Diplomarbeit, 2006
136 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Regelungen zur Goodwill-Bilanzierung nach IFRS und US-GAAP
2.1 Vorbemerkung
2.2 Begriff und Erscheinungsformen des Goodwill
2.3 Komponenten des Goodwill
2.4 Anwendungsbereich von IFRS 3 sowie von SFAS No. 141 und SFAS No. 142
2.5 Ermittlung des Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung
2.5.1 Vorbemerkung
2.5.2 Ermittlung des Erwerbers
2.5.3 Bestimmung der Anschaffungskosten
2.5.4 Kaufpreisallokation
2.6 Behandlung des Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung
2.6.1 Positiver Unterschiedsbetrag (Goodwill)
2.6.2 Negativer Unterschiedsbetrag (Excess)
2.6.3 Anhangangaben nach IFRS 3
2.6.4 Anhangangaben nach SFAS No. 141
2.7 Folgebewertung des Goodwill
2.7.1 Vorbemerkung
2.7.2 Verteilung des Goodwill auf betriebliche Teileinheiten
2.7.2.1 Goodwill-Allokation nach IFRS
2.7.2.2 Goodwill-Allokation nach US-GAAP
2.7.3 Goodwill Impairment-Test nach IAS 36
2.7.3.1 Zeitpunkt und Häufigkeit
2.7.3.2 Durchführung des einstufigen Werthaltigkeitstests
2.7.3.3 Anhangangaben
2.7.4 Goodwill Impairment-Test nach SFAS No. 142
2.7.4.1 Zeitpunkt und Häufigkeit
2.7.4.2 Durchführung des zweistufigen Werthaltigkeitstests
2.7.4.3 Anhangangaben
3 Empirische Untersuchung der Bilanzierung des Goodwill
3.1 Vorbemerkung
3.2 Bilanzielle Bedeutung des Goodwill
3.2.1 Abschreibungen auf den Goodwill
3.2.1.1 Abschreibungen auf den Goodwill im DAX 30
3.2.1.2 Abschreibungen auf den Goodwill im Dow Jones
3.2.2 Buchwert des Goodwill
3.2.2.1 Buchwert des Goodwill im DAX 30
3.2.2.2 Buchwert des Goodwill im Dow Jones
3.3 Entwicklung einer Checkliste zur empirischen Untersuchung
3.3.1 Vorbemerkung
3.3.2 Ermittlung des Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung
3.3.3 Folgebewertung des Goodwill
3.4 Publizitätsverhalten der im DAX 30 und im Dow Jones notierten Unternehmen
3.4.1 Publizitätsverhalten der DAX 30-Unternehmen
3.4.1.1 Ermittlung und Behandlung des Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung
3.4.1.2 Folgebewertung des Goodwill
3.4.1.3 Gesamt-Publizitätsindex der DAX 30-Unternehmen
3.4.2 Publizitätsverhalten der Dow Jones-Unternehmen
3.4.2.1 Ermittlung und Behandlung des Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung
3.4.2.2 Folgebewertung des Goodwill
3.4.2.3 Gesamt-Publizitätsindex der Dow Jones-Unternehmen
3.4.3 Publizitätsverhalten bezüglich ausgewählter Informationen über den Goodwill
3.5 Kritische Würdigung der Bilanzierungspraxis des Goodwill sowie der bestehenden Regelungen zur Goodwill-Bilanzierung
3.5.1 Vorbemerkung
3.5.2 Ermittlung und Behandlung des Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung
3.5.3 Folgebewertung des Goodwill
4 Zusammenfassung
Ziel dieser Arbeit ist es, die bestehenden Regelungen des IASB und FASB zur Bilanzierung des Goodwill darzustellen und anschließend anhand einer empirischen Studie zu untersuchen, wie diese Bilanzierungsregeln in der Praxis umgesetzt werden. Im Mittelpunkt steht dabei die Analyse der Geschäftsberichte des Jahres 2004 der im Dow Jones Industrial Average und im DAX 30 notierten Unternehmen.
2.2 Begriff und Erscheinungsformen des Goodwill
Aus investitionstheoretischer Perspektive versteht man unter dem Begriff „Goodwill“ die Differenz zwischen Ertragswert und Substanzwert eines Unternehmens. Der Ertragswert ist ein Zukunftserfolgswert und bildet den Barwert aller erwarteten zukünftigen Erfolge eines Unternehmens ab. Die Ermittlung des Ertragswerts erfolgt im Rahmen einer Gesamtbewertung mit Hilfe von Discounted Cashflow (DCF) - oder Ertragswertverfahren. Dabei werden die zukünftig erwarteten Auszahlungen an die Unternehmenseigner mit einem Kalkulationszinsfuß diskontiert. Im Gegensatz zum Ertragswert wird der Substanzwert eines Unternehmens durch Einzelbewertung bestimmt. Dabei ergibt sich der Substanzwert als Summe der einzelnen, bilanzierungsfähigen Vermögenswerte abzüglich der Schulden. Die einzelnen Vermögenswerte werden zu ihren jeweiligen fortgeführten Wiederbeschaffungskosten angesetzt, mit Ausnahme von nicht betriebsnotwendigen Positionen, welche mit Liquidationswerten erfasst werden.
Der Goodwill schließt die Wertlücke, die aus dem Überschuss der ertragsabhängigen Gesamtbewertung gegenüber der substanzabhängigen Einzelbewertung entsteht. Falls der Ertragswert kleiner ist als der Substanzwert, entsteht ein negativer Goodwill. Wertbildende Faktoren, die im Goodwill enthalten sind, können immaterielle Werte sein, die nicht konkret bilanzierungsfähig sind, aber trotzdem zu dem Erfolg eines Unternehmens beitragen. Im Substanzwert sind immaterielle Werte, die nicht in der Bilanz angesetzt werden dürfen, aber zum Unternehmenserfolg beisteuern, nicht berücksichtigt, da dieser auf Bilanzierungsfähigkeit abstellt. Neben nicht konkret ansatzfähigen immateriellen Werten kann der Goodwill auch aus einem Kapitalisierungsmehrwert resultieren. Ein Kapitalisierungsmehrwert entsteht dadurch, dass einzelne im Substanzwert enthaltene Vermögenswerte durch Bewertung zu Wiederbeschaffungskosten niedriger angesetzt sind, als es ihrer Ertragsfähigkeit auf Ebene der Gesamtunternehmung entspricht.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Goodwill-Bilanzierung ein und erläutert die Zielsetzung sowie den Aufbau der Diplomarbeit.
2 Regelungen zur Goodwill-Bilanzierung nach IFRS und US-GAAP: Dieses Kapitel stellt die theoretischen Grundlagen, Begriffsdefinitionen und die spezifischen Standards für die Bilanzierung von Goodwill dar.
3 Empirische Untersuchung der Bilanzierung des Goodwill: Hier erfolgt die empirische Analyse der Bilanzierungspraxis und des Publizitätsverhaltens von Unternehmen aus dem DAX 30 und dem Dow Jones im Geschäftsjahr 2004.
4 Zusammenfassung: Dieses Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse der theoretischen Darstellung und der empirischen Untersuchung zusammen.
Goodwill, IFRS, US-GAAP, Kapitalkonsolidierung, Impairment-Test, IAS 36, SFAS No. 142, Publizitätsverhalten, Konzernabschluss, Unternehmenszusammenschluss, Erwerbsmethode, Cash-Generating Unit, Reporting Unit, Wertminderung, Fair Value.
Die Arbeit behandelt die Bilanzierung des Goodwill aus der Kapitalkonsolidierung nach internationalen Standards (IFRS) und US-amerikanischen Standards (US-GAAP).
Zentral sind die Regelungen zur Zugangsbewertung, die Behandlung von Goodwill und Excess sowie die Folgebewertung mittels Impairment-Tests nach IFRS 3, IAS 36, SFAS 141 und SFAS 142.
Das Ziel ist es, die theoretischen Regelungen von IASB und FASB darzustellen und mittels einer empirischen Untersuchung von Geschäftsberichten aus dem DAX 30 und Dow Jones die praktische Umsetzung zu analysieren.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse der Bilanzierungsstandards sowie einer empirischen Studie, bei der das Publizitätsverhalten der Unternehmen mittels eigens entwickelter Checklisten untersucht wird.
Im Hauptteil werden erst die theoretischen Vorschriften verglichen und anschließend die empirischen Ergebnisse zum Buchwert des Goodwill sowie zum Publizitätsverhalten der untersuchten Unternehmen präsentiert.
Die wichtigsten Schlagworte sind Goodwill, IFRS, US-GAAP, Kapitalkonsolidierung, Impairment-Test, Cash-Generating Unit und Publizitätsverhalten.
Während sich beide Systeme der Erwerbsmethode bedienen, gibt es Unterschiede bei der Definition von Berichtseinheiten (CGU vs. Reporting Unit) und der methodischen Vorgehensweise bei Werthaltigkeitstests.
Für externe Abschlussleser sind die veröffentlichten Anhangangaben die einzige Informationsquelle, um Rückschlüsse auf die Bilanzierungspraxis und die Qualität der Goodwill-Bewertung zu ziehen.
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