Diplomarbeit, 2006
170 Seiten, Note: 1.7
1 Einleitung
1.1 Motivation
1.2 Struktur
2 Enterprise Resource Planning
2.1 Begriffsklärung und Aufgabendefinition
2.2 Entstehungsgeschichte
2.3 Enterprise Systeme
2.4 Aufbau eines ERP-Systems
2.5 Open-Source in unternehmensweiten Anwendungen
3 Wandlungsfähigkeit
3.1 Begriffsklärung
3.2 Wandlungsfähige ERP-Systeme
3.2.1 Kriterien der Wandlungsfähigkeit
3.2.2 Wandlungsfähige Architekturmodelle
3.2.3 Ermittlung der Wandlungsfähigkeit
3.2.4 Auswertung der Wandlungsfähigkeit
3.2.5 Bedeutung der Wandlungsfähigkeit für ERP-Systeme
4 Compiere
4.1 Funktionalitäten
4.1.1 Quote-to-Cash
4.1.2 Requisition-to-Pay
4.1.3 Customer-Relations-Management (CRM)
4.1.4 Partner-Relations-Management
4.1.5 Supply-Chain-Management (SCM)
4.1.6 Performanz Analyse
4.1.7 Web-Store
4.1.8 Workflows
4.1.9 Zusammenfassung
4.2 Aufbau und Struktur
4.2.1 Technische Anforderungen
4.2.2 Applikationsstruktur
4.2.3 Datenbankstruktur
4.2.4 Datenbankzugriff
4.2.5 Grafische Abbildung der Datenbank
5 Aspektorientierte Softwareentwicklung
5.1 Begriffsklärung und allgemeine Übersicht
5.1.1 Problematik
5.1.2 Elemente der Aspektorientierung
5.1.3 Verwebung
5.1.4 Die Vor- und Nachteile der Aspektorientierung
5.1.5 AOP-Implementierungen für Java
5.2 JBoss AOP
5.2.1 Das Pointcut-Modell
5.2.2 Verwebung und Deployment von Aspektklassen
5.3 Object Teams
5.3.1 Rollenbasierte Programmierung
5.3.2 Kollaborationen
5.3.3 Teams
5.3.4 Rollen
5.3.5 Modellierung aspektorientierter Anwendungen
5.3.6 Translations-Polymorphismus
6 Compiere Monitor
6.1 Aspektorientierung in Compiere
6.2 Zielsetzung
6.3 Funktionalitäten
6.4 Die Compiere-Aspektgeneratoren
6.4.1 Aspektklassen
6.4.2 Aspektkonfiguratoren
6.5 Verwendete Techniken
6.6 Datenbankmodell
6.7 Implementierung
6.7.1 Allgemeine Konzepte
6.7.2 Design Patterns
6.8 Zusammenfassung
7 Ergebnis und Zusammenfassung
7.1 Evaluierung der Wandlungsfähigkeit von Compiere
7.1.1 Ermittlung der Einflüsse des Compiere Monitor
7.1.2 Ergebnisportfolio
7.2 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Wandlungsfähigkeit von ERP-Systemen und analysiert, wie die aspektorientierte Programmierung (AOP) zur Steigerung dieser Eigenschaft in einem Open-Source-ERP-System beitragen kann. Das Hauptziel besteht darin, den Mehrwert von AOP-Methoden durch die praktische Implementierung des "Compiere Monitor" nachzuweisen.
1.1 Motivation
Das Aufkommen der globalen Marktwirtschaft in den 60'er Jahren des letzten Jahrhunderts eröffnete den Unternehmen völlig neue Märkte und Möglichkeiten des Wachstums. Diese, noch immer anhaltende, Entwicklung führte zwangsläufig zu einer stärkeren Konzentration an Konkurrenzunternehmen, wobei diese den Druck auf ein Unternehmen erhöhen. Innovationen, Produktionskosten, Kontakt zum Kunden oder die geographische Nähe zu den Absatzmärkten sind heute wichtige Faktoren im ökonomischen Wettstreit der Unternehmen.
Seit den Anfängen der Globalisation werden Methodiken zur Planung oder Optimierung der Prozessketten verwendet, um in diesem Wettstreit konkurrenzfähig zu bleiben. Diese Entwicklung schreitet bis zum heutigen Tage voran. Die Einführung einer computergestützten Planung und Kommunikation führte zu einer weiteren Effizienzsteigerung und stellte damit einen Wettbewerbsvorteil dar, der die Entwicklung der sogenannten Unternehmenssoftware förderte. Der Begriff Unternehmenssoftware bezeichnet dabei eine Software, welche typischerweise verteilt ist und eine oder mehrere betriebliche Bereiche abdeckt. Eine Gruppierung solcher Unternehmenssoftware bildet der Bereich zur Planung von Ressourcen, sei diese nun in menschlicher, materieller oder auch finanzieller Form. Allgemein bezeichnet man diese als Enterprise Ressource Planning-Software.
Eine Software, welche in die betrieblichen Prozesse eingebunden ist, erfordert einen möglichst hohen Grad an Wandlungsfähigkeit, um sich schnell und effizient den dynamischen Prozessen anpassen zu können. Eine Erhöhung der Wandlungsfähigkeit von ERP-Systemen ist die Bestrebung zahlreicher Forschungsinstitute und ERP-System-Anbieter.
Dem gegenüber steht in der Softwareentwicklung der Wunsch nach mehr Flexibilität und Modularität. Eine Entwicklung die dieses Ziel verfolgt, ist die der aspektorientierten Programmierung (AOSD - Aspect Oriented Software Development). Diese Arbeit stellt den Versuch dar, die beiden genannten Elemente vorteilhaft zu verknüpfen. Dazu wird die Wandlungsfähigkeit eines Open-Source-ERP-Systems untersucht, um anschließend die positiven Einflüsse bei der Verwendung von Aspektorientierung im Sinne der Wandlungsfähigkeit aufzuzeigen.
1 Einleitung: Beschreibt die Motivation der Arbeit und gibt einen Überblick über die Struktur der Kapitel.
2 Enterprise Resource Planning: Erläutert die Grundlagen, den Aufbau und die Bedeutung von Enterprise Software in einem Unternehmen.
3 Wandlungsfähigkeit: Definiert den Begriff der Wandlungsfähigkeit und stellt Kriterien sowie Methoden zur deren Messung in ERP-Systemen vor.
4 Compiere: Gibt einen Einblick in den Aufbau und die Funktionalitäten des ERP-Systems Compiere und dessen technologische Basis.
5 Aspektorientierte Softwareentwicklung: Führt in die Konzepte der Aspektorientierung ein und stellt relevante Programmiermodelle vor.
6 Compiere Monitor: Behandelt die praktische Implementierung des Compiere Monitor, um verschiedene Funktionalitäten mittels Aspekten zu erweitern.
7 Ergebnis und Zusammenfassung: Bewertet die erzielten Ergebnisse hinsichtlich der Wandlungsfähigkeit und gibt einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
ERP-Systeme, Compiere, Wandlungsfähigkeit, Aspektorientierte Programmierung, AOP, Object Teams, Softwareentwicklung, Modularität, Prozessmanagement, Systemarchitektur, Enterprise Resource Planning, Compiere Monitor, Software-Adaption, Java, Modellierung.
Die Arbeit untersucht, wie das Paradigma der aspektorientierten Programmierung (AOP) genutzt werden kann, um die Wandlungsfähigkeit von ERP-Systemen zu verbessern.
Die zentralen Themen sind Enterprise Resource Planning (ERP), Methoden zur Messung von Software-Wandlungsfähigkeit sowie die aspektorientierte Softwareentwicklung mittels AOP und Object Teams.
Das Ziel ist es, durch die Entwicklung des "Compiere Monitor" den positiven Einfluss aspektorientierter Ansätze auf die Flexibilität und Modularität eines Open-Source-ERP-Systems praktisch zu demonstrieren.
Es wird eine praktische Evaluierung durchgeführt, bei der ein bestehendes ERP-System (Compiere) analysiert, ein Erweiterungsmodul entwickelt und dessen Auswirkung auf die Wandlungsfähigkeit anhand eines Bewertungsmodells gemessen wird.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu ERP und AOP sowie den Entwurf und die Implementierung des Compiere Monitor zur Überwachung und Anpassung von Systemprozessen.
Die wichtigsten Begriffe sind Wandlungsfähigkeit, Aspektorientierung, ERP-Systeme, Object Teams und modulare Softwarearchitektur.
Er fungiert als Werkzeug zur automatisierten Überwachung und Anpassung betrieblicher Abläufe in Compiere, ohne den Kernquellcode des Systems dauerhaft manuell verändern zu müssen.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die aspektorientierte Programmierung eine signifikante Steigerung der Wandlungsfähigkeit ermöglicht, da sie eine saubere Trennung von Kernfunktionalität und systemübergreifenden Belangen ("Crosscutting Concerns") unterstützt.
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