Diplomarbeit, 2007
170 Seiten, Note: Sehr Gut
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Motivation und Relevanz
1.3 Aufbau und Inhalt der Arbeit
2 Digital Identity
2.1 Definition
2.2 Terminologie und Aufbau
2.2.1 Subjects, Attributes und Claims
2.2.2 Credentials, Authentication und Authorisation
2.2.3 Praxisbezug zur realen Welt
2.3 Security und Privacy
3 Identity Management
3.1 Definition
3.2 Digital Identity Life Cycle
3.2.1 Creation/Provision Phase
3.2.2 Propagation Phase
3.2.3 Use Phase
3.2.4 Maintenance Phase
3.2.5 Termination/Deprovision Phase
3.3 IDM-Komponenten
3.4 IDM-Architektur
4 Treiber des Identity Management
4.1 Security
4.2 Compliance
4.3 Kostenreduktion und operative Effizienz
4.3.1 Automatisches Provisioning
4.3.2 Single Sign On
4.3.3 Self-Service-Portale
4.4 Moderne Geschäftsanforderungen
4.4.1 Service Oriented Architecture
4.4.2 Federation
5 Erfolgsfaktoren des Identity Management
6 IDM im IT Service Management
6.1 Begriffsbestimmung IT Service Management
6.2 Identity Management als Service
7 ITIL
7.1 Fokus
7.2 Historie
7.3 ITIL-Module
7.3.1 Service Delivery – taktische Ebene
7.3.2 Service Support – operationelle Ebene
8 Vorgehensmodell zur Einführung von IDM
8.1 Methodik
8.1.1 Projektphasen
8.1.2 ITIL-Prozessauswahl
8.1.3 Projektmanagement
8.2 Konzeptphase
8.2.1 Request for Change
8.2.2 Zieldefinition
8.2.3 Anforderungsanalyse
8.2.4 Projektausbaustufen
8.3 Entwicklungsphase
8.3.1 ITIL Change Management
8.3.2 Ist-Analyse
8.3.3 ITIL Service Level Management
8.3.4 Process Architecture
8.3.5 Data Architecture
8.3.6 Interoperability Framework
8.3.7 Policies
8.3.8 Technical Reference Architecture
8.3.9 Produktauswahl
8.4 Implementierungsphase
8.4.1 ITIL Release Management
8.4.2 Release-Planung
8.4.3 Testszenarien
8.4.4 Roll-Out-Planung
8.4.5 Betriebseinführung
9 Praktische Umsetzung bei SEIDEL Elektronik
9.1 Firmenvorstellung
9.2 IDM bei SEIDEL Elektronik
9.3 Konzeptphase
9.4 Entwicklungsphase
9.5 Implementierungsphase
9.6 Weitere Vorgehensweise
10 Zusammenfassung
11 Conclusio und Ausblick
Diese Arbeit zielt darauf ab, einen praxisorientierten Leitfaden für IT-Verantwortliche zur Implementierung eines unternehmensweit integrierten Identity Management Systems zu entwickeln, wobei der Fokus auf der Integration von ITIL-Prozessen und einer serviceorientierten Architektur liegt.
3.2.1 Creation/Provision Phase
Die erste Phase des Digital Identity Life Cycle umfasst sämtliche Prozesse, die das Bereitstellen von Services oder Ressourcen für eine entsprechende Identität (z.B. Mitarbeiterin oder Mitarbeiter) in einem IT-System vorbereiten. Der wesentliche Vorgang ist hier das Einrichten (engl. Creation oder Registration) der Digital Identity mitsamt aller Attribute, Credentials und Profiles, welche für die erforderlichen Berechtigungen und Privilegien notwendig sind. Die Zuweisung der Attribute kann sowohl standardmäßige Einträge, wie Name, Adresse oder Telefonnummer, als auch systemspezifische Einträge umfassen, wie beispielsweise Bankverbindung oder Windows Login Informationen (Windley, 2005 S. 30).
Kommt etwa eine neue Mitarbeiterin in ein Unternehmen, so muss deren Digital Identity allenfalls jene Attribute und Credentials aufweisen, die für das System der Gehaltsabrechnung bzw. die Benutzung des Computers an ihrem Arbeitsplatz erforderlich sind.
Diese Zuweisung dieser Eigenschaften und Privilegien wird allgemein mit dem englischen Begriff Provisioning bezeichnet und kann sowohl von Administratoren als auch mit Hilfe eines Workflow gestützten Self-Service Systems durchgeführt werden. Ein hierfür erforderlicher Sicherheitsmechanismus besteht beispielsweise aus einer im Workflow vorgesehenen Autorisierung durch verantwortliche Personen, wie exemplarisch einer Abteilungs- oder Betriebsleiterin (Windley, 2005 S. 30).
1 Einleitung: Diese Einleitung erläutert die steigende Komplexität moderner IT-Landschaften und definiert das Ziel, ein Vorgehensmodell für die Implementierung eines Identity Management Systems zu entwickeln.
2 Digital Identity: In diesem Kapitel werden die grundlegenden Begriffe der digitalen Identität definiert, einschließlich der Bedeutung von Attributen, Credentials und dem Lebenszyklus einer Identität.
3 Identity Management: Dieser Abschnitt beschreibt das Identity Management als Kombination aus Geschäftsprozessen und unterstützender Infrastruktur sowie dessen wesentliche Komponenten und Architekturen.
4 Treiber des Identity Management: Hier werden die Hauptgründe für IDM-Projekte analysiert, namentlich Security, Compliance, Kostenreduktion und moderne Geschäftsanforderungen wie Federation.
5 Erfolgsfaktoren des Identity Management: Dieses Kapitel fasst die kritischen Faktoren für eine erfolgreiche IDM-Implementierung zusammen, mit Fokus auf organisatorische und menschliche Aspekte.
6 IDM im IT Service Management: Dieser Teil betrachtet IDM aus der Perspektive des IT Service Managements und beschreibt, wie Identitäten als flexible, integrierte Services bereitgestellt werden können.
7 ITIL: Hier wird die IT Infrastructure Library (ITIL) als Standard für Service-Prozesse vorgestellt und die Relevanz ihrer Module für ein integriertes Identity Management erläutert.
8 Vorgehensmodell zur Einführung von IDM: Das Kernkapitel präsentiert ein methodisches, in Phasen strukturiertes Vorgehensmodell, das ITIL-Best-Practices mit Projektmanagement-Methoden kombiniert.
9 Praktische Umsetzung bei SEIDEL Elektronik: Dieses Kapitel demonstriert die Anwendbarkeit des theoretischen Vorgehensmodells anhand eines Fallbeispiels bei der Firma SEIDEL Elektronik.
10 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung reflektiert die Kernergebnisse der gesamten Arbeit und die Bedeutung eines strukturierten Ansatzes für IDM.
11 Conclusio und Ausblick: Der abschließende Teil bewertet das Erreichte kritisch und gibt einen Ausblick auf zukünftige technologische Trends im Identitätsmanagement.
Identity Management, IDM, Digital Identity, ITIL, IT Service Management, Compliance, Single Sign On, Provisioning, Identity Federation, IT-Sicherheit, Prozessarchitektur, Identity Life Cycle, Rollenbasierte Zugriffskontrolle, Best Practice, Systemarchitektur.
Die Diplomarbeit behandelt die strukturierte, ITIL-gestützte Implementierung eines unternehmensweiten Identity Management Systems (IDM), um die Verwaltung digitaler Identitäten effizient und sicher zu gestalten.
Die zentralen Themen umfassen die Definition digitaler Identitäten, das Management von Benutzerrechten, die Rolle von IT-Services, Compliance-Vorgaben und die strategische Einführung durch ein definiertes Vorgehensmodell.
Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines generischen, branchenunabhängigen Leitfadens, der IT-Verantwortlichen hilft, Identity Management als strategischen Erfolgsfaktor zu etablieren und technisch sowie organisatorisch korrekt zu integrieren.
Der Autor nutzt einen modellbasierten Ansatz, der Konzepte der IT Infrastructure Library (ITIL) mit klassischen Projektmanagement-Methoden verbindet und durch ein "Proof of Concept" in der Praxis validiert.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Digital Identity und IDM, die Analyse von Treibern und Erfolgsfaktoren sowie die detaillierte Beschreibung eines neuen, ITIL-basierten Vorgehensmodells.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Identity Management, Compliance, IT Service Management, ITIL, Federation und Rollenbasierte Zugriffskontrolle charakterisieren.
Das Vorgehensmodell fokussiert explizit nicht nur auf Softwareprodukte, sondern auf die organisatorischen Geschäftsprozesse, die Rolle der Mitarbeiter und die Einbindung von ITIL-Standards zur langfristigen Qualitätssicherung.
Das Beispiel illustriert die praktische Anwendung des Modells, zeigt die Herausforderungen bei der Ist-Analyse in gewachsenen IT-Strukturen und belegt die wirtschaftliche Relevanz der schrittweisen Einführung (Roadmap) durch ein IDM-Projekt.
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