Magisterarbeit, 2005
129 Seiten, Note: 2,15
1 Einführung
1.1 Problemaufriss
1.2 Zielsetzung und Fragestellung
1.3 Hermes-Bürgschaften und die staatliche Exportkreditversicherung
1.4 Aufbau der Untersuchung
1.5 Wissenschaftstheoretische und methodische Einordnung
2 Theoretische Grundlagen der Außenwirtschaft
2.1 Grundlagen der Außenwirtschaft und Außenwirtschaftspolitik
2.1.1 Außenwirtschaft und Außenwirtschaftsfinanzierung
2.1.2 Außenwirtschaftspolitik und Außenwirtschaftsförderung
2.2 Theorie der Außenwirtschaft
3 Außenwirtschaftsförderung der Bundesrepublik Deutschland
3.1 Zielsetzung und Begründung staatlicher Außenwirtschaftsförderung
3.1.1 Zielsetzung staatlicher Fördermaßnahmen
3.1.2 Begründung staatlicher Fördermaßnahmen
3.2 Instrumentarium
3.2.1 Wirkungsweise außenwirtschaftsfördernder Instrumente
3.2.2 Systematisierung außenwirtschaftsfördernder Instrumente
3.2.2.1 Information und Beratung
3.2.2.2 Messeförderung
3.2.2.3 Absicherung und Finanzierung von Exporten
3.2.2.4 Politische Flankierung und Lobbying
3.3 Nationale Institutionen und Akteure der Außenwirtschaftsförderung
3.3.1 Aufgabenverteilung zwischen Staat und Wirtschaft
3.3.2 Staatliche Institutionen
3.3.3 Zwischenstaatliche und nichtstaatliche Institutionen
4 Hermes-Deckungen - Die staatliche Exportkreditversicherung
4.1 Entstehung der staatlichen Exportkreditversicherung
4.2 Hermes-Bürgschaften als Exportförderungsinstrument
4.2.1 Rechtliche Einordnung
4.2.2 Beteiligte
4.2.3 Abgesicherte Risiken
4.2.4 Übernahmekriterien
4.2.5 Möglichkeiten der Absicherung
4.2.6 Entgelte und Selbstbeteiligung der Unternehmen
4.2.7 Verfahren
4.3 Bedeutung und Finanzierung der Hermes-Bürgschaften
4.4 Zielsetzung und Begründung einer staatlichen Exportkreditversicherung
4.5 Staatliche Exportkreditversicherungen in der globalisierten Welt
4.5.1 Globalisierung, Förderungswettlauf und Harmonisierung
4.5.2 Internationale Institutionen
4.5.3 Exportkreditversicherungen in Frankreich und Großbritannien
4.6 Private Exportkreditversicherungen
4.7 Zwischenfazit
5 Reform der Hermes-Bürgschaften
5.1. Hermes und Umwelt- und Entwicklungspolitik
5.1.1 Hermes und die Umweltpolitik
5.1.2 Hermes und die Entwicklungspolitik
5.1.2.1 Menschenrechte
5.1.2.2 Verschuldungsproblematik
5.1.3 Beispiel: Tehri-Staudamm in Indien
5.2 Hermes und andere Politikfelder
5.2.1 Transparenz
5.2.2 Nuklear- und Rüstungsexporte
5.3 Fazit: Reform der Hermes-Bürgschaften?
6 Ziele und Zielerreichung der Hermes-Bürgschaften
6.1 Hermes und die Selbsttragung
6.1.1 Hermes als Exportsubvention?
6.1.2 Bewertung
6.2 Hermes und die Arbeitsplätze
6.2.1 Hermes als Instrument zur Arbeitsplatzsicherung?
6.2.2 Bewertung
6.3 Hermes und der Mittelstand
6.3.1 Hermes als Instrument der Mittelstandsförderung?
6.3.2 Bewertung
6.4 Hermes und die Subsidiarität
6.4.1 Hermes im Wettbewerb mit privaten Anbietern?
6.4.2 Bewertung
7 Zukunft der Hermes-Bürgschaften
7.1 Alternativen zu Hermes-Bürgschaften
7.2 Beibehaltung, Reform oder Abschaffung – ein Fazit
7.3 Thesenartige Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, das System der staatlichen Exportkreditversicherung innerhalb der deutschen Außenwirtschaftsförderung einer kritischen Analyse zu unterziehen und zu bewerten, ob die sogenannten "Hermes-Bürgschaften" in ihrer gegenwärtigen Form ein zukunftsfähiges Exportförderungsinstrument darstellen.
1.1 Problemaufriss
Deutschland ist „Exportweltmeister“ – Schlagzeilen wie diese dominieren seit vielen Jahren die Berichterstattung über die Exportwirtschaft in Deutschland. Im Jahre 2004 führten deutsche Unternehmen fast zehn Prozent mehr aus als 2003 und soviel wie nie zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik: 731 Mrd. Euro. Trotz unterschiedlicher Prognosen für die Entwicklung des Außenhandels im Jahre 2005 steht fest, dass der Export für den Wirtschaftsstandort Deutschland auch weiterhin eine bedeutende Rolle spielen wird und damit eine der Grundlagen des wirtschaftlichen Wohlstandes der Bundesrepublik darstellt. In diesem Rahmen sind die Exportpolitik und die staatliche Außenwirtschaftsförderung von großer Relevanz für die nationale Wirtschaftspolitik.
Ein wichtiges und kontrovers diskutiertes Instrument der Außenwirtschaftsförderung sind die staatlichen Ausfuhrgewährleistungen, die in der deutschen Öffentlichkeit unter dem Namen „Hermes-Bürgschaften“ bekannt sind. Mit einer Hermes-Bürgschaft kann ein in Deutschland ansässiges Unternehmen bei der Bundesrepublik seine Exportgeschäfte auf vielfältige Weise absichern. Dabei können die außenhandelspezifischen wirtschaftlichen und politischen Risiken durch den Abschluss eines Vertrages mit dem Mandatar des Bundes, der Euler Hermes Kreditversicherungs-AG, versichert werden – der Exporteur kann sich so beispielsweise vor dem Zahlungsausfall seines ausländischen Geschäftspartners schützen. Die Bundesregierung hält diese staatliche Exportkreditversicherung für eines der „wichtigsten Instrumente der deutschen Exportförderung“.
1 Einführung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des Exports für Deutschland ein und stellt die Hermes-Bürgschaften als kontroverses Instrument der staatlichen Außenwirtschaftsförderung vor, das in dieser Arbeit kritisch hinterfragt wird.
2 Theoretische Grundlagen der Außenwirtschaft: Dieses Kapitel klärt zentrale Begriffe der Außenwirtschaft und leitet aus klassischen Theorien die theoretische Begründung für staatliches Handeln in diesem Bereich ab.
3 Außenwirtschaftsförderung der Bundesrepublik Deutschland: Hier werden die Ziele, das Instrumentarium sowie die beteiligten Institutionen der staatlichen Außenwirtschaftsförderung in Deutschland strukturell eingeordnet und erläutert.
4 Hermes-Deckungen - Die staatliche Exportkreditversicherung: Dieses Kapitel widmet sich detailliert der Entstehung, der rechtlichen Einordnung, den Verfahrensweisen und den verschiedenen Deckungsformen der staatlichen Exportkreditversicherung.
5 Reform der Hermes-Bürgschaften: Das Kapitel analysiert die Reformbemühungen im Bereich der Umwelt- und Entwicklungspolitik sowie die Transparenzproblematik und kritische Aspekte wie Nuklear- und Rüstungsexporte.
6 Ziele und Zielerreichung der Hermes-Bürgschaften: Hier wird geprüft, inwiefern die Hermes-Bürgschaften die gesteckten Ziele wie Arbeitsplatzsicherung und Mittelstandsförderung erreichen und ob sie als Subvention zu werten sind.
7 Zukunft der Hermes-Bürgschaften: Dieses abschließende Kapitel diskutiert Alternativen zu den Hermes-Bürgschaften und zieht ein Fazit zur Frage, ob das Instrument eine Zukunft hat.
Hermes-Bürgschaften, Exportförderung, Außenwirtschaft, Exportkreditversicherung, Ausfuhrgewährleistungen, Subsidiarität, Mittelstandsförderung, Arbeitsplatzsicherung, Nachhaltigkeit, Reformdiskussion, Transparenz, Risikomanagement, Außenwirtschaftspolitik, Subvention, Weltwirtschaft
Die Arbeit analysiert kritisch das System der staatlichen Exportkreditversicherung der Bundesrepublik Deutschland, bekannt als Hermes-Bürgschaften, in ihrem aktuellen Kontext.
Die zentralen Themen sind die theoretischen Grundlagen der Außenwirtschaft, das Instrumentarium der Exportförderung, die Reformbedürftigkeit unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeit sowie die ökonomische Wirkung auf den Mittelstand und den Arbeitsmarkt.
Das Hauptziel ist es, zu bewerten, ob die Hermes-Deckungen in ihrer heutigen Form ein zukunftsfähiges Exportförderungsinstrument darstellen und inwiefern sie reformiert werden müssen.
Der Autor nutzt vorwiegend sachlich-analytische Methoden, insbesondere Literatur- und Dokumentenanalysen sowie eine funktional-strukturelle Analyse des Exportkreditversicherungssystems.
Im Hauptteil werden das System der staatlichen Exportkreditversicherung, dessen historische Entwicklung, rechtliche Grundlagen, Verfahrensweisen sowie eine umfassende Bewertung der Zielerreichung und der Reformdebatte detailliert untersucht.
Wesentliche Begriffe sind Hermes-Bürgschaften, Exportförderung, Außenwirtschaft, Nachhaltigkeit, Subsidiarität und Transparenz.
Diese Bereiche gewinnen an Bedeutung, da zunehmend Forderungen laut werden, ökologische und entwicklungspolitische Standards, wie sie in den Umweltleitlinien verankert sind, stärker in den Vergabeprozess einzubeziehen.
Transparenz ist für den Autor eine Querschnittsproblematik, da der Mangel an Informationen über gedeckte Projekte Misstrauen schürt und die demokratische Kontrolle sowie die Glaubwürdigkeit des Exportförderungsinstruments beeinträchtigt.
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