Diplomarbeit, 2006
75 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Gang der Untersuchung
2. Theoretische Grundlagen von Mergers & Acquisitions
2.1. Begriffliche Abgrenzung
2.2. Ziele und Motive von M&A
2.2.1. Allgemeine Ziele von M&A
2.2.2. Wertsteigernde- und Managementmotive
2.3. Klassifizierung von M&A
2.3.1. Grad der Bindungsintensität
2.3.2. Richtung der Diversifikation
2.3.3. Grad der Zustimmung
2.4. Das Phasenmodell eines M&A
2.4.1. Strategische Analyse- und Planungsphase (Pre-Merger)
2.4.2. Transaktionsphase (Merger)
2.4.3. Integrationsphase (Post-Merger)
2.5. Erfolgsfaktoren bei M&A
3. Theoretische Grundlagen der Unternehmenskultur
3.1. Begriffliche Abgrenzung
3.2. Das Drei-Ebenen-Modell der Unternehmenskultur
3.2.1. Artefakte
3.2.2. Bekundete Werte und Normen
3.2.3. Grundannahmen
3.3. Funktionen der Unternehmenskultur
3.3.1. Originäre Funktionen
3.3.2. Derivate Funktionen
3.4. Positive und negative Effekte der Unternehmenskultur
4. Die Rolle der Unternehmenskultur im Post-Merger-Management
4.1. Aufgabe und Organisation des Post-Merger-Managements
4.2. Interkulturelle Problemfelder in der Post-Merger-Phase
4.2.1. Kulturkollision
4.2.2. Das Merger-Syndrom
4.2.3. Die Bedeutung der Unternehmenskultur in Abhängigkeit des Integrationsgrades
4.3. Post-Merger Integrationsmodelle
4.3.1. Akkulturation - Nahavandi/ Malekzadeh
4.3.2. Merger-Instabilität – Olie
4.3.3. Kulturkompatibilität - Cartwright/ Cooper
4.3.4. Kulturähnlichkeiten - Keller
4.3.5. Kulturbeeinflussung - Buono/Bowditch
4.3.6. Kritische Würdigung der Integrationsmodelle
5. Schlussbetrachtung
Ziel dieser Arbeit ist es, die aus der Unternehmenskultur resultierenden Gründe für auftretende Probleme bei Mergers & Acquisitions (M&A) in der Integrationsphase zu erarbeiten und die Bedeutung der Unternehmenskultur für ein erfolgreiches Post-Merger-Management herauszustellen. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf das Gelingen der Integration zweier Unternehmenskulturen und die Tauglichkeit existierender Integrationsmodelle.
4.2.1. Kulturkollision
Eine „Kulturkollision“ bei Unternehmenskäufen und Fusionen ist immer dann zu erwarten, wenn der Übernahmekandidat in das Käuferunternehmen integriert werden soll bzw. wenn zwei Unternehmen fusionieren. Buono/Bowditch stellen fest, dass „cultural tension and clashes between merging organizations are often the root cause of combination-related difficulties.“ Zunächst zeigt sich eine derartige Konfrontation in den diversen – aus dem Drei-Ebenen-Modell von Schein ableitbaren - kulturellen Artefakten. So können sich die Unternehmen in Abhängigkeit von ihrer Unternehmenskultur unterscheiden in z.B. der Aufbauorganisation, der Ausgestaltung der Informationspolitik, der Organisation der Entscheidungsprozesse, der Form der Entlohnungs- und Beförderungssysteme, der Ausstattung sozialer Einrichtungen, der Architektur und Einrichtung oder auch der Sprachmuster und Rituale. Diese Konfrontation mit fremden Artefakten löst bei den Organisationsmitgliedern einen „Kulturschock“, bedingt durch die Auseinandersetzung mit fremden, ungewohnten kulturellen Annahmen aus. Wie in Kap. 3.2.2. beschrieben sind Verhaltensweisen oder Werte, die auf anderen kulturellen Grundannahmen basieren unvorstellbar und unfassbar. Infolge des Mergers müssen die Organisationsmitglieder sich aber mit diesen auseinandersetzen und es kommt zum „Kulturschock“. Der damit einhergehende Versuch der Interpretation von fremden kulturellen Werten und Grundannahmen verursacht Ängste und Unsicherheiten. Es wird dadurch automatisch ein Infragestellen der bisherigen Grundannahmen, Werte und Normen ausgelöst. Die Angst vor dem Verlust der eigenen kulturellen Orientierungsmuster verursacht bei den Organisationsmitgliedern Selbstzweifel und Orientierungslosigkeit.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik ein, dass ein hoher Prozentsatz von Mergers & Acquisitions aufgrund von Integrationsproblemen scheitert, und erläutert den Gang der Untersuchung.
2. Theoretische Grundlagen von Mergers & Acquisitions: Hier werden Definitionen, Ziele, Motive, Klassifizierungsformen und ein dreistufiges Phasenmodell des M&A-Prozesses dargestellt sowie Erfolgsfaktoren diskutiert.
3. Theoretische Grundlagen der Unternehmenskultur: Dieser Abschnitt erläutert den Kulturbegriff, das Drei-Ebenen-Modell nach Schein sowie die Funktionen und Effekte von Unternehmenskulturen.
4. Die Rolle der Unternehmenskultur im Post-Merger-Management: Dieses Kapitel analysiert die spezifischen Aufgaben des Post-Merger-Managements, interkulturelle Problemfelder wie das Merger-Syndrom und diskutiert fünf theoretische Integrationsmodelle.
5. Schlussbetrachtung: Hier werden die Ergebnisse der Arbeit zusammengefasst, die kritische Würdigung der Modelle dargelegt und ein Ausblick auf zukünftige Forschungsschwerpunkte gegeben.
Mergers & Acquisitions, Unternehmenskultur, Post-Merger-Management, Integrationsphase, Kulturkollision, Merger-Syndrom, Drei-Ebenen-Modell, Akkulturation, organisationales Lernen, Change-Management, Unternehmenserfolg, Unternehmenskauf, Fusion, kulturelle Vielfalt, Unternehmensorganisation.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der zentralen Rolle, die die Unternehmenskultur bei Unternehmenszusammenschlüssen (Mergers & Acquisitions) spielt, und untersucht, warum diese oft als Erfolgsfaktor für den Integrationsprozess unterschätzt wird.
Die zentralen Felder umfassen die betriebswirtschaftlichen Grundlagen von M&A, das Verständnis von Unternehmenskultur durch psychologische Modelle, die Analyse von Integrationsproblemen in der Post-Merger-Phase sowie die Bewertung verschiedener theoretischer Integrationsmodelle.
Das Ziel ist es, die aus der Unternehmenskultur resultierenden Gründe für das Scheitern von Unternehmenszusammenführungen zu erarbeiten und darzulegen, wie ein professionelles Post-Merger-Management kulturelle Anpassungsprozesse erfolgreich gestalten kann.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse, bei der betriebswirtschaftliche und managementtheoretische Quellen zu den Themen M&A, Unternehmenskultur und Integrationsmodelle systematisch ausgewertet und kritisch diskutiert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der M&A-Grundlagen, der theoretischen Konzepte von Unternehmenskultur nach Edgar Schein und einer detaillierten Analyse der Post-Merger-Phase, inklusive der Vorstellung von Akkulturationsmodellen und spezifischen Problemen wie der Kulturkollision.
Die wichtigsten Schlagworte sind Unternehmenskultur, Mergers & Acquisitions, Post-Merger-Management, Akkulturation, Kulturkollision, Merger-Syndrom, Erfolgsfaktoren und Integrationsmodelle.
Das Modell dient als theoretische Grundlage, um die Komplexität von Unternehmenskultur in sichtbare Artefakte, bekundete Werte und unbewusste Grundannahmen zu unterteilen, was das Verständnis für die Schwierigkeiten bei der Verschmelzung zweier Kulturen deutlich erleichtert.
Die Arbeit kritisiert, dass viele Modelle statisch sind und lediglich die Ausgangssituation betrachten, während die Praxis zeigt, dass die Integrationsphase eine eigene Dynamik entwickelt, die durch ein prozessorientiertes Management adäquat gesteuert werden muss.
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