Diplomarbeit, 2006
86 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
2 Darstellung der Biogastechnologie
2.1 Grundlagen
2.2 Biogasentstehung
2.3 Biogasqualität nach Vergärung
2.4 Störstoffe im Biogas
2.4.1 Schwefelwasserstoff
2.4.2 Wasserdampf
2.4.3 Ammoniak
2.4.4 Kohlenmonoxid und -dioxid
2.4.5 Carbonyl-Sulfid
2.4.6 Siloxane
2.4.7 Chlor und Fluor
2.4.8 Staubpartikel
2.5 Betriebsparameter der Beispielanlage
3 Nutzung der Brennstoffzelle in der Biogastechnik
3.1 Allgemeine Einführung und Funktion der Brennstoffzelle
3.2 Darstellung der MCFC-Technologie
3.2.1 Beschreibung der MCFC
3.2.2 Aufbau der Direktbrennstoffzelle
3.2.3 Funktionsweise der MCFC
3.3 Darstellung der SOFC-Technologie
3.3.1 Beschreibung der SOFC
3.3.2 Betrachtung verschiedener Zellenkonzepte
3.3.3 Funktionsweise der SOFC
3.4 Anforderungen der Brennstoffzelle an die Gasqualität
3.5 Vergleich der Brennstoffzelle zu konventionellen BHKWs
3.5.1 Investitionskosten
3.5.2 Wirkungsgrad
3.5.3 Lebensdauer
3.5.4 Emissionen
4 Methoden der Biogasaufbereitung
4.1 Trocknung
4.2 Feststoffabscheidung
4.3 Entschwefelung
4.3.1 Biologische Entschwefelung
4.3.2 Laugenwäsche
4.3.3 Sulfidfällung
4.3.4 Entschwefelung mit Eisenchelat
4.3.5 Adsorption an eisenhaltigen Massen
4.3.6 Schwefelwasserstoffentfernung mit Zinkoxid
4.3.7 Adsorption an Aktivkohle
4.4 Ammoniakentfernung
4.5 Siloxanentfernung
4.6 AOX-Entfernung
4.7 Biogasaufbereitung bei der Vergärungsanlage in Leonberg
5 Wirtschaftlichkeitsbetrachtung
5.1 Bewertung der Aufbereitungstechniken
5.1.1 Bewertung der Trocknungsverfahren
5.1.2 Bewertung der Verfahren zur Feststoffabscheidung
5.1.3 Bewertung der Entschwefelungsverfahren
5.1.4 Bewertung der Verfahren zur Siloxanabscheidung
5.1.5 Bewertung der Verfahren zur Ammoniak- bzw. AOX-Entfernung
5.2 Auswahl eines geeigneten Verfahrens anhand der Beispielanlage
6 Diskussion
7 Zusammenfassung
Diese Arbeit analysiert die technische und ökonomische Machbarkeit des Einsatzes von Brennstoffzellen in der Biogastechnologie, mit besonderem Fokus auf die notwendige Biogasaufbereitung. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, welche Reinigungsmethoden unter technischen und wirtschaftlichen Aspekten am besten geeignet sind, um Biogas so aufzubereiten, dass es den hohen Anforderungen von Brennstoffzellen entspricht und eine effiziente sowie kostengünstige Stromerzeugung ermöglicht.
2.4.1 Schwefelwasserstoff
Schwefelwasserstoff (H2S) entsteht durch den Abbau von Proteinen und ist ein farbloses Gas, welches sowohl für technische Anlagenkomponenten der Biogasanlage als auch für den Menschen erhebliche Schäden hervorrufen kann [12]. Es greift die Schleimhäute der Augen sowie der Atemwege an und ist bei höheren Konzentrationen in kürzester Zeit tödlich. Während es in geringeren, noch relativ ungefährlichen Konzentrationen sehr intensiv und unangenehm nach faulen Eiern riecht, tritt bei Konzentrationen über 200 ppm eine Lähmung der Geruchsnerven ein [14]. Für den Betrieb einer Biogasanlage wirkt sich Schwefelwasserstoff für alle Anlagenteile mit den es in Kontakt gerät nachteilig aus. Insbesondere das BHKW sowie die Gasleitungen sind davon betroffen. Bei Brennstoffzellen (BZ) müssen alle Schwefelverbindungen nahezu eliminiert werden, da bereits geringste Spuren dieses Gases die aktiven Zentren des Katalysators der BZ blockieren [4].
1 Einleitung: Beschreibt den Wandel der Energieversorgung und die Relevanz der Biogastechnologie sowie die Motivation zur Untersuchung von Brennstoffzellen.
2 Darstellung der Biogastechnologie: Erläutert die Grundlagen der Biogasgewinnung, die mikrobiologischen Phasen der Entstehung, die Biogasqualität und identifiziert kritische Störstoffe.
3 Nutzung der Brennstoffzelle in der Biogastechnik: Beschreibt das Funktionsprinzip von Brennstoffzellen und stellt die Technologien MCFC und SOFC im Vergleich zu konventionellen BHKWs dar.
4 Methoden der Biogasaufbereitung: Analysiert detailliert verschiedene technische Verfahren zur Trocknung, Feststoffabscheidung, Entschwefelung, Ammoniak- und Siloxanentfernung.
5 Wirtschaftlichkeitsbetrachtung: Bewertet die zuvor beschriebenen Reinigungstechniken hinsichtlich Investitions- und Betriebskosten und wählt ein geeignetes Konzept für die Beispielanlage aus.
6 Diskussion: Reflektiert die technische Eignung, die wirtschaftliche Herausforderung und offene Fragen bezüglich der Langzeitstabilität bei der Nutzung von Brennstoffzellen.
7 Zusammenfassung: Fasst die Kernaussagen der Arbeit zusammen und betont das Potenzial sowie die notwendigen Optimierungsschritte der Technologie.
Biogas, Biogastechnologie, Brennstoffzelle, MCFC, SOFC, Biogasaufbereitung, Gasreinigung, Entschwefelung, Wirtschaftlichkeit, Wasserstoff, Energiewandler, BHKW, Methan, Gasqualität, Anlagentechnik.
Die Arbeit befasst sich mit der technischen und wirtschaftlichen Analyse der Nutzung von Brennstoffzellen in der Biogastechnologie, wobei der Schwerpunkt auf der notwendigen Aufbereitung des Rohbiogases liegt.
Die zentralen Themen umfassen die Grundlagen der Biogaserzeugung, die Funktionsweise von Hochtemperatur-Brennstoffzellen, die Identifikation von Störstoffen im Biogas und die Bewertung verschiedener Reinigungsverfahren.
Das primäre Ziel ist es, dem Leser einen fachlich fundierten Überblick über die Einsetzbarkeit von Brennstoffzellen zu geben, um deren Nutzung hinsichtlich technischer und ökonomischer Aspekte zu bewerten.
Die Arbeit stützt sich auf eine detaillierte Literaturrecherche, die technische Analyse der Reinigungsverfahren und die Entwicklung eines wirtschaftlichen Anlagenkonzepts anhand einer Beispielanlage (Relliehausen).
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Biogastechnologie, die detaillierte Beschreibung der Brennstoffzellentechnologien (MCFC/SOFC) und die systematische Erläuterung der verschiedenen Methoden der Biogasaufbereitung.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Biogastechnologie, Brennstoffzelle, MCFC, Gasaufbereitung, Entschwefelung, Wirkungsgrad und Investitionskosten.
Aufgrund ihrer hohen Betriebstemperatur von ca. 650 °C können sie CO-haltige Gasgemische direkt verarbeiten und die Abwärme für den Aufbereitungsprozess nutzen, was die Systematik vereinfacht.
Die Abwärme ist für die Wirtschaftlichkeit entscheidend; sie wird unter anderem zur Temperierung des Fermenters und zur energieeffizienten Regenerierung des Waschmediums (TEG) bei der Entfeuchtung genutzt.
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