Diplomarbeit, 2007
70 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1. Definition von „Risiko“
1.1.1. Risikobegriff
1.1.2. Abgrenzung des Risikos von der Chance
2. Risikomanagement
2.1. Begriffserklärung Risikomanagement
2.2. Zielsetzung Risikomanagement
2.3. Der Risikomanagementprozess
2.3.1. Risikoidentifikation
2.3.2. Risikobewertung
2.3.3. Risikosteuerung und Risikokontrolle
2.3.4. Risikokommunikation
3. Risikomanagement im Eventprojekt
3.1. Risikomanagement im Eventprojekt – Unterschiede
3.2. Eventspezifische Risiken
3.2.1. Intrinsische Risiken
3.2.2. Extrinsische Risiken
3.3. Rechtliche Aspekte
3.3.1. Versicherungsrecht
3.3.2. Behördliche Genehmigungen
3.3.3. Vertragsrecht
3.3.4. Incentive und Reisevertrag
4. Risikomanagement in der Praxis – anhand eines Beispiels
4.1. Das Event
4.2. Risikoidentifikation
4.3. Risikobewertung
4.4. Risikosteuerung
4.5. Risikokommunikation
5. Fazit
Diese Arbeit befasst sich mit der Implementierung des Risikomanagements als ein zentrales, integriertes Instrument in der Planung und Durchführung von Eventprojekten, um die Erfolgssicherheit zu steigern und durch proaktives Handeln negative Auswirkungen zu minimieren.
1.1.2. Abgrenzung des Risikos von der Chance
Risiken sind Teil jedes unternehmerischen Handelns, sei es in der Industrie, dem Handel oder der Veranstaltungsindustrie. Wie bereits beschrieben, besteht die Tendenz dazu, dass mit dem Risiko eher etwas Negatives assoziiert wird. Die Bewertung eines Risikos muss jedoch ambivalent erfolgen. Es ist ersichtlich, dass man Risiken durch ihre möglichen negativen Auswirkungen vermeiden möchte, jedoch „…müssen Risiken eingegangen werden, will man eine Chance erhalten.“ (Geis, J.W. et al, 2005, S. 16) Denn einen geschäftlichen Erfolg oder einen Fortschritt erreicht man, bis auf wenige Fälle, nicht ohne Risiken. Infolgedessen muss auch eine negative Zielverfehlung in Kauf genommen werden. Aber das Ziel kann auch im positiven Sinne verpasst werden, es können sich Chancen ergeben. „Chancen und Risiken bedingen einander, d.h. jede Chance beinhaltet auch Risiken, mit denen es gilt richtig umzugehen“ (Leibundgut, E., 2007, S.1). Der Schwerpunkt einer unternehmerischen Tätigkeit liegt in der effizienten Steuerung und Kontrolle von Risiken, sowie im Erkennen und Nutzen von Chancen.
Allerdings hängt die Bereitschaft, Risiken einzugehen von der individuellen Unternehmung ab. Faktoren wie Eigentumsverhältnisse, Liquidität oder Branchenzugehörigkeit beeinflussen den Grad der Bereitschaft. Dem Unternehmer, dem Geschäfts oder Projektleiter muss vor allem aber bewusst sein, dass Risiken mit jeglicher Aktivität einhergehen. Infolgedessen wird klar, dass man als Ziel seines Risikomanagements nicht die komplette Beseitigung aller Risiken vorgeben sollte, denn „…ohne die Übernahme von Risiken…“ ist es nicht möglich „…entsprechende Erträge zu generieren.“ (Romeike, F. et al, 2003, S.149) Somit sind unter Risiko im engeren Sinne oder Verlustgefahr, alle diejenigen unsicheren Ereignisse zu verstehen, die eine vermögensmindernde Auswirkung haben. Als Chance oder Risiko im weiteren Sinne sind diejenigen unsicheren Ereignisse zu verstehen, die eine vermögensmehrende Auswirkung haben. (vgl. Lück, W., 2001, S.207)
1. Einleitung: Beschreibt die zunehmende Relevanz der Sicherheit bei Veranstaltungen aufgrund vergangener Unglücke und führt in die theoretischen Grundlagen des Risikobegriffs ein.
2. Risikomanagement: Erläutert die Begriffe, Ziele und den prozessualen Ablauf des Risikomanagements als systematischen Regelkreis innerhalb eines Unternehmens.
3. Risikomanagement im Eventprojekt: Analysiert die Besonderheiten bei Events, differenziert zwischen intrinsischen und extrinsischen Risiken und behandelt notwendige rechtliche Rahmenbedingungen.
4. Risikomanagement in der Praxis – anhand eines Beispiels: Veranschaulicht die Anwendung der zuvor beschriebenen Methoden und Strategien anhand eines konkreten Incentive-Event-Beispiels.
5. Fazit: Führt aus, dass ein gut implementiertes Risikomanagement ein entscheidendes Werkzeug für den Erfolg moderner Eventprojekte darstellt und Chancenmanagement einschließt.
Risikomanagement, Eventprojekt, Risikoidentifikation, Risikobewertung, Risikosteuerung, Risikokommunikation, Sicherheitsrelevante Betreuung, Risikopolitik, Szenario-Technik, Fehlerbaumanalyse, Eventrecht, Incentive-Reise, Schadensausmaß, Eintrittswahrscheinlichkeit, Chancenmanagement.
Die Arbeit behandelt die Integration von Risikomanagement als zentrales Instrument zur Planung und Durchführung von professionellen Eventprojekten.
Die Themen umfassen die theoretischen Grundlagen von Risiken, den Risikomanagementprozess, spezifische Risiken bei Events, rechtliche Anforderungen sowie praktische Umsetzungsmethoden.
Das Ziel ist es, die Wichtigkeit des Risikomanagements für Eventprojekte darzustellen und aufzuzeigen, wie ein strukturierter Prozess zur Risikoanalyse und -bewältigung implementiert werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Anwendung von Identifikations- und Bewertungsmethoden wie der Szenario-Technik und der Fehlerbaumanalyse auf ein konkretes Praxisbeispiel.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Prozessbeschreibung (Identifikation, Analyse, Steuerung, Kommunikation) und die Übertragung dieser Prozesse auf die speziellen Gegebenheiten und rechtlichen Aspekte von Eventprojekten.
Wichtige Begriffe sind Risikomanagement, Eventprojekt, Risikoidentifikation, Risikosteuerung und die rechtlichen Rahmenbedingungen bei Veranstaltungen.
Der Notfallplan ist ein wesentlicher Bestandteil der internen Risikokommunikation, um bei einem tatsächlichen Eintritt von Risiken strukturiert und professionell gegenüber Stakeholdern zu agieren.
Aufgrund der oft kurzen Laufzeit und der Einmaligkeit von Eventprojekten ist ein kontinuierlicher Soll/Ist-Vergleich, wie er in langfristigen Unternehmen üblich ist, oft nur eingeschränkt oder gar nicht möglich.
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