Diplomarbeit, 2007
125 Seiten, Note: 1,1
Vorwort
Teil I: Inhaltlicher Kommentar
Einleitung
1 Medien in der VR China – ein Überblick
1.1. Die Xinhua-Nachrichtenagentur
1.2 Übersicht über die verschiedenen Medienformen in China
1.2.1 Printmedien
1.2.2 Rundfunk und Fernsehen
1.2.3 Internet
1.3 Zensur der Medien
1.3.1 Rechtliche Lage
1.3.2 Nachrichtenzensur in Krisensituationen
2 Tendenzen der Informationspolitik in der VR China von 1949 bis heute
2.1 Allgemeine Bemerkung zur zeitlichen Untergliederung
2.2 Entwicklung von 1949 bis 1978
2.3 Situation von Ende 1978 bis 1989
2.4 Entwicklungen zwischen 1989 und 2001
2.5 Tendenzen seit dem WTO-Beitritt
3 Zeitlicher Verlauf und Ausbreitung der SARS-Epidemie
3.1 Erste Anzeichen
3.2 Verstärkte Ausbreitung
3.3 Hochphase
3.4 Ausklang
4 Tendenzen und Phasen der Berichterstattung zu SARS in den chinesischen Medien
4.1 Generelle Bemerkung zur Phaseneinteilung
4.2 Vereinzelte Berichterstattung
4.3 Verharmlosende Berichterstattung
4.4 Auswirkungen der Intervention des Militärarztes Jiang Yanyong
4.5 Verhältnismäßig offene Berichterstattung
4.6 Fazit
5 Vergleich der Krisenberichterstattung in China und westlichen Ländern
Resümee
Teil II: Übersetzungen
ZT I: Beurteilung des Medienverhaltens während der SARS-Krise
ZT II: SARS erfolgreich unter Kontrolle gebracht: Gesundheitsminister Zhang Wenkang beantwortet auf einer Pressekonferenz des Staatsrats die Fragen chinesischer und ausländischer Journalisten
Teil III: Übersetzungswissenschaftlicher Kommentar
Einleitung
1 Überblick über die Entwicklung der Übersetzungswissenschaften
2 Kurzer Überblick über einige relevante Translationstheorien
3 Texttypologie zu Ausgangstext I
3.1 Texttyp
3.2 Textsorte
4 Textsortenprofil zu Ausgangstext I
4.1 Allgemeine Bemerkung zum Textsortenprofil für AT I
4.2 Textexterne Faktoren
4.2.1 Wer übermittelt den Text?
4.2.2 Wozu übermittelt der Verfasser den Text?
4.2.3 Wem wird der Text übermittelt?
4.2.4 Über welches Medium wird der Text übermittelt?
4.2.5 Wo wird der Text übermittelt?
4.2.6 Wann wird der Text übermittelt?
4.2.7 Aus welchem Anlass wird der Text übermittelt?
4.3 Textinterne Faktoren
4.3.1 Was ist das allgemeine Thema des Textes?
4.3.2 Was ist der konkrete Inhalt des Textes?
4.3.3 Was wird in dem Text nicht gesagt, sondern als Vorwissen vorausgesetzt?
4.3.4 Wie sind die Informationen gegliedert?
4.3.5 Welche nichtsprachlichen Mittel werden eingesetzt?
4.3.6 Welche Besonderheiten weist die Wortwahl in dem Text auf?
4.3.7 Welche suprasegmentalen Merkmale weist der Text auf?
4.3.8 Welche syntaktischen Mittel sind charakteristisch für den Text?
5 Übersetzungsprobleme bei Ausgangstext I
6 Texttypologie zu Ausgangstext II
6.1 Texttyp
6.2 Textsorte
7 Textsortenprofil zu Ausgangstext II
7.1. Allgemeine Bemerkung zum Textsortenprofil für Text II
7.2 Textexterne Faktoren
7.2.1 Wer übermittelt den Text?
7.2.2 Wozu übermittelt der Verfasser den Text?
7.2.3 Wem wird der Text übermittelt?
7.2.4 Über welches Medium wird der Text übermittelt?
7.2.5 Wo wird der Text übermittelt?
7.2.6 Wann wird der Text übermittelt?
7.2.7 Aus welchem Anlass wird der Text übermittelt?
7.3 Textinterne Faktoren
7.3.1 Was ist das allgemeine Thema des Textes?
7.3.2 Was ist der konkrete Inhalt des Textes?
7.3.3 Was wird in dem Text nicht gesagt, sondern als Vorwissen vorausgesetzt?
7.3.4 Wie sind die Informationen gegliedert?
7.3.5 Welche nichtsprachlichen Mittel werden eingesetzt?
7.3.6 Welche Besonderheiten weist die Wortwahl in dem Text auf?
7.3.7 Welche syntaktischen Mittel sind charakteristisch für den Text?
7.3.8 Welche suprasegmentalen Merkmale weist der Text auf?
8 Übersetzungsprobleme bei Ausgangstext II
Schlusswort
Die Arbeit untersucht den Umgang der Medien in der Volksrepublik China mit der SARS-Epidemie im Zeitraum von November 2002 bis Juni 2003, analysiert die Informationspolitik sowie die Zensurpraktiken und betrachtet die Auswirkungen auf die Krisenberichterstattung im Vergleich zu westlichen Medien.
3.2 Verstärkte Ausbreitung
Am 1. Januar 2003 wurde ein Gesundheitsteam von der Provinzregierung Guangdongs nach Heyuan geschickt, fast drei Wochen später, am 21. Januar, unterrichtete man die Gesundheitsbehörden Guangdongs über die Krankheit und erst am 7. Februar gab die Provinzregierung die Informationen über den Ausbruch der Epidemie in Guangdong an die Zentralregierung in Beijing weiter. Zwei Tage darauf entsandte diese wiederum ein Expertenteam, bestehend aus Mitarbeitern des Gesundheitsministeriums, in die befallene Region. (vgl. Pomfret 2003)
Bis zu diesem Zeitpunkt waren bereits in insgesamt sechs Städten der Provinz Guangdong SARS-Fälle aufgetreten, namentlich in Foshan, Guangzhou, Heyuan, Jiangmen, Shenzhen und Zhongshan (vgl. Lesche 2003).
Am 11. Februar wurden in Guangdong zwei Pressekonferenzen gegeben, bei denen von 305 Erkrankten und fünf Verstorbenen im Zusammenhang mit der „atypischen Lungenentzündung“ berichtet wurde (Nip 2005: 32).
1 Medien in der VR China – ein Überblick: Einführung in die chinesische Medienlandschaft, die Rolle der Nachrichtenagentur Xinhua und die gesetzlichen Rahmenbedingungen von Zensur.
2 Tendenzen der Informationspolitik in der VR China von 1949 bis heute: Analyse der politischen Steuerung der Medien über vier verschiedene Zeitabschnitte unter Berücksichtigung ideologischer Vorgaben.
3 Zeitlicher Verlauf und Ausbreitung der SARS-Epidemie: Dokumentation der chronologischen Entwicklung der SARS-Krise von ersten lokalen Fällen bis zur weiten Ausbreitung.
4 Tendenzen und Phasen der Berichterstattung zu SARS in den chinesischen Medien: Detaillierte Darstellung der phasenweisen Veränderung der Berichterstattung, von anfänglicher Vertuschung bis hin zu einer offeneren Kommunikation nach nationalem und internationalem Druck.
5 Vergleich der Krisenberichterstattung in China und westlichen Ländern: Gegenüberstellung der Arbeitsweisen von Medien in autoritären versus demokratischen Systemen bei gesundheitlichen Notfällen.
SARS, Medienzensur, Informationspolitik, Volksrepublik China, Xinhua, Krisenberichterstattung, Propaganda, Pressefreiheit, Gesundheitskrise, Internet, Journalismus, Kommunikation, Jiang Yanyong, Krisenmanagement, Epidemie
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Rolle und dem Verhalten der chinesischen Medien während der SARS-Krise zwischen 2002 und 2003.
Die Arbeit fokussiert auf Medienzensur, Informationspolitik, Krisenkommunikation der chinesischen Regierung und den Vergleich zu westlichen Medienstandards.
Das Ziel ist es, eine kritische Einsicht in den Umgang der chinesischen Medien mit der SARS-Epidemie zu geben und daraus Schlüsse für die zukünftige Entwicklung der Informationspolitik zu ziehen.
Die Autorin nutzt eine Kombination aus inhaltlicher Analyse von Fachliteratur und Zeitungsquellen sowie übersetzungswissenschaftlicher Kommentararbeit an transkribierten Texten.
Der Hauptteil analysiert die historischen Tendenzen der chinesischen Informationspolitik, den zeitlichen Verlauf der SARS-Epidemie sowie die spezifischen Phasen der medialen Berichterstattung während der Krise.
Die wichtigsten Schlagworte sind SARS, Medienzensur, Informationspolitik, Krisenkommunikation und Pressefreiheit.
Der Militärarzt Jiang Yanyong deckte durch seine Intervention die wahren Ausmaße der Epidemie auf, was den internationalen Druck auf China massiv erhöhte und zu einem Kurswechsel der chinesischen Regierung führte.
Die Blockade verhinderte präventive Schutzmaßnahmen in der Bevölkerung, führte zu einer massiven Ausbreitung von Gerüchten über Internetkanäle und schadete dem internationalen Ansehen der chinesischen Regierung.
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