Diplomarbeit, 2007
125 Seiten, Note: 1,0
1 Einführung in die Problemstellung
1.1 Aktuelle Entwicklungstendenzen bei Hedgefonds-Investments
1.2 Strukturierung und Zielstellung der Diplomarbeit
2 Charakterisierung des Typus „Fonds“
2.1 Fondsprinzip und Definitionsansätze
2.2 Historie und Bedeutung des Fondsgedankens
2.3 Fondsausprägungen
3 Abgrenzung der alternativen Investments
3.1 Alternative Investments – eine nicht traditionelle Anlageform
3.2 Hedgefonds
3.2.1 Definitionsansätze
3.2.2 Charakterisierung
3.2.3 Hedgefonds versus traditionelle Investmentfonds
3.3 Private Equity
3.3.1 Wesensmerkmale
3.3.2 Privaty-Equity-Phasen im Detail
3.3.2.1 Early-Stage-Private-Equity
3.3.2.2 Later-Stage-Private-Equity
3.3.2.3 Bridge-Financing
3.3.2.4 Buyout
3.3.3 Private Equity versus Hedgefonds
3.4 Managed Futures
3.4.1 Kennzeichen
3.4.2 Managed Futures versus Hedgefonds
3.4.2.1 Gemeinsamkeiten
3.4.2.2 Unterschiede
4 Historie und Vielfalt der Hedgefonds
4.1 Geschichtlicher Abriss sowie verbundene Konsequenzen
4.1.1 Der erste Hedgefonds
4.1.2 Epigonen und andere Tendenzen der Folgezeit
4.1.3 Die goldenen Zeiten der 1980er und 1990er Jahre
4.1.4 Hedgefonds nach der Jahrtausendwende
4.2 Bandbreite der Hedgefonds-Strategien
4.2.1 Relative Value
4.2.1.1 Convertible Arbitrage
4.2.1.2 Equity Market Neutral
4.2.1.3 Fixed Income
4.2.2 Event Driven
4.2.2.1 Merger Arbitrage
4.2.2.2 Distressed Securities
4.2.3 Opportunistic
4.2.3.1 Global Macro
4.2.3.2 Long/Short Equity
4.2.3.3 Short Selling
4.2.3.4 Emerging Markets
4.2.3.5 Equity Market Timing
4.2.4 Fund of Funds
5 Hedgefonds-Investments – Risiken und deren Regulierung
5.1 Inhärente Risiken
5.1.1 Allgemeine Risiken
5.1.1.1 Marktrisiko
5.1.1.2 Kreditrisiko
5.1.1.3 Systemrisiko
5.1.1.4 Strukturrisiko
5.1.2 Spezielle Risiken
5.1.2.1 Liquiditätsrisiko
5.1.2.2 Leverage-Risiko
5.1.2.3 Short-Selling-Risiko
5.1.2.4 Managerrisiko
5.1.2.5 Modellrisiko
5.1.2.6 Operationelles Risiko
5.1.2.7 Reputationsrisiko
5.1.2.8 Kapazitäts- und Konzentrationsrisiko
5.1.2.9 Counterpartyrisiko
5.1.2.10 Transparenzrisiko
5.2 Prozess des Risikomanagements bei Hedgefonds
5.2.1 Identifikation der Risiken
5.2.1.1 Aufgaben und Ziele
5.2.1.2 Methoden
5.2.2 Analyse und Bewertung der Risiken
5.2.2.1 Konventionelle Maße der Risikoquantifizierung
5.2.2.1.1 Varianz – Standardabweichung – Volatilität
5.2.2.1.2 Betafaktor
5.2.2.1.3 Korrelation
5.2.2.1.4 Value-at-Risk
5.2.2.1.4.1 Das Grundkonzept – Der Varianz-Kovarianz-Ansatz
5.2.2.1.4.2 Historische Simulation
5.2.2.1.4.3 Monte-Carlo-Simulation
5.2.2.2 Neuzeitliche Modelle der Risikoquantifizierung
5.2.2.2.1 Höhere Momente der Wahrscheinlichkeitsverteilung
5.2.2.2.1.1 Schiefe
5.2.2.2.1.2 Wölbung
5.2.2.2.1.3 Konsequenzen aus Schiefe- und Wölbungseffekten
5.2.2.2.2 Lower Partial Moments
5.2.2.2.3 Expected Shortfall
5.2.2.3 Simulationen der Risiken
5.2.2.3.1 Stresstest und Szenarienanalyse
5.2.2.3.2 Monte-Carlo-Simulation
5.2.2.3.3 Backtesting
5.2.3 Bewältigung der Risiken
5.2.3.1 Aktive Risikosteuerung
5.2.3.1.1 Risikodiversifikation
5.2.3.1.2 Risikovermeidung
5.2.3.1.3 Risikoverminderung
5.2.3.1.4 Risikoüberwälzung
5.2.3.2 Passive Risikosteuerung
5.2.4 Überwachung der Risiken
5.2.5 Hedgefonds aus aufsichtsrechtlicher Sicht
6 Schlussbetrachtung
6.1 Zusammenfassung der Arbeit und Fazit
6.2 Prognostizierte Entwicklungstendenzen
Die Diplomarbeit untersucht die Problemfelder im Risikomanagement von Hedgefonds, wobei der Schwerpunkt auf Methoden zur optimalen Verlustbegrenzung und Portfolio-Optimierung liegt. Angesichts der zunehmenden Bedeutung von Hedgefonds als alternative Anlageklasse und der regulatorischen Änderungen in Deutschland zielt die Arbeit darauf ab, geeignete Risikoanalyseverfahren kritisch zu beleuchten und ihre Anwendbarkeit auf die komplexen Strukturen dieses Marktsegments zu prüfen.
1.1 Aktuelle Entwicklungstendenzen bei Hedgefonds-Investments
Alternative Investments haben sich in den letzten Jahren nahezu explosionsartig entfaltet und tauchen vornehmlich in angelsächsischen Portfolios immer wieder auf. Im Zentrum des Interesses steht dabei das Ziel der verbesserten Rendite- und Risikoverteilung im Gesamtportfolio mit zunehmender Investitionstätigkeit in alternative Anlagen. Vorwiegend das Segment der Hedgefonds erfuhr in diesem Zusammenhang größte Beliebtheit bei den Investoren. Im Jahr 2000 bestanden noch ca. 4000 Hedgefonds, die ein Vermögen von 0,5 Billionen Dollar beherbergten. Vergleichsweise gehen mehrere Schätzungen für das Jahr 2006 davon aus, dass ein Anlagevolumen von mehr als 1,3 Billionen Dollar in über 9000 verschiedenen Hedgefonds verwaltet wurde, welches dazu führte, dass 40-50% der Kapitalmarkttransaktionen in bestimmten Teilsegmenten der London Stock Exchange und der New York Stock Exchange alleinig auf Hedgefonds zurückgingen. Jedoch ist auch zu beachten, dass durch diese Dynamik und Innovationsfreudigkeit dieses Marktes ein erhebliches Risiko, speziell für den unerfahrenen Anleger, einhergeht.
Die aus diesem Grund ursprünglich vorherrschende Reglementierung dieses Marktsegments führte zu einer eingeschränkten Anlagemöglichkeit innerhalb Deutschlands. Mit dem Inkrafttreten des Investmentmodernisierungsgesetzes zum 01.Januar 2004 wurden die notwendigen rechtlichen Rahmenbedingungen kreiert, um Hedgefonds in Deutschland als Anlageform zu nutzen. Die Schaffung dieser gesetzlichen Eckpfeiler soll dabei die Basis für die vermutete Intensivierung der Investitionen in der wichtigsten Kategorie der alternativen Investments – den Hedgefonds – bilden.
1 Einführung in die Problemstellung: Dieses Kapitel erläutert das wachsende Interesse an Hedgefonds, die Marktdynamik und die gesetzliche Neuregelung dieser Anlageform in Deutschland.
2 Charakterisierung des Typus „Fonds“: Hier werden die Grundlagen des Fondsprinzips, die Aufgaben der Depotbanken und Kapitalanlagegesellschaften sowie historische Aspekte der Fondsgründung beleuchtet.
3 Abgrenzung der alternativen Investments: Das Kapitel differenziert Hedgefonds, Private Equity und Managed Futures von traditionellen Anlagen und diskutiert ihre spezifischen Eigenschaften.
4 Historie und Vielfalt der Hedgefonds: Dieser Abschnitt bietet einen geschichtlichen Abriss, beschreibt das Entstehen bedeutender Strategien und deren Entwicklung über verschiedene Marktphasen.
5 Hedgefonds-Investments – Risiken und deren Regulierung: Der Hauptteil analysiert die Risikostruktur von Hedgefonds, diskutiert Messmethoden wie den Value-at-Risk sowie die aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen.
6 Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und wagt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Hedgefonds-Branche.
Hedgefonds, Risikomanagement, Alternative Investments, Portfolio-Optimierung, Value-at-Risk, Marktneutralität, Private Equity, Managed Futures, Volatilität, Investmentmodernisierungsgesetz, Rendite, Verlustbegrenzung, Korrelation, Portfoliostrukturierung, Aufsichtsrecht
Die Arbeit befasst sich mit den Risiken, die mit der Anlage in Hedgefonds verbunden sind, und untersucht, wie diese Risiken im Rahmen eines Risikomanagements analysiert, gemessen und gesteuert werden können.
Neben der Definition und Abgrenzung alternativer Investments bildet die Analyse von Risikokategorien sowie die kritische Betrachtung mathematischer Modelle zur Risikoquantifizierung den inhaltlichen Kern.
Ziel ist es, Methoden zur Verlustbegrenzung und Risikomessung bei der Portfoliostrukturierung mit Hedgefonds zu identifizieren sowie deren Stärken und Schwächen aufzuzeigen.
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und die Darstellung quantitativer Risikomodelle, die anhand empirischer Daten und theoretischer Konzepte auf ihre Eignung für das Hedgefonds-Management geprüft werden.
Der Hauptteil widmet sich der Identifikation und Analyse inhärenter Risiken (wie Markt-, Kredit- oder Modellrisiken) sowie dem Prozess des Risikomanagements inklusive der Bewertung und Steuerung dieser Gefahren.
Die wichtigsten Schlagworte sind Hedgefonds, Risikomanagement, Value-at-Risk, alternative Investments, Portfolio-Optimierung und aufsichtsrechtliche Regulierung.
Der Autor kritisiert, dass traditionelle Maße wie die Standardabweichung auf der Annahme einer Normalverteilung beruhen, die bei Hedgefonds aufgrund asymmetrischer Renditeverteilungen und "Fat Tails" häufig nicht gegeben ist, was zu Fehlbewertungen führt.
Es fungiert als rechtlicher Rahmen, der seit 2004 die notwendigen Voraussetzungen schafft, um Hedgefonds in Deutschland als regulierte Anlageform zu etablieren und Transparenz zu fördern.
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