Diplomarbeit, 2006
123 Seiten, Note: 1,7
1. Abstract
2. Kinderfernsehen in Deutschland
2.1. Die deutsche Fernsehlandschaft
2.2. Öffentlich-rechtliche Fernsehsender
2.2.1. ARD/ZDF – der Kinderkanal
2.2.2. Grundsätze (Pädagogischer Erziehungs-/Bildungsauftrag)
2.2.3. Finanzierung /Kommerzialisierung
2.3. Private Fernsehsender
2.3.1. RTL-Gruppe - SuperRTL
2.3.2. Grundsätze (Pädagogischer Erziehungs-/Bildungsauftrag)
2.3.3. Finanzierung/Kommerzialisierung
2.4. Allgemeine Marktbetrachtung
3. Die Geschichte des Kinderfernsehens in Deutschland
3.1 Beispiel eines Bildungsangebotes: Entwicklung der Nachrichten für Kinder bei den öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten
3.1.1. Nachrichten des Monats (Hessischer Rundfunk, HR)
3.1.2. Tagesschau auch für Kinder (ARD)
3.1.3. Durchblick (Süddeutscher Rundfunk, SDR)
3.1.4. logo (ZDF / Ki.Ka)
3.1.5. neuneinhalb (WDR)
3.2. Beispiel eines Bildungsangebotes: Entwicklung der Nachrichten für Kinder bei den privaten Fernsehanstalten
4. Bildungsangebote für Kinder im Fernsehprogramm
4.1. Arten von Bildungsprogrammen im Fernsehen
4.1.1. Funktionales Bildungsprogramm
4.1.2. Intentionales Bildungsprogramm
4.1.3. Einordnung der Bildungsangebote nach Art des Bildungsprogramms
4.1.4. Einschätzung der Fernsehformate aus Kindersicht
4.2. Bildungsprogramme und ihre Vermittlung von Kompetenzen
4.2.1. Medienkompetenz
4.2.2. Lesekompetenz
4.2.3. Sprachkompetenz
4.2.4. Sozialkompetenz
4.2.5. Technische Kompetenz
4.2.6. Zusammenfassung
5. Befragung: Bildungsangebote aus der Sicht der Kinder
5.1. Ziele der Befragung
5.2. Erläuterungen zur Wahl der gewählten Zielgruppe
5.3. Hypothesen der Befragung
5.3.1. Medienausstattung
5.3.2. Mediennutzung
5.3.3. Image der Fernsehsender
5.3.4. Bildungsangebote im Bereich Kinderfernsehen
5.3.5. Bildungsangebote im Bereich Erwachsenenfernsehen
5.4. Erläuterungen zur gewählten Methode und Vorgehensweise der Befragung
5.5. Aufbau des Fragebogens - Fragebogengestaltung
5.6. Ergebnisse der Umfrage – Überprüfung der Hypothesen
5.6.1. Medienausstattung
5.6.2. Mediennutzung
5.6.3. Image der Fernsehsender
5.6.4. Bildungsangebote im Bereich Kinderfernsehen
5.6.5. Bildungsangebote im Bereich Erwachsenenprogramm
5.6.6. Zusammenfassung der Ergebnisse
6. Fazit
Die Arbeit untersucht den Bildungscharakter von Fernsehangeboten für Kinder und analysiert, wie diese von Kindern in ihrer Rolle als Rezipienten wahrgenommen und genutzt werden. Dabei liegt der Fokus auf der Differenzierung zwischen intentionalen und funktionalen Bildungsprogrammen sowie der Vermittlung von Kompetenzen.
3.1.4. logo (ZDF / Ki.Ka)
Ein erfolgreiches Format der Kindernachrichten stellt die Sendung logo vom ZDF dar, welches auf dem Kinderkanal Ki.Ka und im ZDF ausgestrahlt wird.
Im Einzelnen stellen sich die Entwicklungsstufen des Formats folgendermaßen dar: 1987 Untersuchung der Tragfähigkeit und Aufbau der Redaktion, 1988 Pilotphase Januar – März (39 Folgen), 1989 feste Etablierung im Kindernachrichtenprogramm.
Die zentralen Bestandteile bei der Konzeption der Sendung logo sind dabei: Erklären: Um einen Sachverhalt oder ein Ereignis besser verstehen und einordnen zu können, liefert logo die dazu passenden und für Kinder verständlichen Erklärungen. Eingrenzen: Aufgrund der Fülle von Informationen und Nachrichten, konzentriert sich logo auf besonders wichtige oder problematische Aspekte. Kinderperspektive: Es werden insbesondere die Fragen mit besonderer Relevanz für Kinder aufgegriffen bzw. bei denen Kinder selbst betroffen sind. Ferner werden Situationen zum Vergleich herangezogen, welche Kinder bereits kennen. Darüber hinaus werden die Kinder als Identifikationsfigur mit einbezogen. Erklärstücke: Das Kernstück der Sendung logo bilden die sogenannten Erklärstücke, welche pro Sendung nur einmal vorkommen und konzentrierte Informationen bieten. Die gute Nachricht: Damit den Kindern vermittelt wird, dass Nachrichten auch Spaß machen, werden in der Sendung freundliche, schöne oder lustige Themen behandelt. Ergänzung: Damit Kinder Nachrichten besser verstehen können, dient logo der Ergänzung von Nachrichtensendungen aus dem Erwachsenenprogramm und ersetzt somit nicht die normalen Nachrichten.
Forum: Das Format logo soll bei Kindern Interesse wecken und zu einer aktiven Auseinandersetzung mit Themen anregen und somit einen Ansprechpartner für die Kinder darstellen.
2. Kinderfernsehen in Deutschland: Dieses Kapitel erläutert die deutsche Fernsehlandschaft mit Fokus auf öffentlich-rechtliche und private Anbieter und deren Finanzierungsmodelle sowie Bildungsaufträge.
3. Die Geschichte des Kinderfernsehens in Deutschland: Es wird die historische Entwicklung von Kindernachrichten als spezielles Bildungsformat bei öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern nachgezeichnet.
4. Bildungsangebote für Kinder im Fernsehprogramm: Hier erfolgt eine Kategorisierung von Bildungsprogrammen in intentional und funktional sowie eine Untersuchung der Kompetenzvermittlung durch verschiedene Sendeformate.
5. Befragung: Bildungsangebote aus der Sicht der Kinder: Dieses Kapitel beschreibt die Methodik, Hypothesen und Ergebnisse der empirischen Studie zur Mediennutzung und Bewertung von Sendungen durch Kinder.
6. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen, insbesondere die unterschiedliche Wahrnehmung der Sender durch die Kinder und die begrenzte direkte Kompetenzvermittlung im Kinderfernsehen.
Kinderfernsehen, Bildungsfernsehen, Medienkompetenz, Kindernachrichten, Mediennutzung, Öffentlich-rechtlicher Rundfunk, Private Sender, Fernsehformate, Empirische Befragung, Kompetenzvermittlung, Wissensvermittlung, intentionales Lernen, funktionales Lernen, Medienausstattung, Fernsehsender
Die Arbeit analysiert die Qualität und Wirkung von Bildungsangeboten im deutschen Kinderfernsehen und untersucht, wie Kinder diese Formate wahrnehmen und nutzen.
Die zentralen Themen umfassen die Struktur des Fernsehmarktes, die Rolle öffentlich-rechtlicher vs. privater Sender, die Definition von Bildungsformaten sowie die empirische Mediennutzung von Kindern.
Das Hauptziel ist zu klären, wie Kinder die Bildungsangebote im Fernsehen einschätzen und welche Images die Fernsehsender bei der Zielgruppe der 10- bis 14-Jährigen besitzen.
Es handelt sich um eine quantitative Befragung von 174 Schülerinnen und Schülern mittels eines standardisierten Fragebogens, ergänzt durch eine Literatur- und Marktanalysen.
Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen der Medienkompetenz und Bildungsarten (intentional vs. funktional) sowie die empirischen Ergebnisse der Umfrage zur Medienausstattung und -nutzung detailliert dargestellt.
Die wichtigsten Begriffe sind Kinderfernsehen, Bildungsauftrag, Medienkompetenz, Mediennutzung und Fernsehmarktanalyse.
Der Bildungsauftrag ist ein zentrales Unterscheidungsmerkmal; er verpflichtet öffentlich-rechtliche Sender zu intentionaler Wissensvermittlung, während private Sender primär marktwirtschaftlich agieren.
Die Befragung zeigt, dass Kinder private Sender eher mit Unterhaltung und Action assoziieren, während sie öffentlich-rechtliche Angebote eher als wissensvermittelnd wahrnehmen.
Die Studie belegt, dass Kinder das Erwachsenenprogramm zur Informationssuche nutzen, wenn sie dort Formate finden, die sie als spannend und zugleich lehrreich empfinden.
Der Autor fordert eine stärkere Fokussierung auf die gezielte Vermittlung von Kompetenzen im Kinderfernsehen, da dies bisher nur bei wenigen Formaten konsequent erfolgt.
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