Bachelorarbeit, 2020
93 Seiten, Note: 1,30
1 Einleitung
1.1 Relevanz
1.2 Stand der Forschung und Herleitung der Forschungsfrage
1.3 Gang der Untersuchung
2 Das Zuschauererlebnis bei Infotainment-Formaten
2.1 Sicht der Zuschauers
2.1.1 Erklärungsansätze der Medienwirkungstheorien
2.1.2 Unterhaltungstheorien
2.1.3 TV-Erlebnisfaktoren nach Dehm und Storll
2.2 Sicht der Produzenten
2.2.1 Konzeption von Infotainment-Formaten
2.2.2 Produktion von Infotainment-Formaten
2.3 Zwischenfazit aus der theoretischen Betrachtung von Produzent und Zuschauer
2.4 Untersuchungsrahmen des Zuschauererlebnis bei der 68er Show
3 Methodisches Vorgehen
3.1 Methodenwahl: Qualitative Fallstudie
3.2 Design der Studie
3.3 Datenerhebung: Halbstrukturierte Interviews
3.4 Datenauswertung: Qualitative Inhaltsanalyse
4 Durchführung: Experteninterview und Zuschauerbefragung zur 68er Show
4.1 Einleitende Beschreibung des Falls und der Befragten
4.2 Datenanalyse und Diskussion der Ergebnisse
4.2.1 Parameter der Infotainment-Produktion
4.2.2 Formatanforderungen an Infotainment
4.2.3 Einsatz von Gestaltungsmitteln
4.2.4 Informativer (Mehr-)Wert
4.2.5 Erlebnisweisen des Zuschauers
4.2.6 Gesamtkonzept 68er Show
5 Kritische Reflexion und Beitrag zur Forschung und Praxis
5.1 Beantwortung der Forschungsfragen
5.2 Beitrag zur Forschung
5.3 Limitationen
6 Fazit und Ausblick
Diese Arbeit untersucht die Diskrepanz zwischen dem vom Produzenten intendierten und dem vom Zuschauer tatsächlich wahrgenommenen Erlebnis bei der Rezeption von Infotainment-Formaten, wobei "Gottschalks Grosse 68er Show" als zentrales Fallbeispiel dient.
2.2.1 Konzeption von Infotainment-Formaten
Konzeption wird im Rahmen dieser Arbeit verstanden als die Auswahl, Abstimmung und Zusammenführung von Inszenierungsstrategien für die Infotainment-Sendung, die sich in einzelnen Gestaltungsmitteln konkretisieren und einer festen Intention zugrunde liegen (vgl. Iljine und Keil 2000: 186 f.). Als übergeordnetes Ziel versucht der Produzent, unter Berücksichtigung der relevanten Anspruchsgruppen (Sender, Zuschauer), ein Format zu entwickeln, das er platzieren kann (ebd.).
Der Produzent erhält einen Produktionsauftrag vom Sender, folglich stehen für den Produzenten die Interessen des Senders im Vordergrund. Zu Beginn einer jeden Produktion verkauft der Produzent eine Idee an einen Sender, um einen Auftrag zu erhalten und weitere Folge-Aufträge als Produzent für den Sender zu generieren (vgl. Lantzsch 2008: 96 f.). Nachgelagerte Ziele des Produzenten sind die Erfüllung der Vorgaben aus dem Rundfunkstaatsvertrag sowie die Erfüllung der Zuschauerinteressen. Anders als zum Sender besteht zu dem Zuschauer kein direktes Beziehungsgefüge. Der Zuschauer kann auf den Prozess der Konzeption und Produktion keinen direkten Einfluss nehmen. Lediglich Erfahrungswerte und die Quote geben dem Produzenten Hinweise darauf, was der Zuschauer gerne sieht und was nicht. Es ergibt sich das in Abbildung 4 dargestellte Beziehungsgefüge, welches nachfolgend weiter ausgeführt wird.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz von Infotainment-Formaten und leitet aus dem Forschungsstand die zentrale Fragestellung zur Übereinstimmung von intendiertem und tatsächlichem Zuschauererlebnis ab.
2 Das Zuschauererlebnis bei Infotainment-Formaten: Dieses Kapitel liefert den theoretischen Rahmen, indem es sowohl die Perspektive des Produzenten als auch die des Zuschauers auf das Medienereignis Infotainment theoretisch fundiert gegenüberstellt.
3 Methodisches Vorgehen: Hier wird die Wahl der qualitativen Fallstudienuntersuchung begründet und das Design der Experten- und Zuschauerinterviews sowie deren Auswertung nach Mayring dargelegt.
4 Durchführung: Experteninterview und Zuschauerbefragung zur 68er Show: Im Kern der Arbeit werden die erhobenen Interviewdaten analysiert, diskutiert und im Hinblick auf die Produktionsparameter, Gestaltungsmittel und das Zuschauererlebnis ausgewertet.
5 Kritische Reflexion und Beitrag zur Forschung und Praxis: Dieses Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, beantwortet die Forschungsfragen und reflektiert den wissenschaftlichen Beitrag sowie die Grenzen der durchgeführten Studie.
6 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse über das Spannungsfeld zwischen Unterhaltungsanspruch und Informationsvermittlung zusammen und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsbedarfe.
Infotainment, Zuschauererlebnis, Fernsehproduktion, Medienrezeption, Fallstudie, qualitative Inhaltsanalyse, Inszenierungsstrategien, 68er Show, Thomas Gottschalk, Medienwirkung, Programmstruktur, Sender-Produzenten-Beziehung, Fernsehunterhaltung, Bildungsauftrag, Medienforschung.
Die Bachelorarbeit analysiert das Phänomen Infotainment, indem sie untersucht, inwieweit das von Produzenten beabsichtigte Zuschauererlebnis mit der tatsächlichen Wahrnehmung der Rezipienten übereinstimmt.
Die zentralen Themen sind die Konzeption und Produktion von Infotainment-Formaten, die Anwendung von Inszenierungsstrategien sowie die Wirkung auf den Zuschauer im Rahmen der "Gottschalks Grosse 68er Show".
Die Forschungsfrage lautet: "Inwieweit decken sich das intendierte und das tatsächliche Zuschauererlebnis bei der Rezeption von Infotainment-Formaten?"
Es handelt sich um eine qualitative Fallstudie, die Experteninterviews mit dem Produzenten und halbstrukturierte Interviews mit Zuschauern (Fan und Nicht-Fan) kombiniert und mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring auswertet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Medienwirkungs- und Unterhaltungstheorien sowie eine empirische Untersuchung, in der die Konzeption der 68er Show mit den tatsächlichen Zuschauerreaktionen verglichen wird.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Infotainment, Zuschauererlebnis, Medienrezeption, Inszenierungsstrategien, qualitative Inhaltsanalyse und Fallstudie.
Die fiktive Familie Neumann dient als Personalisierungsstrategie, um komplexe "Themeninseln" zu verknüpfen und dem Zuschauer einen roten Faden durch die Sendung zu bieten, was in der Studie als authentisch wahrgenommen wurde.
Die Zuschauer empfanden die MAZen als informative Ergänzung und gute Abwechslung zum restlichen Programm, wobei sie die Funktion der Informationsvermittlung über das Zeitgeschehen von 1968 erfolgreich erfüllten.
Da die Sendung am Samstagabend um 20:15 Uhr läuft, ordnet sie der Produzent primär der Unterhaltung zu, was die Gestaltung maßgeblich beeinflusst, da der Zuschauer zu dieser Zeit Entspannung statt anstrengender Politik erwartet.
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