Magisterarbeit, 2005
94 Seiten, Note: 2,7
1 Einleitung
1. 1 Ziel der Untersuchung
1. 2 Gliederung
2 Die europäische Filmgeschichte der 1960er und 1970er Jahre
2. 1 Europa allgemein
2. 1. 1 Frankreich
2. 1. 2 Bundesrepublik Deutschland
2. 1. 3 England
2. 1. 4 Spanien
2. 2 Italien
3 Westerngenre
3. 1 Westerngeschichte
3. 1. 1 Die neun zentralen Erzählungen des Genres
3. 1. 2 Die Fünf Phasen des Western – Genres
3. 2 Italowestern
3. 2. 1 Der Italowestern und seine Entwicklung
3. 2. 2 Motive und Filmabläufe
3. 2. 3 Die Filmmusik und die Bilder
4 Das Schauspieler – Duo Bud Spencer und Terence Hill
4. 1 Der Lebenslauf von Bud Spencer
4. 2 Der Lebenslauf von Terence Hill
5 Filmanalyse von Dio perdona…io no!
5. 1 Hintergründe
5. 2 Filmanalyse
5. 2. 1 Abstrakt
5. 2. 2 Figurenanalyse
5. 2. 3 Strukturanalyse
5. 2. 4 Filmische Gestaltungsmittel
5. 2. 5 Die Musik im Film
6 Filmanalyse von Lo chiamavano Trinità
6. 1 Hintergründe
6. 2 Filmanalyse
6. 2. 1 Abstrakt
6. 2. 2 Figurenanalyse
6. 2. 3 Strukturanalyse
6. 2. 4 Filmische Gestaltungsmittel
6. 2. 5 Die Musik im Film
7 Schlussbetrachtung
7. 1 Vergleich der Filme und Einordnung ins Zeitgeschehen
7. 2 Zusammenfassung
7. 3 Ausblick
Die Arbeit untersucht die filmische Entwicklung des Italowesterns von seinen gewalttätigen, klassischen Ursprüngen bis hin zur humorvollen, parodistischen Ausprägung, die maßgeblich durch das Schauspieler-Duo Bud Spencer und Terence Hill geprägt wurde, unter Berücksichtigung gesellschaftspolitischer Kontexte.
3. 1. 2 Die fünf Phasen des Western – Genres
Im Western sind fünf Phasen zu unterscheiden, deren spezielle Eigenheiten aber in jeder der folgenden Phasen auch parallel existieren können.
1. Der naive Western
Naive Western sind Filme in einfacher, reiner Form. Es gibt einen Helden, einen Schurken und zwischen ihnen eine Frau. Die Konfliktlösung läuft nach einem bestimmten Schema ab. Draußen wird der Konflikt der Wildnis gelöst (Held gegen Schurke), danach der Konflikt der Familie drinnen (Held und Frau). Das Konfliktpotenzial ist Anlass für Spannung und Spiel. Trotz des historischen Ambientes sind die Charaktere oft zeitlos dargestellt.
Prototyp dieser Westernphase ist Broncho Billy and the Baby (1908), welcher eine Reihe von weiteren Broncho – Billy – Filmen nach sich zog. Kurze Zeit später folgten die Filme um William S. Hart, der den „Wilden Westen“ noch als Kind erlebt hatte. Hier existierten bereits ein glaubwürdigeres Umfeld und klarere Konturen des Helden. Diese Filme wurden bis Anfang der 1920er Jahre gedreht. Ab 1920, entstanden die Filme um Tom Mix. In seinen Filmen wird ein Westerner gezeigt, der in Fantasiekostümen und mit vielen akrobatischen Einlagen allen erdenklichen Situationen trotzt.
„War Hart das große, tragische, sentimentale Überbleibsel einer gewaltigen Zeit, die so überwältigend gewesen sein musste, dass vieles von ihr im Dunkeln, im Schweigen zu bleiben hatte, so zeigte Tom Mix, wie man auf eine einfache, trickreiche, amerikanische Art die Ideale und das Lebensgefühl des Westens in die Gegenwart fortsetzen konnte, indem man sie einer radikalen Veräußerlichung unterzog.“
Bis in die 1920er Jahre waren Western weitgehend standardisiert. Reit- und Kampfkunststücke, Verfolgungen zu Pferde und Prügeleien bilden ständig begleitende Motive. Für den Zuschauer sind gut und böse eindeutig voneinander zu unterscheiden, was insbesondere durch die Kleidung hervorgehoben wurde (besonders bei Tom Mix-Filmen).
1 Einleitung: Diese Einleitung skizziert das Ziel der Untersuchung, den Italowestern vom harten Genre zur Komödie zu analysieren, sowie den Aufbau der Arbeit.
2 Die europäische Filmgeschichte der 1960er und 1970er Jahre: Das Kapitel beleuchtet den allgemeinen Umbruch der europäischen Filmwirtschaft und die spezifischen Entwicklungen in Frankreich, Deutschland, England, Spanien und Italien.
3 Westerngenre: Hier werden die historischen Ursprünge des Westerns, seine zentralen Erzählungen, die Phasen des Genres sowie die Entwicklung und Charakteristika des Italowesterns erörtert.
4 Das Schauspieler – Duo Bud Spencer und Terence Hill: Dieses Kapitel stellt die Lebensläufe und die schauspielerische Entwicklung von Bud Spencer und Terence Hill dar.
5 Filmanalyse von Dio perdona…io no!: Eine detaillierte Untersuchung des Films hinsichtlich seiner Hintergründe, Figuren, Struktur, Gestaltungsmittel und Musik.
6 Filmanalyse von Lo chiamavano Trinità: Analog zu Kapitel 5 erfolgt hier eine tiefgehende Analyse des Films Lo chiamavano Trinità unter Einbeziehung der Produktionshintergründe und formalen Aspekte.
7 Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel vergleicht die analysierten Filme und ordnet die Entwicklung des Italowesterns in das gesellschaftliche und politische Zeitgeschehen ein.
Italowestern, Westerngenre, Bud Spencer, Terence Hill, Filmanalyse, Sergio Leone, Filmgeschichte, Dio perdona...io no!, Lo chiamavano Trinità, Europäisches Kino, Filmstruktur, Filmkomödie, 1960er Jahre, 1970er Jahre, Ennio Morricone
Die Arbeit untersucht den inhaltlichen und stilistischen Wandel des Italowesterns von seinen Anfängen als gewaltgeladener, ernster Film hin zu komödiantischen und parodistischen Formen.
Zentral sind die Entwicklung des Italowesterns, die Bedeutung des Schauspieler-Duos Bud Spencer und Terence Hill sowie die Einordnung der Filme in die gesellschaftspolitische Situation der 1960er und 1970er Jahre.
Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, warum sich der klassische, gewalttätige Italowestern in eine humorvolle Richtung entwickelte und wie dieser Prozess innerhalb der Filme umgesetzt wurde.
Die Arbeit stützt sich primär auf die klassische Filmanalyse, inklusive der Untersuchung von Figurenanalyse, dramatischer Struktur, filmischer Gestaltungsmittel und der Filmmusik.
Der Hauptteil widmet sich der europäischen Filmgeschichte, der Genese des Westerns, den Biografien von Spencer und Hill sowie zwei konkreten, exemplarischen Filmanalysen.
Wichtige Begriffe sind Italowestern, Spencer/Hill, Filmanalyse, Genrewandel, gesellschaftlicher Wandel, 68er-Bewegung und Filmstruktur.
Der Film ist für die Untersuchung essenziell, da er die erste Zusammenarbeit von Bud Spencer und Terence Hill markiert und als Beispiel für den harten, frühen Stil des Italowesterns dient.
Dieser Film wird als Gegenpol analysiert, da er den internationalen Durchbruch des Duos darstellt und maßgeblich zum Übergang von harten Italowestern zu humorvollen, erfolgreichen Komödien beitrug.
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