Diplomarbeit, 2004
103 Seiten, Note: 1,0
Kapitel 1: Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
Kapitel 2: Begriffsklärungen
2.1 Versioning
2.2 Bundling
2.3 Lock-In
2.4 Umstellungskosten
2.5 Standards
2.6 Kompatibilität
Kapitel 3: Information als Wirtschaftsgut
3.1 Definition von Informationsgütern
3.2 Merkmale von Informationsgütern
3.3 Mikroökonomische Aspekte von Informationsgütern
3.3.1 Kostenstrukturen von Informationsgütern
3.3.2 Präferenzen bei Informationsgütern
3.3.2.1 Informationsgüter als Erfahrungsgüter
3.3.2.2 Abbau des Informationsparadoxons
3.3.2.3 Fazit
3.4 Gütermerkmale: Private Güter – digitale Güter
3.4.1 Informationsgüter als öffentliche Güter
3.4.2 Der Status von Informationsgütern
3.4.3 Strategie der Transformation von öffentlichen in private Güter
3.4 Typen von Informationen
Kapitel 4: Technologie und Marktstruktur
4.1 Das Internet
4.2 Technologie
4.3 Marktstrukturen
4.3.1 Kostenführerschaft
4.3.2 Differenzierung
4.4 Triebkräfte der Informationsgütermärkte
4.4.1 Digitalisierung
4.4.2 Globalisierung
4.4.3 Deregulierung
4.4.4 Fazit
Kapitel 5: Preisgestaltung von Informationsgütern
5.1 Ausgangspunkt
5.2 Einfluss der Marktstrukturen auf die Preisgestaltung
5.2.1 Differenzierung
5.2.2 Kostenführerschaft
5.3 Bedeutung von Kundeninformationen
5.3.1 Registrieren, Fakturieren
5.3.2 Beobachten
5.3.3 Fazit
5.4 Preiskalkulation
5.4.1 kundenindividuelle Preisgestaltung
5.4.1.1 Versioning bei der kundenindividuellen Preisgestaltung
5.4.1.2 Bundling bei der kundenindividuellen Preisgestaltung
5.4.2 Gruppenpreisgestaltung
5.4.2.1 Preissensibilität
5.4.2.2 Netzwerkeffekte bei der Gruppenpreisgestaltung
5.4.2.3 Lock-In bei der Gruppenpreisgestaltung
5.4.2.4 Beteiligungsarrangements
Kapitel 6: Einflussfaktoren auf die Preisgestaltung und Wettbewerbsfähigkeit von Informationsgütern
6.1 Versioning
6.1.1 Gestaltung des Produktdesigns
6.1.1.1 Verspätung
6.1.1.2 Benutzeroberfläche – professionell und privat
6.1.1.3 Betriebsgeschwindigkeit
6.1.1.4 Leistungsumfang
6.1.2 Angleichung von Preis und Qualität
6.1.3 Wie viele Versionen sind notwendig? Die „goldene“ Regel des Versionings
6.2 Bundling
6.2.1 Arten des Bundling
6.2.2 Vor- und Nachteile
6.2.3 Verbesserung der Wertschöpfung
6.3 Lock-In
6.3.1 Gefüge von Lock-In und Umstellungskosten
6.3.2 Arten von Lock-In
6.3.3 Lock-In Zyklus
6.3.4 Strategien für Käufer
6.3.5 Strategien für Verkäufer
6.3.5.1 Investieren
6.3.5.2 Kundenbindung aufbauen
6.3.5.3 Wirkung verstärken
6.3.5.4 Fazit
6.4 Netzwerkeffekte und Standardisierung
6.4.1 Netzwerke
6.4.2 Kompatibilitätsstandards
6.4.3 Dimensionen der Kompatibilität
6.4.4 generative Allianzen
6.4.5 Standardisierung und Transaktionskosten
6.4.6 Bedeutung von Netzwerkeffekten
6.4.6.1 direkte Netzwerkeffekte
6.4.6.2 indirekte Netzwerkeffekte
6.4.7 positive Rückkopplungen
6.4.8 Eigenschaften von Netzwerkmärkten
6.4.8.1 „Start-up“ - Problem
6.4.8.2 kritische Masse
6.4.8.3 „First-Mover“-Vorteil
6.4.8.4 Pfadabhängigkeit
6.4.9 Netzwerkstrategien
6.4.9.1 vielschichtige Leistung
6.4.9.2 kontrollierte Migration
6.4.9.3 offene Migration
6.4.9.4 Diskontinuität
6.4.9.5 Fazit
Kapitel 7: Schlussbetrachtung
7.1 Zusammenfassung
7.2 Ausblick
Das Ziel der Arbeit ist es, die spezifischen ökonomischen Herausforderungen bei der Gestaltung und strategischen Platzierung von Informationsgütern im globalen Wettbewerb zu analysieren und Konzepte für deren erfolgreiche Vermarktung zu entwickeln.
3.1 Definition von Informationsgütern
Bevor das Gut Information analysiert wird, ist es notwendig, klarzustellen, was unter einem Informationsgut zu verstehen ist.
Der Begriff Information wird sehr großzügig verwendet. Im Wesentlichen ist alles, was digitalisiert bzw. als Bitstrom kodiert werden kann, unter dem Begriff Information zu verstehen. So unterschiedliche Produkte wie Bücher, Datenbanken, Magazine, Filme, Musik und Börsennotierungen zählen zu den Informationsgütern. Es ist zu beachten, dass sich diese Definition nicht nur auf die Informationsprodukte bezieht, die bereits digitalisiert sind, sondern auch auf jene, die noch digitalisiert werden können. Demnach ist Information ein an sich immaterielles Gut, wobei zu ihrer Verbreitung, Verarbeitung oder Speicherung ein physisches Medium benötigt wird.
Kapitel 1: Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den strukturellen Wandel der Wirtschaftsstrukturen durch das Vorstoßen von Informationsgütern und definiert das Ziel der Arbeit.
Kapitel 2: Begriffsklärungen: Dieses Kapitel erläutert grundlegende Fachbegriffe wie Versioning, Bundling, Lock-In und Standards für das weitere Verständnis.
Kapitel 3: Information als Wirtschaftsgut: Hier wird Information als ökonomisches Gut betrachtet, wobei insbesondere die Kostenstruktur und die Eigenschaften öffentlicher Güter im Vordergrund stehen.
Kapitel 4: Technologie und Marktstruktur: Das Kapitel analysiert die technologische Infrastruktur und wie neue Triebkräfte wie Digitalisierung und Globalisierung die klassischen Wettbewerbsmodelle beeinflussen.
Kapitel 5: Preisgestaltung von Informationsgütern: Diese Sektion behandelt komplexe Preisstrategien, wie kundenindividuelle Gestaltung und Gruppenpreismodelle, basierend auf Kundeninformationen.
Kapitel 6: Einflussfaktoren auf die Preisgestaltung und Wettbewerbsfähigkeit von Informationsgütern: Das Kapitel vertieft die Instrumente Versioning, Bundling, Lock-In sowie Netzwerkeffekte und zeigt deren strategische Anwendung.
Kapitel 7: Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und einem Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der Informationsgüterindustrie.
Digital Economy, Informationsgüter, Preisgestaltung, Versioning, Bundling, Lock-In, Umstellungskosten, Netzwerkeffekte, Standardisierung, Neue Ökonomie, Marktstrukturen, Kundeninformationen, Kostenführerschaft, Differenzierung, Wettbewerbsfähigkeit.
Die Arbeit befasst sich mit den ökonomischen Besonderheiten von Informationsgütern und den daraus resultierenden Herausforderungen für Unternehmen bei deren Gestaltung und Vermarktung.
Zentral sind die Kostenstrukturen von digitalen Gütern, Strategien der Preisdifferenzierung, die Rolle von Netzwerkeffekten und die Auswirkungen des Internets auf Marktstrukturen.
Das Ziel ist es, Einblicke in die Informationswirtschaft zu geben und aufzuzeigen, wie Unternehmen durch kundenspezifische Anpassung und strategische Produktgestaltung langfristig Wettbewerbsvorteile erzielen können.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse ökonomischer Modelle (z.B. von Porter, Shapiro/Varian) und deren Anwendung auf aktuelle Phänomene der Informationswirtschaft.
Der Hauptteil gliedert sich in die ökonomische Einordnung von Informationen, technologische Rahmenbedingungen, spezifische Preisstrategien und die Analyse von Wettbewerbsfaktoren wie Lock-In und Netzwerkeffekten.
Wesentliche Begriffe sind Informationsgüter, Versioning, Bundling, Netzwerkeffekte, Lock-In und die Transformation von öffentlichen in private Güter.
Zweckinformationen sind als Investitionsgüter meist zeitkritisch und rational geplant, während Unterhaltungsinformationen eher Konsumgüter mit emotionalem Kaufcharakter und mehrfacher Nutzbarkeit darstellen.
Es wird empfohlen, mehrere Versionen anzubieten, um verschiedene Zahlungsbereitschaften abzudecken und Kunden durch ein mittleres "Kompromiss-Produkt" zur Kaufentscheidung innerhalb des Sortiments zu bewegen.
Da der Nutzen eines Netzwerks von der Anzahl der Teilnehmer abhängt, müssen Anbieter zunächst eine "kritische Masse" erreichen, bevor das Produkt für Kunden attraktiv genug wird, um einen bestimmten Preis zu rechtfertigen.
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