Diplomarbeit, 2007
120 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Grundlagen
2.1. Einführung in die Rechnungslegung nach IFRS
2.1.1. Organisation des IASB
2.1.2. Aufgaben und Ziele des IASB
2.1.3. IAS und IFRS
2.1.4. Harmonisierung der Rechnungslegung
2.1.5. Rechnungslegung der EU und die Einbindung in Deutschland
2.2. Definition Mittelstand
2.2.1. Begriffsabgrenzung nach deutschen und europäischen Maßstäben
2.2.2. Begriffsabgrenzung nach dem IASB
2.3. Zunehmende Bedeutung der IFRS für den Mittelstand
3. Der Standardentwurf für kleine und mittelgroße Unternehmen
3.1. Projektentwicklung
3.2. Grundkonzeption des Standardentwurfs
3.2.1. Zielsetzung
3.2.2. Aufbau des Standardentwurfs
3.2.3. Anwenderkreis
3.2.4. Konzeption und Maßnahmen zur Erstellung des Standardentwurfs
3.2.5. Umgang mit Regelungslücken
3.3. Konzepte und grundlegende Prinzipien
3.3.1. Orientierung am Rahmenkonzept
3.3.2. Adressatenkreis
3.3.3. Qualitative Merkmale der Informationen in Abschlüssen
3.3.4. Definitionen, Ansatz- und Bewertungsgrundlagen für Abschlussposten
4. Ausgewählte Rechnungslegungsvorschriften nach ED-IFRS for SMEs
4.1. Finanzinstrumente
4.1.1. Anwendungsbereich und Definitionen
4.1.2. Ansatz und Bewertung
4.1.2.1. Überblick über die Finanzinstrumente nach IAS 39
4.1.2.2. Überblick über die Finanzinstrumente nach dem Standardentwurf
4.1.2.3. Erstmaliger Ansatz und Bewertung
4.1.2.4. Folgebewertung
4.1.2.5. Wertminderungen
4.1.2.6. Wertaufholung
4.1.3. Ausbuchung
4.1.4. Ausweis
4.2. Eigenkapital
4.2.1. Abgrenzung des Eigenkapitals
4.2.2. Eigenkapital von Personengesellschaften
4.2.3. Gliederung
4.2.4. Eigene Anteile
4.3. Ertragsteuern
4.3.1. Das Konzept der temporären Differenzen
4.3.2. Timing-Differences-Plus-Approach
4.3.3. Ansatz und Bewertung von tatsächlichen und latenten Steuerschulden und Steueransprüchen
4.3.3.1. Ansatz von tatsächlichen Steuerschulden und Steueransprüchen
4.3.3.2. Ansatz von passiven latenten Steuern
4.3.3.3. Ansatz von aktiven latenten Steuern
4.3.3.4. Saldierung von tatsächlichen und latenten Steuern
4.3.3.5. Bewertung von tatsächlichen und latenten Steuern
4.3.4. Ausweis
4.3.5. Latente Steuern bei Personengesellschaften
4.3.5.1. Ertragsteuerliche Besonderheiten
4.3.5.2. Ertragsteuerliche Gewinnermittlung
4.3.5.3. Ergänzungsbilanz
4.3.5.4. Sonderbilanzen
5. Zusammenführende Betrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung und Grundkonzeption des vom IASB veröffentlichten Standardentwurfs "IFRS for Small and Medium-sized Entities" (SME). Ziel ist es, die Eignung und praktische Anwendung dieses Regelwerks für mittelständische Unternehmen zu analysieren, wobei ein besonderer Fokus auf den Auswirkungen auf die Rechnungslegung von Einzelunternehmen und Personengesellschaften liegt.
3.2.5. Umgang mit Regelungslücken
Eines der am heißesten diskutierten Probleme im Laufe des Projektprozesses bezog sich auf die Frage der Behandlung eines nicht im SME-Standard (ED 10.2), wohl aber in den full-IFRS behandelten Bilanzierungsfalles. Ursprünglich schlug das IASB im Diskussionspapier einen sog. mandatory fallback vor, bei dem der Anwenderkreis verpflichtet gewesen wäre, einen rechtlich verbindlichen Rückgriff auf die full-IFRS vorzunehmen. Diese Vorgehensweise wurde jedoch in vielen Stellungnahmen und auch von der Arbeitsgruppe kritisiert und abgelehnt, weil dies die Vereinfachungsvorgaben für die SMEs konterkarieren würde.
Statt des sofortigen mandatory fallback sieht das Board nun folgende zweistufige Hierarchie vor: Auf der ersten Stufe sollen zunächst bei Auslegungsfragen oder Regelungslücken die Anforderungen und Leitlinien des ED herangezogen werden, die ähnliche und vergleichbare Sachverhalte regeln (ED 10.3 a)). Wenn dies nicht zur Lösung des Problems beiträgt, soll auf die Definitionen, Ansatzkriterien und Bewertungskonzepte für die Bilanz- und GuV-Posten sowie die grundlegenden Prinzipien (pervasive principles) in Abschnitt 2 zurückgegriffen werden (ED 10.3 b) i.V.m. ED 2.32-2.43).
Erst wenn anhand dieser zwei Stufen keine Lösung für den abzubildenden Sachverhalt ableitbar ist, folgt auf der dritten Stufe ein „vorsichtig“ ausgedrückter Verweis (may also consider) auf die full-IFRS, die sich mit ähnlichen und verwandten Problemen befassen (ED 10.4). Darüber hinaus kann das bilanzierende Unternehmen auf vergleichbare Rechnungslegungsnormen, wie die US-GAAP, zurückgreifen, für den Fall, dass weitere Leitlinien für die Entscheidungsfindung gem. ED 10.2 erforderlich sind, solange diese nicht gegen die Vorgaben der o.g. zweistufigen Hierarchie verstoßen.
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Bedeutung des SME-Projekts des IASB für die Harmonisierung der internationalen Rechnungslegung kleiner und mittelgroßer Unternehmen ein.
2. Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die Organisation des IASB, die Definition des Mittelstands sowie die Gründe für die steigende Relevanz der IFRS für Unternehmen abseits der Kapitalmarktorientierung.
3. Der Standardentwurf für kleine und mittelgroße Unternehmen: Es wird die Projektentwicklung, der Aufbau des Standardentwurfs sowie der Anwenderkreis und die Prinzipien der Standardgestaltung detailliert beschrieben.
4. Ausgewählte Rechnungslegungsvorschriften nach ED-IFRS for SMEs: Dieser Hauptteil analysiert spezifische Bilanzierungsthemen wie Finanzinstrumente, Eigenkapital und latente Steuern unter Berücksichtigung der neuen SME-Regelungen.
5. Zusammenführende Betrachtung: Das Fazit bewertet die Praxistauglichkeit des Standardentwurfs und diskutiert, ob eine Umstellung für den deutschen Mittelstand unter Kosten-Nutzen-Aspekten sinnvoll ist.
IFRS, IASB, Mittelstand, SME, Rechnungslegung, Standardentwurf, Bilanzierung, Finanzinstrumente, Eigenkapital, latente Steuern, Harmonisierung, ED-IFRS, Jahresabschluss, Personenhandelsgesellschaften, Rechnungslegungsharmonisierung.
Die Arbeit analysiert das Bestreben des International Accounting Standards Board (IASB), mit einem speziellen Standardentwurf (Exposure Draft) für kleine und mittelgroße Unternehmen (SMEs) eine Rechnungslegungsalternative zu den komplexen "full-IFRS" zu schaffen.
Die Arbeit behandelt die Grundlagen der internationalen Rechnungslegung, die Definition von Mittelstand, die Projektgenese des SME-Standards sowie die Bilanzierung spezifischer Positionen wie Finanzinstrumente, Eigenkapital und Ertragsteuern.
Ziel ist es, die Eignung des SME-Standardentwurfs für mittelständische Unternehmen zu prüfen und insbesondere aufzuzeigen, wo Vereinfachungen greifen und wo aufgrund von Regelungslücken weiterhin auf die komplexeren "full-IFRS" zurückgegriffen werden muss.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse, der Untersuchung des Standardentwurfs des IASB sowie dem Vergleich mit nationalen deutschen Rechnungslegungsvorschriften.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den ausgewählten Rechnungslegungsvorschriften für Finanzinstrumente, Eigenkapital und Ertragsteuern nach dem Standardentwurf für SMEs.
Die Arbeit dreht sich primär um Begriffe wie IFRS, IASB, Mittelstand (SME), Rechnungslegung, Standardentwurf und Harmonisierung.
Da der Standardentwurf nicht an die klassische KMU-Größendefinition anknüpft, sondern an "non publicly accountable entities" (NPAE), kritisiert die Autorin den Begriff "SME" als irreführend und schlägt die Bezeichnung "NPAE" als treffender vor.
Aufgrund der Definition von Finanzverbindlichkeiten nach IAS 32 können kündbare Anteile an Personengesellschaften als Fremdkapital klassifiziert werden, was in der Praxis zu einer bilanziellen Überschuldung führen kann und somit von der deutschen Bilanzierungspraxis kritisiert wird.
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