Diplomarbeit, 2007
70 Seiten, Note: 2,0
Diese Diplomarbeit widmet sich dem Konzept der Salutogenese, einem Ansatz zur Erklärung von Gesundheitsentstehung und -erhaltung, der von Aaron Antonovsky entwickelt wurde. Ziel ist es, die wesentlichen Elemente des Modells vorzustellen, seine Relevanz für den medizinischen und sozialen Bereich aufzuzeigen und gleichzeitig Kritik am aktuellen Gesundheitswesen zu üben.
Die Einleitung führt in die Thematik ein und stellt die Problematik der pathogenetischen Orientierung der etablierten Medizin dar. Anschließend werden in Kapitel 2 die Begriffe Krankheit und Gesundheit aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet, bevor in Kapitel 3 gängige Krankheitsmodelle vorgestellt werden. Kapitel 4 geht auf den Entstehungshintergrund der Salutogenese ein.
Der Hauptteil der Diplomarbeit, Kapitel 5, widmet sich dem Konzept der Salutogenese und dessen Kernelementen. Zuerst wird die salutogenetische Fragestellung erläutert und Kritik am Gesundheitswesen geübt. Im weiteren Verlauf werden wichtige Elemente des Salutogenese-Modells wie das Gesundheits-Krankheits-Kontinuum, Stressoren und Widerstandsressourcen sowie das Kohärenzgefühl vorgestellt. Abschließend werden die Auswirkungen des Modells auf die Gesundheit beleuchtet.
In Kapitel 6 wird die sozialpädagogische Relevanz des Konzepts aufgezeigt, bevor in Kapitel 7 Empire und Kritik am Modell der Salutogenese skizziert werden.
Die wichtigsten Begriffe und Themengebiete der Arbeit sind: Salutogenese, Gesundheitsentstehung, Kohärenzgefühl, Stressoren, Widerstandsressourcen, biomedizinisches Krankheitsmodell, Gesundheitswesen, sozialpädagogische Relevanz, Kritik.
Salutogenese bedeutet wörtlich „Gesundheitsentstehung“. Es ist ein Konzept von Aaron Antonovsky, das untersucht, wie Menschen trotz Belastungen gesund bleiben, anstatt sich nur auf die Entstehung von Krankheiten (Pathogenese) zu konzentrieren.
Das Kohärenzgefühl ist das Kernelement der Salutogenese. Es beschreibt eine Grundeinstellung, die Welt als verstehbar, bewältigbar und sinnvoll zu erleben. Je stärker dieses Gefühl, desto besser kann ein Mensch mit Stress umgehen.
Antonovsky betrachtet Gesundheit und Krankheit nicht als Gegensätze, sondern als Pole eines Kontinuums. Menschen bewegen sich ihr Leben lang zwischen diesen beiden Polen hin und her.
Das biomedizinische Modell ist defizitorientiert und sucht nach Ursachen für Krankheiten. Die Salutogenese ist ressourcenorientiert und fragt nach den Faktoren, die Gesundheit erhalten und fördern.
Widerstandsressourcen sind Faktoren (z.B. soziales Umfeld, Intelligenz, Geld oder Glaube), die einem Individuum helfen, mit Stressoren umzugehen und die Bewegung in Richtung des Gesundheitspols zu unterstützen.
In der Sozialpädagogik hilft das Modell dabei, Klienten nicht nur als „Träger von Problemen“ zu sehen, sondern deren eigene Kräfte zur Bewältigung schwieriger Lebenslagen zu mobilisieren.
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