Bachelorarbeit, 2007
66 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Einordnung des Vertriebsmanagements
2.1 Vertrieb
2.2 Vertriebsmanagement
2.3 Marketing
2.4 Abgrenzung von Vertriebsmanagement und Marketing
2.5 Integriertes Vertriebsmanagement mit System
2.6 Vertriebscontrolling
3. Kennzahlen und das Balanced-Scorecard-Konzept
3.1 Marketing- und Vertriebskennzahlen
3.1.1 Neukundenanteil bzw. Neukundenquote
3.1.2 Verkaufszeitanteil
3.1.3 Aktivitätenerfüllungsquote
3.1.4 Terminquote und Termintreue
3.1.5 Abschlussquote
3.1.6 Cross Selling
3.1.7 Deckungsbeitrag, Volumen, Marge
3.1.8 Kündigerquote
3.1.9 Net Promoter Score
3.2 Die Balanced Scorecard als Kennzahlensystem
3.2.1 Begriff und Wesen der Balanced Scorecard
3.2.2 Aufbau und Perspektiven der Balanced Scorecard
3.2.2.1 Finanzperspektive
3.2.2.2 Kundenperspektive
3.2.2.3 Interne Geschäftsprozesse
3.2.2.4 Lern- und Entwicklungsperspektive
3.2.2.5 Kausale Verknüpfungen
4. Eine Vertriebs-Balanced-Scorecard am Beispiel einer regionalen Genossenschaftsbank
4.1 Die Philosophie des Vertriebsmanagements und der Vertriebssteuerung im Rahmen der Strategie
4.2 Vor- und Nachteile des zentralen Vertriebsmanagements in der Beispielbank
4.3 Erstellung der Vertriebs Balanced Scorecard in der Beispielbank
4.4 Gefahren der Balanced Scorecard im Vertrieb in der Beispielbank
5. Fazit und Ausblick
Die Bachelor-Thesis analysiert die Möglichkeiten zur Optimierung des stationären Vertriebs einer regionalen Genossenschaftsbank durch den Einsatz eines zentralen Vertriebsmanagements, moderner Kennzahlensysteme und der Balanced Scorecard.
3.1.4 Terminquote und Termintreue
Universalbanken, die den Großteil ihrer Geschäfte im direkten Vertrieb mittels Filialbetrieb generieren, sind darauf angewiesen, dass die Kunden und Nichtkunden die Geschäftsstellen der Bank besuchen. Hier können die Bankdienstleistungen erbracht und Kundengespräche geführt werden, die zur Generierung von Erträgen notwendig sind. Der Termin spielt vor allem im Bereich der Kundengespräche eine wichtige Rolle, denn mit einem fest vereinbarten Termin ist gewährleistet, dass Vertriebsmitarbeiter und Kunde ausreichend Zeit für ein sowie Interesse an einem Gespräch haben (idealtypisch). Bei von der Bank vereinbarten Terminen geht die Initiative und damit das Bestreben Marketing- und Ertragsziele zu realisieren von den Mitarbeitern aus und ist ein Zeichen für einen „starken“ Vertriebsgedanken. Außerdem erledigt eine steigende Anzahl an Kunden ihre normalen Bankgeschäfte von Zuhause und besucht nicht regelmäßig die Geschäftsstellen. Termine und die Terminvereinbarungen sind daher wichtige Instrumente im Verkaufsprozess.
Im Rahmen der Kontaktaufnahme, auf Grundlage der in CRM-Programmen selektierten Daten, werden Kunden mit dem Ziel einer Terminvereinbarung mit dem Vertriebsmitarbeiter angesprochen. Für jeden Kanal, über den Kunden und Nichtkunden durch die Bank erreicht werden, kann eine Terminquote ermittelt werden, die sich aus der Anzahl vereinbarter Termine im Bezug auf die Kontaktanzahl ergibt. Hier wird nur auf den Vertriebsmitarbeiter im direkten Vertrieb eingegangen. Ausgehend von einem guten CRM-System wird dem Vertriebsmitarbeiter über die Aktivitätensteuerung eine Kontaktanzahl vorgegeben, aus der es gilt eine bestimmte und in der Zielvereinbarung festgelegte Menge an Terminen mit Kunden und Nichtkunden zu vereinbaren. Wird der TSQ-Ansatz verfolgt, ergibt sich aus jeder Aktivität aus dem CRM-System ein Termin und daraus resultierend ein Abschluss. Allerdings ist eine 100%ige Termin- und Abschlussquote in der Praxis aus den verschiedensten Gründen nicht realisierbar. Ziel sollte jedoch eine möglichst hohe Terminquote sein.
1. Einleitung: Die Einleitung begründet die Relevanz einer effektiven Vertriebssteuerung für regionale Genossenschaftsbanken im dynamischen Marktumfeld und definiert die Zielsetzung der Arbeit.
2. Einordnung des Vertriebsmanagements: Dieses Kapitel verortet das Vertriebsmanagement innerhalb der unternehmerischen Wertschöpfungskette und grenzt es vom allgemeinen Marketing sowie vom Vertriebscontrolling ab.
3. Kennzahlen und das Balanced-Scorecard-Konzept: Hier werden quantitative und qualitative Kennzahlen analysiert und die Balanced Scorecard als Instrument zur ganzheitlichen Strategieumsetzung erläutert.
4. Eine Vertriebs-Balanced-Scorecard am Beispiel einer regionalen Genossenschaftsbank: Das Kapitel überträgt die theoretischen Konzepte auf eine konkrete Beispielbank und diskutiert Anforderungen, Potenziale sowie operative Gefahren.
5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Eignung der untersuchten Instrumente zusammen und betont die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Optimierung im Rahmen einer gelebten Vertriebskultur.
Vertriebsmanagement, Vertriebssteuerung, Balanced Scorecard, Genossenschaftsbank, Kennzahlen, Kundenstamm, CRM, Total Sales Quality, Terminquote, Abschlussquote, Deckungsbeitrag, Neukundengewinnung, Kundenzufriedenheit, Net Promoter Score, Strategische Planung
Die Arbeit untersucht, wie eine regionale Genossenschaftsbank ihren stationären Vertrieb durch ein zentrales Vertriebsmanagement und den Einsatz der Balanced Scorecard sowie spezifischer Kennzahlen effizienter steuern kann.
Im Fokus stehen das Vertriebsmanagement, die Definition und Messung vertrieblicher Leistung durch Kennzahlen, die Implementierung der Balanced Scorecard sowie die besonderen Anforderungen des Bankenmarktes.
Ziel ist die Erarbeitung eines Gesamtüberblicks über die Möglichkeiten einer zentralen Vertriebssteuerung, um das Institut in einem wettbewerbsintensiven Markt rentabler und kundenorientierter aufzustellen.
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung und wendet diese Konzepte im vierten Kapitel exemplarisch auf eine regionale Genossenschaftsbank an, um praxisnahe Handlungsrahmen aufzuzeigen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung von Kennzahlen (CRM, TSQ, Finanzkennzahlen) und eine praktische Fallstudie zur Erstellung einer Vertriebs-Balanced-Scorecard inklusive der Analyse von Vor- und Nachteilen.
Zentrale Begriffe sind Vertriebsmanagement, Balanced Scorecard, Kennzahlensysteme, Kundenorientierung (CRM), Deckungsbeitrag und die spezifische Strategie von Genossenschaftsbanken.
Die Neukundengewinnung ist neben der Neugeschäftsgenerierung ein zentraler Hebel zur Steigerung des Marktanteils, wobei die Bank eine Qualitätsführerschaft bei definierten Zielkundensegmenten anstrebt.
Neben hohen Implementierungs- und laufenden Pflegekosten nennt der Autor das Risiko einer mangelnden Einbindung des Top-Managements sowie die Gefahr einer nachlassenden Akzeptanz oder Fehlinterpretationen in der Strategieumsetzung.
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