Examensarbeit, 2007
88 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1. Erkenntnisinteresse
1.2. Aufbau der Arbeit
1.3. Quellenlage und Literaturbericht
2. Opposition – Grundlagen und theoretischer Stand
2.1. Opposition – Begrifflichkeit
2.2. Oppositionsfunktionen
2.3. Oppositionsverhalten und Wege der Einflussnahme im parlamentarischen Regierungssystem
2.4. Historische Vorbelastungen der Opposition in der Bundesrepublik und Sachsen
3. Determinanten der Opposition im Sächsischen Landtag
3.1. Stellung der Landesparlamente im Bundesstaat
3.2. Folgen der Unitarisierung für die Landtagsopposition
3.3. Parteiensystem, Wahlergebnisse und Oppositionsformierungen in Sachsen
4. Institutionelle Bedingungen der Oppositionsfraktionen im Sächsischen Landtag
4.1. Opposition als Verfassungsinstitution
4.2. Sperrminoritäten, Minderheitenrechte und Mitwirkungsmöglichkeiten im Sächsischen Landtag.
4.3. Finanzausstattung der Oppositionsfraktionen im Sächsischen Landtag
4.4. Oppositionsvorschläge zur Stärkung der Minderheitsrechte
4.5. Institutionelle Ausgestaltung in der Bewertung der Abgeordneten
5. Oppositionsarbeit auf der machtpolitisch-öffentlichen Ebene in Sachsen
5.1. Oppositionsarbeit auf der machtpolitisch-öffentlichen Ebene im Landtag
5.2. Oppositionsarbeit auf der machtpolitisch-öffentlichen Ebene außerhalb des Landtages
5.3. Bewertung der oppositionellen Einflussnahme auf der machtpolitisch-öffentlichen Ebene
6. Oppositionsarbeit auf der sachpolitisch-internen Ebene in Sachsen
6.1. Oppositionsarbeit auf der sachpolitisch-internen Ebene im Landtag
6.2. Oppositionsarbeit auf der sachpolitisch-internen Ebene außerhalb des Landtages
6.3. Bewertung der oppositionellen Einflussnahme auf der sachpolitisch-internen Ebene
7. Sonderfall systemkonträre Opposition – die NPD im Sächsischen Landtag
8. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle und die Einflussmöglichkeiten der parlamentarischen Opposition im Sächsischen Landtag. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, wie die Opposition in Sachsen unter Berücksichtigung der spezifischen institutionellen Rahmenbedingungen und des sächsischen Parteiensystems politischen Einfluss ausübt.
1.1. Erkenntnisinteresse
In der Sächsischen Verfassung wurde am 27. Mai 1992 das Recht auf Bildung und Ausübung der parlamentarischen Opposition an herausgehobener Stelle festgeschrieben. Nach langen Jahren der Diktatur gewährt die Sächsische Verfassung der Opposition nun das Recht auf Chancengleichheit in Parlament und Öffentlichkeit. Sie bezeichnet das Recht auf Bildung und Ausübung der parlamentarischen Opposition als wesentlich für die freiheitliche Demokratie.2 Wie sollte freiheitliche Demokratie ohne Opposition überhaupt möglich sein? Bereits beim Versuch einer Antwort auf diese eher rhetorische Frage kann man feststellen, dass die Rolle der Opposition in demokratischen Regierungssystemen als herausragend, ja geradezu konstitutiv zu bezeichnen ist.
Im Gegensatz zur Wichtigkeit des Gegenstandes Opposition in der politischen Praxis steht die geringe Aufmerksamkeit, welche der Opposition auf der wissenschaftlichen Ebene, aber auch im populären Verständnis zukommt. Insofern ist es von höchster Bedeutung, der Betrachtung der Opposition mehr Augenmerk zu schenken.
Die folgende Arbeit soll dazu einen Beitrag leisten und die Oppositionsarbeit im Sächsischen Landtag untersuchen. Dabei kann es nicht darum gehen, alle Aspekte der Oppositionsrolle zu behandeln. Eine solche Arbeit würde sich zu sehr an der Oberfläche bewegen und wohl kaum zu neuen Sichtweisen auf die Oppositionsarbeit im Sächsischen Landtag beitragen können. Insofern soll das Hauptaugenmerk der Untersuchung unter einem bestimmten theoretischen Blickwinkel die Ebenen der politischen Einflussnahme, die der Opposition im Sächsischen Landtag zur Verfügung stehen, näher analysieren. Folgende Forschungsfrage steht somit im Zentrum des Erkenntnisinteresses: Wie übt die Opposition in Sachsen politischen Einfluss aus?
1. Einleitung: Definition des Erkenntnisinteresses, Forschungsfragen und Vorstellung des Aufbaus sowie der verwendeten Quellen und Literatur.
2. Opposition – Grundlagen und theoretischer Stand: Erläuterung politikwissenschaftlicher Basisbegriffe, Oppositionsfunktionen und idealtypischer Verhaltensweisen.
3. Determinanten der Opposition im Sächsischen Landtag: Analyse der Rahmenbedingungen wie der Stellung der Landtage im föderalen System und der Auswirkungen des sächsischen Parteiensystems.
4. Institutionelle Bedingungen der Oppositionsfraktionen im Sächsischen Landtag: Untersuchung der verfassungsrechtlichen Stellung, Mitwirkungsrechte und der finanziellen Ausstattung der Opposition.
5. Oppositionsarbeit auf der machtpolitisch-öffentlichen Ebene in Sachsen: Analyse der öffentlichen Einflussnahme im und außerhalb des Landtages mittels Medienpräsenz und Kampagnen.
6. Oppositionsarbeit auf der sachpolitisch-internen Ebene in Sachsen: Betrachtung informeller Prozesse, Ausschussarbeit und Kontakte zur Regierungsmehrheit.
7. Sonderfall systemkonträre Opposition – die NPD im Sächsischen Landtag: Kurze Analyse der Besonderheiten der NPD-Fraktion hinsichtlich ihrer Rolle im parlamentarischen Betrieb.
8. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Ausblick auf künftigen Forschungsbedarf.
Parlamentarische Opposition, Sächsischer Landtag, Regierungsmehrheit, Oppositionsfunktionen, politische Einflussnahme, Parteiensystem Sachsen, Minderheitenrechte, parlamentarische Kontrolle, Machtpolitisch-öffentliche Ebene, Sachpolitisch-interne Ebene, Föderalismus, Institutionelle Bedingungen, Demokratie, Öffentlichkeitsarbeit, NPD.
Die Arbeit untersucht die Arbeit der parlamentarischen Opposition im Sächsischen Landtag und deren spezifische Einflussmöglichkeiten.
Neben den theoretischen Grundlagen der Opposition analysiert sie die institutionellen Rahmenbedingungen, das Parteiensystem in Sachsen sowie die konkreten Arbeitsweisen der Opposition im Landtag.
Die zentrale Forschungsfrage lautet: Wie übt die Opposition in Sachsen politischen Einfluss aus?
Es werden qualitative Experteninterviews geführt und analysiert, ergänzt durch die Auswertung von Dokumenten wie der Sächsischen Verfassung und der Geschäftsordnung sowie einschlägiger Fachliteratur.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Determinanten der Oppositionsarbeit, die Untersuchung der institutionellen Bedingungen sowie eine differenzierte Betrachtung der Einflussnahme auf machtpolitisch-öffentlicher und sachpolitisch-interner Ebene.
Zu den zentralen Begriffen gehören insbesondere die Opposition im parlamentarischen Regierungssystem, die Arbeit im Sächsischen Landtag sowie die Unterscheidung zwischen öffentlicher und interner Einflussnahme.
Die befragten Oppositionsabgeordneten beurteilen die finanzielle Ausstattung und die institutionellen Grundlagen allgemein positiv, kritisieren jedoch Einschränkungen bei der öffentlichen Wahrnehmung und den Zugang zu Informationen der Staatsregierung.
Die NPD-Fraktion wird als systemkonträre Opposition eingestuft, die parlamentarische Instrumente primär zur Inszenierung und Skandalisierung im Plenum nutzt, während die fachorientierte Ausschussarbeit weitgehend vernachlässigt wird.
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