Bachelorarbeit, 2007
58 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Begriffliche Klärungen
2.1 Der Begriff „Behinderung“
2.2 Zum Begriff „Integration“
3. Gemeinsamer Unterricht in der Schule
3.1 Integrationsentwicklung in Deutschland
3.2 Zum aktuellen Stand des gemeinsamen Lernens
3.3 Integrative Schule – auf dem Weg zu einer „Schule für Alle“?
3.4 Pädagogisch-didaktische Prinzipien der integrationsfähigen Grundschule
4. Montessori-Pädagogik im Gemeinsamen Unterricht
4.1 Vorzüge der Montessori-Pädagogik für den Gemeinsamen Unterricht
4.2 Montessori-Arbeit in Grundschule und Sekundarstufe
4.3 Montessori-Pädagogik und Gehirnforschung
4.4 Schulische Konzepte und Erfahrungsberichte
4.4.1 Erfahrungen aus einer Montessori-Grundschule
4.4.2 Montessori-Pädagogik in der weiterführenden Schule
4.4.2.1 Montessoris Idee einer Jugendschule des sozialen Lebens
4.4.2.2 Möglichkeiten der Umsetzung des Erdkinderplans
5. Resümee
Diese Arbeit untersucht die Eignung der Montessori-Pädagogik als integratives Konzept für den gemeinsamen Unterricht von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung, wobei insbesondere die wissenschaftliche Fundierung durch die Gehirnforschung und die praktische Umsetzung in Schulen analysiert werden.
1. Prinzip der integrativen Grundhaltung aller Beteiligten
Die wichtigste Voraussetzung einer integrativ arbeitenden Schule besteht darin, dass die an Unterricht und Schulleben Beteiligten verstanden haben, warum es für alle Kinder wichtig ist, trotz aller Unterschiede in ein und derselben Schule gemeinsam leben und lernen zu können. Zu diesem Personenkreis gehören die Lehrerinnen und Lehrer, die Kinder und ihre Eltern, der Hausmeister, genauso wie die Reinigungskräfte, Schulräte, Schulärzte und -psychologen (vgl. Heyer 1998: 210). Nur wenn das ganze Kollegium einer Schule für dieses Prinzip relativ geschlossen eintrete und bei seiner Umsetzung in die Alltagspraxis auch gegenüber den Kindern und ihren Eltern an einem Strang ziehe, habe die Integrationsentwicklung eine Chance (vgl. ebd.).
1. Einleitung: Die Arbeit motiviert das Interesse an der Montessori-Pädagogik durch die Beobachtung integrativer Praxis und die theoretische Auseinandersetzung mit Lern- und Angstfreiheit.
2. Begriffliche Klärungen: Es werden die sich wandelnden Verständnisse von „Behinderung“ und „Integration“ dargelegt, wobei ein ökosystemischer Ansatz bevorzugt wird.
3. Gemeinsamer Unterricht in der Schule: Dieses Kapitel skizziert die historische Entwicklung der Integration in Deutschland, analysiert aktuelle Statistiken zum gemeinsamen Lernen und diskutiert die Forderung nach einer „Schule für Alle“.
4. Montessori-Pädagogik im Gemeinsamen Unterricht: Dieser Hauptteil verknüpft die Prinzipien der Montessori-Pädagogik mit der Gehirnforschung und stellt praktische Konzepte für Grund- und Sekundarschulen vor.
5. Resümee: Die Arbeit schließt mit der Feststellung, dass die Montessori-Pädagogik durch ihren Fokus auf das Kind und individuelle Förderung ein hochwirksames, integratives Modell darstellt.
Montessori-Pädagogik, Gemeinsamer Unterricht, Integration, Inklusion, Sonderpädagogik, Freiarbeit, Vorbereitete Umgebung, Gehirnforschung, Selbstständigkeit, Erdkinderplan, Individuelle Förderung, Schulische Konzepte, Soziale Kompetenz, Lernentwicklung, Lernchancen.
Es geht um die Untersuchung, inwiefern die Montessori-Pädagogik einen geeigneten theoretischen und praktischen Rahmen für den gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung bietet.
Die zentralen Themen sind die historische Integrationsentwicklung in Deutschland, die Prinzipien der Montessori-Pädagogik, neurobiologische Bestätigungen dieser Pädagogik sowie praktische Konzepte für Schulen.
Das Ziel ist die Erforschung der Anwendbarkeit und Wirksamkeit montessoripädagogischer Methoden in inklusiven Schulumgebungen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Erfahrungsberichten und aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen aus der Pädagogik und Gehirnforschung.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den Vorzügen der Montessori-Pädagogik, der Korrelation zu neurobiologischen Erkenntnissen (z.B. Eigenaktivität, sensible Phasen) und der Umsetzung in verschiedenen Schulstufen.
Die wichtigsten Begriffe sind Montessori-Pädagogik, Gemeinsamer Unterricht, Inklusion, Gehirnforschung und Vorbereitete Umgebung.
Sie dient als Bestätigung für Montessoris langjährige Erkenntnisse, etwa bezüglich der Bedeutung von Eigenaktivität und der Strukturierung von Lernumgebungen für den Lernerfolg.
Der Autor sieht in den Ideen des Erdkinderplans eine aktuelle Antwort auf die Forderung nach Schlüsselqualifikationen und sozialer Verantwortung, auch wenn die vollständige Umsetzung in heutige Schulsysteme große konzeptionelle Anpassungen erfordert.
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