Diplomarbeit, 2005
368 Seiten, Note: 1,5
1 EINLEITUNG
2 SUBJEKTORIENTIERUNG
2.1 Die Entwicklung der Subjektorientierung im Gesundheitswesen
2.2 Die Subjektorientierung in der Psychiatrie
2.3 Der Trialog in der Psychiatrie
2.4 Subjektorientierte psychiatrische Forschung
2.5 Der Untersuchungsplan dieses Forschungsprojektes
3 DER FORSCHUNGSINHALT
3.1 Die Entwicklung des Forschungsgegenstandes
3.2 Psychose-Erkrankungen
3.3 Therapie in der Psychiatrie
3.4 Therapie in der akutpsychiatrischen Behandlung bei Psychosen
3.5 Therapieziele in der Psychiatrie
3.6 Stand der Literatur zu Therapiezielen
3.7 Die Hypothesen
4 METHODIK
4.1 Die Auswahl der Erhebungsinstrumente
4.1.1 Die Gruppendiskussion
4.1.2 Der Fragebogen
4.2 Die Untersuchungsgruppen
4.2.1 Die Einschlusskriterien
4.2.2 Der Zugang zu den Untersuchungsgruppen
4.2.3 Die Beschreibung der Untersuchungsgruppen
4.3 Die Datenerhebung
4.3.1 Die erste Erhebungsphase
4.3.2 Die zweite Erhebungsphase
4.3.3 Die dritte Erhebungsphase
4.4 Die Aufbereitung der Daten
4.5 Die Auswertung der Daten
4.5.1 Der Fragebogen
4.5.2 Die Gruppendiskussionen
4.6 Gütekriterien empirischer Sozialforschung
4.6.1 Gütekriterien quantitativer Sozialforschung
4.6.2 Gütekriterien qualitativer Sozialforschung
5 DIE ERGEBNISSE
5.1 Die erste Erhebungsphase
5.1.1 Die Therapieziele der Psychiatrie-Erfahrenen
5.1.2 Die Therapieziele der Angehörigen
5.1.3 Die Therapieziele der Professionellen
5.1.4 Der Fragebogen
5.1.5 Resümee
5.2 Die zweite Erhebungsphase
5.2.1 Die Reaktionen der Psychiatrie-Erfahrenen
5.2.2 Die Reaktionen der Angehörigen
5.2.3 Die Reaktionen der Professionellen
5.2.4 Resümee
5.3 Die dritte Erhebungsphase
5.4 Reflexionen zur Ausführung des Untersuchungsplanes
6 FAZIT
Die Arbeit untersucht die unterschiedlichen Therapieziele von Psychiatrie-Erfahrenen, Angehörigen und Professionellen in der stationären akutpsychiatrischen Behandlung bei Psychosen im Rahmen einer trialogisch besetzten Forschungsgruppe, um die Hypothese zu prüfen, ob diese Differenzen zu Missverständnissen und Komplikationen im Behandlungsprozess führen.
1 Einleitung
In der vorliegenden Untersuchung habe ich eine Forschungsgruppe geleitet und begleitet, die trialogisch besetzt war. Im Gegensatz zu einer „gewöhnlichen“, ausschließlich mit Wissenschaftlern bzw. Professionellen zusammengesetzten Forschungsgruppe, bestand diese Gruppe aus Vertretern der Psychiatrie-Erfahrenen, der Angehörigen und der Professionellen. Psychiatrieerfahren zu sein bedeutet, als ehemals psychisch Erkrankter Erfahrungen mit der Psychiatrie gemacht zu haben. Als Angehörige sind in diesem Rahmen Familienmitglieder, Ehepartner oder nahe Freunde eines psychisch Erkrankten bzw. Psychiatrie-Erfahrenen gemeint. Professionell heißt in diesem Sinn, einen helfenden Beruf im psychiatrischen Bereich auszuführen.
Diese Konstellation hat sich als Trialog in der Psychiatrie etabliert und verkörpert eine Kommunikationskultur zwischen den Hauptbeteiligten im psychiatrischen Behandlungsprozess: den Professionellen, den Patienten und deren Angehörigen. Dabei geht es in erster Linie um einen „Diskurs auf gleicher Augenhöhe“ bzw. eine möglichst gleichberechtigte Zusammenarbeit der drei Gruppen. Der Trialog stellt dabei eine besondere Form der Subjektorientierung dar, welche sich generell im Gesundheitswesen entwickelt und in Form von „Patientensouveränität“, „Klientenorientierung“ oder „Nutzerpartizipation“ beobachtet werden kann.
Das Prinzip dieser Nutzerorientierung wurde in der vorliegenden Arbeit auf ein Forschungsprojekt übertragen und die Forschungsgruppe demzufolge trialogisch besetzt. Das heißt konkret, dass diese Gruppe einen gesamten Forschungsprozess durchgeführt hat.
Begonnen mit der Themenfindung haben sich die Teilnehmer der trialogisch besetzten Forschungsgruppe für eine Befragung zu Therapiezielen in der stationär akutpsychiatrischen Behandlung bei Psychose-Erkrankungen entschieden. Sie basiert auf der Vermutung, dass die Therapieziele von Patienten, Angehörigen und Professionellen unterschiedlich sind und diese Differenz zu Komplikationen im Behandlungsprozess führt.
1 EINLEITUNG: Einführung in das trialogische Forschungsdesign und die Motivation für die Untersuchung unterschiedlicher Therapieziele in der Akutpsychiatrie.
2 SUBJEKTORIENTIERUNG: Theoretische Auseinandersetzung mit der Entwicklung der Subjekt- und Nutzerorientierung im Gesundheitswesen und speziell in der Psychiatrie.
3 DER FORSCHUNGSINHALT: Detaillierte Herleitung des Forschungsgegenstandes, Klärung des Psychose-Begriffs und der therapeutischen Settings sowie Formulierung der Hypothesen.
4 METHODIK: Beschreibung des kombinierten methodischen Vorgehens mittels Gruppendiskussionen und Fragebögen sowie deren Auswertung und Gütekriterien.
5 DIE ERGEBNISSE: Detaillierte Darstellung und Interpretation der Erkenntnisse aus den drei Erhebungsphasen, unterteilt nach den beteiligten Interessengruppen.
6 FAZIT: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse über die trialogische Kommunikation und die Anwendbarkeit des Forschungsansatzes.
Trialog, Psychiatrie, Psychose, Therapieziele, Subjektorientierung, Nutzerpartizipation, Gruppendiskussion, Akutpsychiatrie, Forschungsmethodik, Patientenorientierung, Angehörige, Professionelle, Krankheitsbewältigung, Beziehungsgestaltung, Qualitätssicherung.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Untersuchung, welche Therapieziele Patienten (Psychiatrie-Erfahrene), Angehörige und Professionelle in der stationären akutpsychiatrischen Behandlung von Psychose-Erkrankungen verfolgen.
Die Forschungsgruppe war trialogisch besetzt, das heißt, sie bestand aus Psychiatrie-Erfahrenen, Angehörigen von psychisch Erkrankten und Professionellen, die in helfenden Berufen tätig sind.
Ziel war es herauszufinden, ob sich die Therapieziele der drei Gruppen unterscheiden und ob diese Differenzen zu Missverständnissen führen, sowie zu erproben, wie ein trialogischer Forschungsprozess gemeinsam gestaltet werden kann.
Die Arbeit nutzt ein kombiniertes methodisches Vorgehen aus qualitativen Gruppendiskussionen zur Exploration und standardisierten Fragebögen zur individuellen Erfassung der Ziele.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zur Subjektorientierung, eine detaillierte Erläuterung des gewählten methodischen Designs, die Darstellung der empirischen Ergebnisse aus drei Erhebungsphasen sowie die Reflexion des Forschungsprozesses.
Die zentralen Konzepte sind der Trialog in der Psychiatrie, Therapieziele bei Psychosen, Subjektorientierung, Nutzerpartizipation und die methodische Triangulation.
Die Professionellen betonten, dass eine Phase des gegenseitigen Kennenlernens und der Bestandsaufnahme zu Beginn der stationären Behandlung essenziell ist, um individuell passende Therapieziele überhaupt formulieren zu können.
Es besteht ein Spannungsfeld zwischen dem Wunsch der Angehörigen nach Integration und Information sowie dem Bedürfnis der Patienten nach Diskretion, Abgrenzung und Selbstbestimmung, welches im trialogischen Austausch thematisiert wird.
Die Akutstation wird von den Teilnehmern sowohl als Schutzraum als auch als potenzielle Quelle für zusätzlichen Stress beschrieben, was die Erreichung von Therapiezielen wie "Stressabbau" maßgeblich beeinflusst.
Die Forscherin legte Wert auf eine transparente Kommunikation und Anleitung, wobei die Vertreter der Interessengruppen als Co-Moderatoren agierten, um Empathie und ein vertrauensvolles Diskussionsklima zu fördern.
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