Diplomarbeit, 2007
64 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Theorie der Spekulation
2.1 Begriff der Spekulation
2.2 Preisstabilisierende Spekulation
2.3 Ein einfaches Spekulationsmodell
3. Theorie der effizienten Märkte
3.1 Rationale Erwartungen und der fundamentale Wert
3.2 Ökonomische Interpretationen des Modells
3.2.1 Die arbitrage Lösung
3.2.2 Das Cagan Modell
3.2.3 Das Modell der überschneidenden Generationen
4. Der Blasenprozess
4.1 Die markovianischen Blasen
4.1.1 Die deterministische Blase
4.1.2 Die stochastische Blase
4.1.3 Die Zufallsbewegung Blase
4.2 Die intrinsische Blase
4.3 Die extrinsische Blase
5. Implikationen von spekulativen Blasen
5.1 Spekulative Blasen, Tranversalität und die nicht-Negativitäts-Bedingung
5.2 Reale Effekte von spekulativen Blasen
5.3 Die Bedeutung des Zeithorizonts und der Anzahl der Anleger
6. Spekulative Blasen in monetären Modellen
6.1 Spekulative Blasen im Modell von Cagan
6.2 Spekulative Blasen im Sidrauski Modell
6.3 Die Unausführbarkeitbedingung
7. Spekulative Blasen und multiple Gleichgewichte im OLG-Modell
7.1 Die Angebotskurve und der monetäre steady state
7.2 Dynamische stabile und instabile Gleichgewichte
7.3 Alternative Lösungen in dynamisch stabilen Gleichgewichten
8. Methoden, Probleme und Ergebnisse beim Testen auf spekulative Blasen
8.1 Direkte Tests auf spekulative Blasen
8.1.1 Test auf eine deterministische Blase im Preisniveau
8.1.2 Test auf ein intrinsische Blase im Aktienmarkt
8.1.3 Probleme bei direkten Tests
8.2 Indirekte Tests auf spekulative Blasen
8.2.1 Volatilitätstest auf spekulative Blasen
8.2.2 Spezifikationstests auf spekulative Blasen
8.2.3 Test auf Vorzeichenlauf
8.2.4 Test auf Kursdifferenz
8.2.5 Probleme bei indirekten Tests
8.3 Diagnostischer Test
8.4 Probleme bei diagnostischen Tests
9. Typisierter Verlauf einer Krise mit spekulativer Blase und Spekulation
10. Fazit
Das Hauptziel dieser Diplomarbeit ist es, das Phänomen spekulativer Blasen theoretisch zu durchdringen und empirisch zu untersuchen, um zu klären, ob solche Blasen in effizienten Märkten mit rationalen Erwartungen existieren können und welche ökonomischen Prozesse sie begründen.
4.1.2 Die stochastische Blase
Im Gegenteil zu einer deterministischen Blase kann eine stochastische jede Periode mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit platzen. Sie wird deshalb auch als platzende Blase bezeichnet. Eine stochastische Blase wird aus einem Spezialfall des generalized stochastic Martingals (GST) abgeleitet.
Das Platzen einer stochastischen Blase lässt sich durch folgende Gleichung beschreiben. Die Blase platzt jede Periode mit der Wahrscheinlichkeit q und platzt nicht mit der Wahrscheinlichkeit 1 - q. Für die Zufallsvariable wird eine Normalverteilung mit dem Erwartungswert µ und der Standardabweichung σ unterstellt.
Die Zufallsvariable kann mit jeder unerwarteten Bewebung jeder Variable korrelieren, beispielsweise mit sunspots. Zusätzlich kann er das entstehen neuer Blasen ermöglich, nachdem die alte geplatzt ist. Die Wahrscheinlichkeit des Platzens der Blase hängt zudem von der Lebensdauer der Blase ab. Je länger eine Blase existiert, d.h. je weiter der Wert des Vermögensgegenstandes sich von seinem fundamentalen Wert entfernt hat, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit des Platzens. Platzt eine Blase, so kann der Wert des Vermögensgegenstandes unter seinen fundamentalen Wert sinken. Damit die Anleger während der Lebenszeit der Blase für das eingegangene Risiko des Platzens entschädigt werden, muss die durchschnittliche Rendite höher als r sein. Diese Differenz kann als Risikoprämie interpretiert werden. Verglichen mit der deterministischen Blase muss die stochastische, aufgrund des möglichen Platzens, eine höhere Wachstumsrate aufweisen. Eine abnehmende Wachstumsrate für die Blase liegt vor, wenn die Wahrscheinlichkeit des Platzens über eine gewisse Zeit fällt. Ein erhöhtes Risiko des Platzens aufgrund eins Steigens von q führt zu einer zunehmenden Wachstumsrate der Blase.
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Rolle der Spekulation und die theoretische Vereinbarkeit von spekulativen Blasen mit effizienten Märkten.
2. Theorie der Spekulation: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Spekulation und analysiert unter welchen Bedingungen Spekulation preisstabilisierend oder destabilisierend wirken kann.
3. Theorie der effizienten Märkte: Es wird der fundamentale Wert auf effizienten Märkten unter der Annahme rationaler Erwartungen hergeleitet und ökonomisch interpretiert.
4. Der Blasenprozess: Verschiedene Formen spekulativer Blasen wie markovianische, intrinsische und extrinsische Blasen werden systematisch klassifiziert.
5. Implikationen von spekulativen Blasen: Hier werden die theoretischen Voraussetzungen und realen Effekte spekulativer Blasen sowie die Bedeutung der Transversalitätsbedingung untersucht.
6. Spekulative Blasen in monetären Modellen: Das Kapitel beleuchtet das Auftreten von Blasen im Rahmen von Hyperinflation in monetären Modellen wie denen von Cagan oder Sidrauski.
7. Spekulative Blasen und multiple Gleichgewichte im OLG-Modell: Es wird die Möglichkeit divergierender Blasenpfade, Kreislösungen und Sunspot-Gleichgewichte in einem OLG-Rahmen diskutiert.
8. Methoden, Probleme und Ergebnisse beim Testen auf spekulative Blasen: Diese Sektion bietet einen Überblick über direkte und indirekte Testverfahren und deren methodische Herausforderungen bei der empirischen Identifikation.
9. Typisierter Verlauf einer Krise mit spekulativer Blase und Spekulation: Dieser Abschnitt beschreibt die typischen Phasen einer Finanzkrise vom exogenen Schock bis zum Zusammenbruch der Blase.
10. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass spekulative Blasen theoretisch konsistent mit rationalem Verhalten sind, ihre empirische Identifikation jedoch komplex bleibt.
Spekulative Blasen, Markteffizienz, Rationale Erwartungen, Finanzkrise, Preisstabilisierung, Arbitrage, Monetäre Modelle, OLG-Modell, Dynamische Instabilität, Stochastische Blasen, Intrinsische Blasen, Sunspots, Empirische Tests, Hyperinflation, Kursdifferenz.
Die Arbeit untersucht theoretisch und empirisch, ob spekulative Blasen existieren können, wenn man von effizienten Märkten und rationalen Erwartungen der Akteure ausgeht.
Die zentralen Felder sind die Theorie der Spekulation, die Markteffizienzhypothese, verschiedene mathematische Blasenmodelle, die Rolle von Blasen in monetären Modellen sowie Methoden zu deren empirischer Überprüfung.
Das primäre Ziel ist es zu analysieren, welche Bedingungen die Entstehung spekulativer Blasen zulassen, welche Erscheinungsformen sie annehmen und wie man diese Phänomene ökonomisch korrekt testet.
Die Arbeit nutzt eine theoretisch-deduktive Vorgehensweise, basierend auf mathematischen Modellen (Partialgleichgewicht, monetäre Modelle, OLG-Modelle) sowie eine methodenkritische Aufarbeitung ökonometrischer Testverfahren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Klassifizierung von Blasen (markovianisch, intrinsisch, extrinsisch), deren Implikationen in monetären Modellen und im OLG-Modell sowie eine detaillierte Analyse direkter und indirekter Tests auf Blasen.
Die zentralen Begriffe sind spekulative Blasen, Markteffizienz, rationale Erwartungen, monetäre Modelle, OLG-Modell und verschiedene empirische Testverfahren.
Aufgrund der Transversalitätsbedingung und der Nicht-Negativitäts-Bedingung können Blasen für Wertpapiere mit endlicher Laufzeit oder bei frei handelbaren Anlagen, bei denen der Preis nicht negativ werden darf, theoretisch faktisch ausgeschlossen werden.
Sie wird eingeführt, um bestimmte Pfade, die zu einer Hyperinflation oder unrealistischen Geldmengenentwicklungen führen würden, auszuschließen, indem sie Geld einen essentiellen intrinsischen Nutzen zuschreibt.
Er testet auf die Folge von Realisationen mit demselben Vorzeichen. Da das Platzen einer Blase Ausreißer verursacht, untersucht der Test, ob die Verteilung der Neuerungen signifikante Kursdifferenzen aufweist, die über einen zufälligen Ablauf hinausgehen.
Im Gegensatz zu markovianischen Blasen, die primär von ihrer eigenen Historie abhängen, ist die intrinsische Blase an einen exogenen stochastischen Prozess, wie etwa die Dividenden, gekoppelt und erklärt so Überreaktionen zwischen Preis und Dividenden.
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