Magisterarbeit, 2007
84 Seiten, Note: sehr gut (1,0)
Diese Arbeit untersucht die Rolle des Lesers in der Lyrik Reiner Kunzes. Sie zielt darauf ab, den Leser nicht als passiven Rezipienten einer im Text enthaltenen Botschaft zu betrachten, sondern seine aktive Rolle bei der Rezeption des Gedichts herauszuarbeiten.
Die Einleitung stellt die Relevanz des Themas „Die Rolle des Lesers in der Lyrik Reiner Kunzes“ heraus und skizziert die zentrale Fragestellung der Arbeit. Sie führt den Leser anhand von Zitaten von Heinrich Böll und Heiner Feldkamp in die Thematik ein und verweist auf die Bedeutung des Lesers als aktiven Rezipienten.
Kapitel 2 analysiert das Frühwerk Reiner Kunzes, das vom Einfluss der DDR-Gesellschaft geprägt ist. Hier wird die Rolle des „unfreien“ Lesers untersucht, der durch ideologische Vorgaben und Erwartungen beeinflusst wird.
Kapitel 3 befasst sich mit der Lyrik Reiner Kunzes während seiner Zeit in der DDR, die durch den Kontext der politischen Teilung Deutschlands gekennzeichnet ist.
Kapitel 4 untersucht die Lyrik Reiner Kunzes nach seiner Übersiedlung in die BRD.
Reiner Kunze, Lyrik, Leser, Rezeption, Dialog, Wirkung, impliziter Leser, DDR, BRD, politische Teilung, Ideologie, Selbstfindung, Lebensorientierung, Grenzüberschreitung.
Der Leser wird als aktives Gegenüber in einem Dialog verstanden, der durch das Nachvollziehen des Gedichts zur Selbstfindung und Orientierung angeregt wird.
Im Frühwerk wurde der Leser oft bevormundet oder ideologisch gelenkt, was Kunze später zugunsten eines „freien Lesers“ in einer unfreien Welt aufgab.
Es beschreibt die Funktion des Gedichts als Brücke zwischen dem Ich des Autors und dem Du des Lesers, um gemeinsame Verstehensprozesse auszulösen.
Trotz des biografischen Bruchs blieb die dichterische Kontinuität gewahrt, wobei der Leser zunehmend als gegen Ideologien immunisiertes Individuum angesprochen wurde.
Bezugnehmend auf Wolfgang Iser ist dies die im Text angelegte Instanz, die den Leser dazu bringt, Leerstellen selbst zu füllen und das Gedicht aktiv zu rezipieren.
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