Examensarbeit, 1999
111 Seiten, Note: 1,0
1. EINLEITUNG
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN
2.1 Die Theorie in Analogie zur mathematischen Logik
2.2 Prädikative versus funktionale kognitive Struktur
2.3 Resonanzthese: Resonanz zwischen äußerer Repräsentation und mentaler Repräsentation
2.4 Mathematische Grundlagen: Kalküle
3. EXPERIMENTELLE DURCHFÜHRUNG
3.1 Ziel der Untersuchung
3.2 Auswahl der Versuchspersonen
3.3 Beschreibung des Versuchsablaufs
3.4 Zur Versuchsanleitung
3.5 Hilfestellungen
3.6 Untersuchungsmaterial
3.7 Das Programm
3.7.1 Implementierung der Aufgaben
3.7.2 Bildschirmaufbau und Bedienung des Programms
3.7.3 Protokollierung
3.8 Einsatz von Datenbanken
4. AUFGABEN
4.1 Musterergänzungsaufgaben
4.2 Objektsprachliche Aufgaben
4.2.1 Aufgabe mit prädikativem und funktionalem Lösungsweg
4.2.2 Aufgabe mit Vorteilen für einen Denktyp
4.2.3 „Darstellungs“-Aufgabe
4.2.4 Beweisaufgabe
4.3 Metasprachliche Aufgaben
4.3.1 Umgang mit metasprachlichen Regeln
4.3.2 Verschiedene „Schwierigkeitsstufen“ von metasprachlichen Regeln
4.4 Zur Konstruktion der Termumformungsaufgaben
5. QUALITATIVE AUSWERTUNG
5.1 Auswertung der Musterergänzungsaufgaben
5.1.1 Diagnosebeispiel 1
5.1.2 Diagnosebeispiel 2
5.1.3 Diagnosebeispiel 3
5.1.4 Bevorzugte kognitive Strukturen der Versuchspersonen
5.2 Analyse einer objektsprachlichen Aufgabe
5.2.1 Anlaß
5.2.2 Mögliche Lösungswege
5.2.3 Idee der Aufgabe
5.2.4 Transkripte von Julia und Lara
5.2.5 Beschreibung und Analyse der Vorgehensweise
5.2.6 Ergebnis
5.3 Beweisaufgabe
5.4 „Darstellungs“-Aufgabe
5.5 Analyse einer metasprachlichen Aufgabe
5.5.1 Anlaß
5.5.2 Möglicher Lösungsweg
5.5.3 Idee der Aufgabe
5.5.4 Schwierigkeit der Aufgabe
5.5.5 Transkripte von Christina und Gaby
5.5.6 Beschreibung und Analyse der Vorgehensweise
5.5.7 Ergebnis
5.6 Vorlieben der Versuchspersonen
6. QUANTITATIVE AUSWERTUNG
6.1 Häufigkeit der Benutzung prädikativer und funktionaler Regeln
6.2 Lösungszeiten der objekt- und metasprachlichen Aufgaben
7. SCHLUßBEMERKUNG
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss individueller kognitiver Strukturen auf die mentale Repräsentation von Termumformungen bei Schülern. Die zentrale Forschungsfrage ist, wie sich die von Schwank postulierte Unterscheidung zwischen prädikativem und funktionalem Denken in den kognitiven Prozessen beim Umgang mit mathematischen Kalkülen niederschlägt.
2.2 Prädikative versus funktionale kognitive Struktur
Schwank postuliert die Existenz zweier unterschiedlicher Denkstrukturen. Sie unterscheidet zwischen einer prädikativen und einer funktionalen kognitiven Struktur und geht davon aus, daß bei jedem Individuum eine Präferenz für eine der beiden Strukturen vorhanden ist oder vielmehr sich im Laufe der Zeit entwickelt hat. „Bei der Anwendung einer prädikativen kognitiven Struktur“ spricht Schwank „von einem prädikativem Denken, dieses ist ein Denken in Beziehungen und Urteilen, bei Anwendung einer funktionalen kognitiven Struktur [spricht sie] von einem funktionalen Denken, dieses ist ein Denken in Handlungsfolgen und Wirkungsweisen“. Dabei geht es um die Frage, in welcher Art und Weise ein Problem kognitiv erfaßt wird. Bei der Unterscheidung zwischen prädikativ und funktional geht es nicht „um einen Unterschied in der Sache, sondern um einen Unterschied in den individuellen Vorstellungen, welche von einer Sache erzeugt werden“. Man könnte es als zwei unterschiedliche Sichtweisen ein und derselben Sache beschreiben.
Ein gutes Beispiel, wie man dieselbe Sache unterschiedlich sehen kann, gibt Schwank mit dem Vergleich zweier Textstücke von Fontane und Goethe. Bei beiden Schriftstellern beschreibt eine Person den Raum, den sie betritt.
1. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Termumformung als mathematisches Problemfeld und Vorstellung des Forschungsziels, die kognitiven Prozesse bei deren Bearbeitung zu untersuchen.
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Detaillierte Darlegung der Theorie prädikativer versus funktionaler kognitiver Strukturen und deren Bedeutung für das mathematische Problemlösen.
3. EXPERIMENTELLE DURCHFÜHRUNG: Beschreibung des Versuchsaufbaus, der Auswahl der Versuchspersonen sowie der technischen und methodischen Umsetzung der klinischen Interviews.
4. AUFGABEN: Vorstellung und Erläuterung der verschiedenen Aufgabentypen, inklusive der Unterscheidung zwischen Musterergänzungs-, objektsprachlichen und metasprachlichen Aufgaben.
5. QUALITATIVE AUSWERTUNG: Analyse der von den Schülern gezeigten Vorgehensweisen und verbalen Äußerungen während der Bearbeitung der unterschiedlichen Aufgabentypen.
6. QUANTITATIVE AUSWERTUNG: Untersuchung der Lösungszeiten und der Häufigkeit von Regelauswahlen, um objektive Indikatoren für kognitive Strukturen zu identifizieren.
7. SCHLUßBEMERKUNG: Fazit zur Anwendbarkeit der untersuchten Methoden und Ausblick auf zukünftige Forschungsrichtungen.
Kognitive Struktur, Prädikatives Denken, Funktionales Denken, Termumformung, Mentale Repräsentation, Mathematikdidaktik, Kalkül, Resonanzthese, Problemlösen, Musterergänzungsaufgabe, Objektsprache, Metasprache, Kognitionspsychologie, Pilotstudie, Lernprozesse.
Die Arbeit untersucht, wie unterschiedliche kognitive Denkstrukturen – prädikativ und funktional – die Art und Weise beeinflussen, wie Schüler mathematische Termumformungen mental repräsentieren und lösen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Theorie der kognitiven Strukturen nach Schwank, der mathematischen Didaktik von Kalkülen sowie der experimentellen Überprüfung dieser Konzepte durch spezifische Testaufgaben.
Ziel ist es, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, ob sich die bevorzugte kognitive Struktur eines Schülers durch eine Analyse seines Problemlöseverhaltens bei speziellen Testaufgaben bestimmen lässt.
Es werden klinische Interviews durchgeführt, bei denen Schüler objekt- und metasprachliche Aufgaben am Computer bearbeiten, wobei sowohl verbale Äußerungen als auch das Lösungsverhalten (in Protokolldaten) qualitativ und quantitativ analysiert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die Beschreibung des Versuchsdesigns, die Kategorisierung der Aufgaben, eine tiefgehende qualitative Fallanalyse sowie eine quantitative Auswertung der Lösungsdaten.
Wesentliche Begriffe sind prädikatives versus funktionales Denken, Termumformungen, mentale Repräsentation, kognitive Strategien, Kalküle und Resonanzthese.
Objektsprachliche Aufgaben basieren auf direkten Symbolveränderungen in einem Thue-System, während metasprachliche Aufgaben Abkürzungen für Eigenschaften verwenden und den Schüler zu abstrakteren, prädikativen Überlegungen zwingen sollen.
Die quantitative Auswertung von Lösungszeiten und Regelfrequenzen erwies sich in der Pilotstudie als problematisch und nicht hinreichend aussagekräftig, da zu viele individuelle Faktoren die Bearbeitung beeinflussen.
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