Masterarbeit, 2007
110 Seiten, Note: 2,0
1. Einführung
2. Zweckbestimmung und Aufgabe der Gemeinde Jesu
2.1 Was bedeutet Gottesdienst?
2.2 Gottesdienst als Gemeinschaft der Gläubigen
2.3 Gottesdienst als Christusanamnese
2.4 Gottesdienst als Epiklese
2.5 Gottesdienst als Eucharistie
3. Symbol und Ritual im Gottesdienst
3.1 Was bedeutet Liturgie?
3.2 Zweck und Aufgabe einer Liturgie
3.3 Liturgische Elemente
3.4 Das kirchliche Stundengebet
3.5 Das Kirchenjahr
3.6 Ist eine altkirchlich überlieferte Liturgie im heutigen Gottesdienst noch zeitgemäß?
4. Der gottesdienstliche Ort
4.1 Gottesdienst und Kunst
4.2 Wesen und Aufgabe der Kirchenmusik
5. Historischer Rückblick auf den urchristlichen Gottesdienst
5.1 Ort und Zeit des urchristlichen Gottesdienstes
5.2 Elemente des urchristlichen Gottesdienstes
6. Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht den Wandel des Gottesdienstverständnisses, insbesondere im evangelischen Kontext, und setzt sich kritisch mit der Säkularisierung gottesdienstlicher Praktiken auseinander. Ziel ist es, aufzuzeigen, dass urchristliche und altkirchliche Elemente nicht als veraltete Relikte, sondern als biblisch fundierte Grundlagen eines lebendigen Gottesdienstes zu verstehen sind, in dem die reale Gegenwart Christi zentral steht.
2.4 Gottesdienst als Epiklese
Die Epiklese ist die Bitte um das Kommen des Heiligen Geistes auf die zum Gottesdienst versammelte Gemeinde und auch auf die von ihr dargebrachten Gaben. Dass man um das Kommen des Heiligen Geistes bittet, ist sicher selbstverständlich, denn wie lässt sich das Kommen Jesu zu seiner Gemeinde anders vorstellen, wenn nicht durch den Heiligen Geist. Insofern hat das Pfingstgeschehen immer neue Aktualität, wenn die Gemeinde im Namen Jesu versammelt ist. Im altkirchlichen Antiphon "Veni Sancte Spiritus" kommt diese Bitte deutlich zum Ausdruck:
"Komm, Heiliger Geist, erfüll die Herzen deiner Gläubigen und entzünd' in Ihnen das Feuer deiner göttlichen Liebe." (EG 156)
Mit dieser Bitte hat der Gottesdienst insgesamt bereits epikletischen Charakter. Die Anamnese führt zur Epiklese, denn Christus bittet in seiner himmlischen Fürsprache den Vater, seinen Kindern den Geist zu senden. Deshalb kann die Kirche, die zum Neuen Bund gehört, zuversichtlich um den Geist bitten, damit sie geheiligt und erneuert, in alle Wahrheit geführt und befähigt wird, ihren Auftrag in der Welt zu erfüllen. Anamnese und Epiklese können als verbindende Handlungen nicht abgesondert von der Abendmahlsgemeinschaft verstanden werden. Außerdem ist es der Geist, der Christus in der Eucharistie wirklich gegenwärtig sein lässt und ihn uns gemäß den Einsetzungsworten in Brot und Wein gibt.
1. Einführung: Darstellung der Problematik der Gottesdienstverdrossenheit und die Zielsetzung der Arbeit, ein Verständnis für die biblische Fundierung liturgischer Elemente zu vermitteln.
2. Zweckbestimmung und Aufgabe der Gemeinde Jesu: Untersuchung des Gottesdienstes als Anbetung Gottes und Gemeinschaft der Gläubigen, basierend auf biblischen Grundlagen.
3. Symbol und Ritual im Gottesdienst: Erörterung der Notwendigkeit von Riten und Symbolen zur Bezeugung des Wortes Gottes und der realen Gegenwart Christi.
4. Der gottesdienstliche Ort: Analyse der räumlichen Anforderungen an den Gottesdienst unter Berücksichtigung des Verhältnisses von Kunst und Kirchenmusik.
5. Historischer Rückblick auf den urchristlichen Gottesdienst: Historische Herleitung gottesdienstlicher Formen und deren Verankerung in der Tradition des Urchristentums.
6. Zusammenfassung und Ausblick: Resümee über die Notwendigkeit einer Rückbesinnung auf die heilsgeschichtlichen Wurzeln des Gottesdienstes zur Überwindung säkularer Fehlentwicklungen.
Gottesdienst, Liturgie, Eucharistie, Anamnese, Epiklese, Urchristentum, Heilsgeschichte, Realpräsenz, Christus, Gemeindeversammlung, Kirchenmusik, Tradition, biblische Ordnung, Wort und Sakrament.
Die Arbeit untersucht das Gottesdienstverständnis im Kontext von Liberalität und Orthodoxie und plädiert für eine Rückbesinnung auf biblische und altkirchliche liturgische Traditionen.
Die Arbeit fokussiert sich auf die biblische Grundlage des Gottesdienstes, die Bedeutung von Liturgie, Symbolen, das Verständnis von Gemeinschaft, das Kirchenjahr sowie die Rolle von Kirchenmusik.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass gottesdienstliche Praktiken der Alten Kirche keine starren Traditionen sind, sondern biblisch begründete Mittel, um die reale Gegenwart Christi im Gottesdienst zu bezeugen.
Es handelt sich um eine theologisch-hermeneutische Arbeit, die Schriftstellen mit historisch-theologischen Quellen (Kirchenväter, Reformatoren) in Beziehung setzt.
Der Hauptteil analysiert die theologischen Kernkonzepte (Anamnese, Epiklese, Eucharistie), die Symbolik und Rituale, die Bedeutung des gottesdienstlichen Raums und die Rolle der Kirchenmusik.
Die wichtigsten Schlagworte sind Gottesdienst, Liturgie, Eucharistie, Realpräsenz, Heilsgeschichte und Urchristentum.
Der Autor sieht in der Abkehr von liturgischen Ordnungen eine Gefahr der Säkularisierung und Subjektivierung, die den Fokus von der theozentrischen Anbetung hin zu anthropozentrischen Bedürfnissen verschiebt.
Die Kirchenmusik wird als wesentlicher, gottesdienstlicher Vollzug verstanden, der, ebenso wie das Wort, der Verkündigung und Anbetung dient und daher eine hohe künstlerische und theologische Sorgfalt erfordert.
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