
Neben finanziellen Anreizen wird vor allem der Ausbau von qualitativ hochwertigen, ganztägigen außerfamiliären Betreuungsstrukturen als entscheidender Faktor identifiziert, der Müttern die Rückkehr in den Beruf ermöglicht.
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