Diplomarbeit, 2007
92 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Das Controlling als essentielle Instanz
1.3 Das Finanzcontrolling als Teil der Unternehmenssteuerung
2 Finanzplanung
2.1 Definition
2.2 Der Finanzplan / Liquiditätsplan
2.3 Der Investitionsplan
2.3.1 Investitionsrechnungen
2.4 Kapitalbedarf
3 Finanzkontrolle
3.1 Definition
3.2 Kennzahlenanalyse
3.2.1 Definition
3.2.2 Bestandsorientierte Kennzahlenanalyse
3.2.2.1 Vertikale Bilanzstruktur
3.2.2.1.1 Analyse der Vermögensstruktur
3.2.2.1.2 Analyse der Kapitalstruktur
3.2.2.2 Horizontale Bilanzstruktur
3.2.2.2.1 Horizontale Finanzierungsregeln
3.2.2.2.2 Liquiditätsregeln und –kennzahlen
3.2.3 Stromgrößenorientierte Kennzahlenanalyse
3.2.3.1 Erfolgskennzahlen
3.2.3.1.1 Absolute Erfolgskennzahlen
3.2.3.1.2 Relative Erfolgskennzahlen
3.2.3.2 Aktivitätskennzahlen
4 Finanzsteuerung
4.1 Definition
4.2 Kennzahlensysteme
4.2.1 Logisch-deduktive Kennzahlensysteme
4.2.2 Empirisch-induktive Kennzahlensysteme
5 Informationsversorgung
5.1 Definition
5.2 Informationssysteme
6 Zusammenfassung
7 Fazit und Ausblick Hochtief AG
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Bestandteile eines Finanzcontrollings darzustellen, deren wechselseitige Abhängigkeiten zu erläutern und diese anhand von praktischen Beispielen der Hochtief AG zu verdeutlichen, um die Relevanz einer fundierten Finanzsteuerung für Bauunternehmen aufzuzeigen.
Beispiel kurzfristiger Finanzplan
Bei Addition der Anfangsbestände und der Einnahmen sowie anschließende Subtraktion der Ausgaben ergibt sich in diesem Fall eine Überdeckung von 12.100 €.
(Beträge in €) Plan Ist Differenz
A. Anfangsbestände flüssige Mittel
1 Kasse 4.900
2 Banken 45.800
3 Wechsel 19.300
Summe 70.000
B. Einnahmen
1 Umsatz 676.200
2 Finanzanlagen 4.800
3 Verkauf Anlagegüter 15.900
4 Kreditaufnahmen 33.000
5 Kapitalerhöhung -
6 Dienstleistungen 23.100
7 Sonstige Einnahmen 36.700
Summe 789.700
C. Ausgaben
1 Roh-, Hilfsstoffe 192.300
2 Energien 21.400
3 Personal 367.200
4 Zinsen 38.100
5 Steuern 23.900
6 Kreditrückzahlung 45.000
7 Investitionen 52.900
8 Privatentnahmen 38.200
9 Dienstleistungen 30.500
10 Sonstige Ausgaben 38.100
Summe 847.600
Überdeckung 12.100
1 Einleitung: Diese Einleitung erläutert die ökonomischen Herausforderungen der deutschen Bauwirtschaft und begründet die Notwendigkeit eines ganzheitlichen Finanzcontrollings für eine erfolgreiche Unternehmenssteuerung.
2 Finanzplanung: Dieses Kapitel definiert die Finanzplanung als essenziellen Prozess zur zielgerichteten Gestaltung des finanzwirtschaftlichen Bereichs und beschreibt die Teilbereiche Finanzplan, Investitionsplan und Kapitalbedarf.
3 Finanzkontrolle: Dieses Kapitel beschreibt die Finanzkontrolle als Kontrollsystem zur Überwachung der Finanzplanung sowie zur Analyse der Finanzlage mittels Kennzahlen und erläutert die verschiedenen Analyseschwerpunkte.
4 Finanzsteuerung: Dieses Kapitel behandelt die Finanzsteuerung, deren Zweck in der Steuerung und Offenlegung betriebswirtschaftlicher Zusammenhänge mittels Kennzahlensystemen wie dem Du-Pont-System liegt.
5 Informationsversorgung: Dieses Kapitel definiert die Informationsversorgung als essenzielle Verbindung zwischen Planung, Kontrolle und Steuerung und erläutert die Aufgaben und Komponenten von Informationssystemen.
6 Zusammenfassung: Dieses Kapitel rekapituliert die Bedeutung eines kybernetischen Finanzcontrollings als ganzheitliches Steuerungssystem zur Sicherung des Unternehmenserfolgs in volatilen Märkten.
7 Fazit und Ausblick Hochtief AG: Dieses Kapitel evaluiert die Finanzlage der Hochtief AG auf Basis der durchgeführten Kennzahlenanalyse und gibt einen Ausblick auf zukünftige Optimierungspotenziale.
Finanzcontrolling, Unternehmenssteuerung, Baudienstleister, Finanzplanung, Finanzkontrolle, Finanzsteuerung, Kennzahlenanalyse, Liquidität, Rentabilität, Cash Flow, Du-Pont-System, Jahresabschluss, Bilanzanalyse, Kapitalbedarf, Investitionsrechnung.
Die Arbeit befasst sich mit der Implementierung und Anwendung eines Finanzcontrollings als integraler Bestandteil der Unternehmenssteuerung am Beispiel eines Baudienstleisters.
Die Schwerpunkte liegen auf Finanzplanung, Finanzkontrolle, Finanzsteuerung und der Informationsversorgung, ergänzt durch eine praktische Analyse der Hochtief AG.
Das Ziel ist es, die Bestandteile eines Finanzcontrollings zu systematisieren, deren Zusammenhänge aufzuzeigen und durch praktische Anwendung auf Jahresabschlüsse transparent zu machen.
Die Arbeit nutzt die Literaturrecherche zur theoretischen Fundierung und überträgt diese Erkenntnisse methodisch auf die Analyse von Konzernbilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Prozesse der Finanzplanung (Liquidität, Investition, Kapitalbedarf), die Finanzkontrolle (Kennzahlenanalyse) und die Finanzsteuerung (Kennzahlensysteme).
Wesentliche Begriffe sind Finanzcontrolling, Kennzahlenanalyse, Liquiditätssteuerung, Rentabilitätskennzahlen, Du-Pont-System und Kapitalflussrechnung.
Da Baudienstleister durch hohe Vorfinanzierungskosten und materialintensive Projekte gekennzeichnet sind, ist ein präzises Finanzcontrolling entscheidend, um Liquiditätsengpässe und Insolvenzrisiken frühzeitig zu erkennen.
Das Du-Pont-System dient als Instrument der Finanzsteuerung, um durch das Aufschlüsseln des Return on Investment (RoI) die wechselseitigen Abhängigkeiten zwischen den einzelnen Einflussfaktoren wie Umsatzrentabilität und Kapitalumschlag aufzuzeigen.
Der Autor konstatiert, dass die Hochtief AG trotz hoher Verschuldungsgrade durch einen relativ hohen Anteil an liquiden Mitteln und eine flexible Vermögensstruktur auf einem soliden Erfolgskurs wirtschaftet.
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