Doktorarbeit / Dissertation, 2007
67 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
1.1 Auswirkungen des Ausdauersports
1.1.1 Regionale Gehirndurchblutung
1.1.2 Neurogenese
1.1.3 Neurotransmitterbildung
1.1.4 Endorphine
1.2 Bewegter Unterricht
1.3 Fragestellung
2. Material und Methoden
2.1 Probanden
2.2 Methodik
2.2.1 Psychologische Verfahren
2.2.1.1 d2 Konzentrationstest
2.2.1.2 Positive And Negative Affects Schedule (PANAS)
2.2.1.3 Verbaler Merkfähigkeitstest (VM)
2.2.2 Studiendesign und –durchführung
2.2.2.1 Versuchsablauf
2.2.2.2 Testzeiten
2.2.2.3 Testabfolge
2.3 Statistische Analyse
3. Ergebnisse
3.1 Justus-von-Liebig-Schule
3.1.1 Beschreibung der Stichprobe
3.1.1.1 Sportliche Aktivität
3.1.1.2 Body Mass Index (BMI)
3.1.2 D2 Konzentrationstest
3.1.2.1 Anzahl der Fehler
3.1.2.2 Konzentrationsleistung
3.1.2.3 Gesamtzahl
3.1.3 Positive And Negative Affect Schedule (PANAS)
3.1.3.1 Positive Affect Schedule
3.1.3.2 Negative Affect Schedule
3.1.4 Verbaler Merkfähigkeitstest
3.2 Friedrich-List-Gymnasium
3.2.1 Beschreibung der Stichprobe
3.2.1.1 Sportliche Aktivität
3.2.1.2 Body Mass Index (BMI)
3.2.2 d2 Konzentrationstest
3.2.2.1 Anzahl der Fehler
3.2.2.2 Konzentrationsleistung
3.2.2.3 Gesamtzahl
3.2.3 Positive And Negative Affects Schedule (PANAS)
3.2.3.1 Positive Affect Schedule
3.2.3.2 Negative Affect Schedule
3.2.4 Verbaler Merkfähigkeitstest
3.3 Zusammenfassung der Ergebnisse
4. Diskussion
5. Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit evaluiert die Auswirkungen von Bewegung auf die Konzentration, Merkfähigkeit und Befindlichkeit von Jugendlichen im Alter von etwa 17 Jahren, wobei Interventionen durch täglichen Ausdauersport und "Bewegten Unterricht" gegenüber Kontrollgruppen ohne gezielte Bewegungsförderung untersucht werden.
1.1.1 Regionale Gehirndurchblutung
Bewegung führt im Gehirn zu einer Steigerung der lokalen Durchblutung (HERHOLZ 1987). Noch in der ersten Hälfte der 1980er Jahre ging man davon aus, dass keine Form von muskulärer Beanspruchung die Durchblutung des Gehirns beeinflussen könne. Aufgrund der Bedeutung des Gehirns für den Organismus nahm man an, dass das Gehirn autonom funktioniere und konstant durchblutet sei. Bereits Ende der 1970er Jahre stellte man allerdings mittels positronenemissionstomographischen Untersuchungen fest, dass Mund oder Augenbewegungen und insbesondere Fingerbewegungen an Einzelstellen des Gehirns Durchblutungszunahmen auslösen (ROLAND 1981 a, HOLLMANN 2003). Bereits ab einer sehr geringen Belastungsstufe von 25 Watt auf dem Fahrradergometer konnten mittels PET signifikante Durchblutungssteigerungen in verschiedenen Gehirnabschnitten festgestellt werden (HERHOLZ 1987). Die Größenordnung der Durchblutungssteigerung betrug im Mittel 20%. Eine Belastung von 100 Watt ließ die mittlere Durchblutung gegenüber dem Ruhewert um circa 30% ansteigen (HERHOLZ 1987). Bei beiden Belastungsstufen ließ sich eine stärkere Durchblutungszunahme in der grauen Substanz gegenüber der weißen feststellen (Thomas 1989). Eine höhere Belastungsintensität führt zu einer stärkeren Durchblutung regionaler Gehirnbereiche, jedoch ohne dass eine lineare Beziehung besteht (HOLLMANN 2000).
1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet den Rückgang der körperlichen Aktivität bei Kindern und Jugendlichen und die daraus resultierenden negativen Auswirkungen auf deren kognitive Fähigkeiten, Gesundheit und Sozialverhalten.
2. Material und Methoden: Dieses Kapitel erläutert die Auswahl der 64 Probanden aus zwei Schulen sowie die angewandten psychologischen Testverfahren, das Studiendesign und die statistischen Auswertungsmethoden.
3. Ergebnisse: Hier werden die erhobenen Daten aus den sportlichen Interventionen "Bewegter Unterricht" und "Ausdauersport" detailliert aufbereitet und statistisch im Vergleich zu den jeweiligen Kontrollgruppen analysiert.
4. Diskussion: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse kritisch, wobei insbesondere die unterschiedliche Wirksamkeit der Bewegungsinterventionen und mögliche Selektionseffekte bei den Probanden diskutiert werden.
5. Zusammenfassung: Die Studie schließt mit einer zusammenfassenden Betrachtung, dass der "Bewegte Unterricht" positive Effekte auf die Konzentration zeigt, während für den Ausdauersport in diesem Setting keine vergleichbaren Auswirkungen nachgewiesen werden konnten.
Bewegter Unterricht, Ausdauersport, Konzentration, Merkfähigkeit, Befindlichkeit, d2 Konzentrationstest, PANAS, körperliche Aktivität, Gehirndurchblutung, Neurogenese, Schulerfolg, Intervention, Jugendliche, Leistungsfähigkeit, motorische Entwicklung.
Die Dissertation untersucht, ob und wie gezielte Bewegungsprogramme – speziell Ausdauersport und "Bewegter Unterricht" – die kognitive Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden von Schülern in der Sekundarstufe beeinflussen.
Die Arbeit fokussiert auf den Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und Gehirnfunktionen, wobei Themen wie regionale Gehirndurchblutung, Neurogenese und die Beeinflussung von Konzentration und Merkfähigkeit im Mittelpunkt stehen.
Das Hauptziel ist die Evaluation, ob durch täglichen Ausdauersport oder kurze Bewegungspausen im Unterricht messbare Verbesserungen der Konzentrationsfähigkeit, der verbalen Merkfähigkeit und der psychischen Befindlichkeit der Probanden erzielt werden können.
Es werden psychologische Verfahren eingesetzt, darunter der d2-Konzentrationstest, der "Positive And Negative Affect Schedule" (PANAS) zur Befindlichkeitserfassung und ein verbaler Merkfähigkeitstest, ergänzt durch statistische Analysen wie den Mann-Whitney-U-Test.
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Beschreibung des Studiendesigns sowie eine ausführliche Darstellung der Ergebnisse beider untersuchter Schulen, wobei die Entwicklung der Werte über drei Messzeitpunkte hinweg analysiert wird.
Zu den wichtigsten Schlagworten gehören "Bewegter Unterricht", "Konzentration", "Ausdauersport", "kognitive Leistung" und "Evaluierung".
Die Daten zeigten keinen statistisch bedeutsamen Unterschied im Leistungszuwachs zwischen den Gruppen, weshalb der positive Einfluss auf die Merkfähigkeit trotz der Konzentrationssteigerungen nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden konnte.
Die Studie diskutiert, dass eine mögliche Selektion stattfand – sportlich Aktive wählten häufiger die Versuchsgruppe –, was nach der Defizithypothese dazu führen kann, dass die zusätzlichen Interventionen keine weiteren messbaren Effekte bei bereits Sportlichen auslösen.
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