Diplomarbeit, 1996
95 Seiten, Note: 1,0
Einführung
I. Windkraftnutzung im Versorgungsgebiet der PESAG AG
1. Aktueller Stand der Windkraftnutzung
2. Bestimmungsgrößen der weiteren Entwicklung
2.1 Förderung
2.2 Wirtschaftlichkeit
2.3 Rechtliche Situation
2.4 Akzeptanz
2.5 Flächenverbrauch
2.6 Erschließung
3. Perspektiven der Windenergienutzung im Versorgungsgebiet
II. Ökologische Auswirkungen von Windkraftanlagen
1. Auswirkungen von Windkraftanlagen auf Menschen
1.1 Akustische Effekte
1.1.1 Aerodynamische Geräusche
1.1.2 Mechanische Geräusche
1.1.3 Ausbreitung der Geräusche
1.2 Optische Effekte
1.2.1 Veränderung des Landschaftsbildes
1.2.1.1 Einstellung des Betrachters
1.2.1.2 Beschaffenheit der Landschaft
1.2.1.3 Gestaltung der Windkraftanlage
1.2.1.4 Anzahl und Anordnung der Windkraftanlagen
1.2.2 Abschattung
1.2.3 Lichtreflexe
1.3 Gefahrenpotential
1.3.1 Rotorbruch
1.3.2 Eisschlag
1.3.3 Blitzschlag
1.4 Elektromagnetische Effekte
1.4.1 Störungen durch elektrische Komponenten
1.4.2 Störungen durch Turm und Rotor
2. Auswirkungen von Windkraftanlagen auf die Fauna
2.1 Avifauna
2.1.1 Vogelschlag
2.1.2 Brutvögel
2.1.3 Standvögel
2.1.4 Zugvögel
2.1.5 Rastplätze für Wintervögel
2.2 Insekten
2.3 Andere Tiere
3. Auswirkungen von Windkraftanlagen auf die Flora
4. Sonstige Umweltauswirkungen von Windkraftanlagen
4.1 Flächenverbrauch, Bodenversiegelung
4.2 Windgeschwindigkeit
4.3 Mikroklima
4.4 Produktion und Betrieb
III. Gesetzliche Grundlagen bei Errichtung und Betrieb von Windkraftanlagen
1. Energiewirtschaftliche Vorschriften
1.1 Energiewirtschaftsgesetz
1.2 Stromeinspeisungsgesetz
2. Immissionsschutzrechtliche Vorschriften
2.1 Begriff der Anlage
2.2 Genehmigungsbedürftige Anlagen
2.3 Vorschriften für nicht genehmigungsbedürftige Anlagen
3. Sicherheitstechnische Vorschriften
3.1 Gerätesicherheitsgesetz
3.1.1 Begriff des Geräts
3.2 Gewerbeordnung
4. Baurechtliche Vorschriften
4.1 Begriff des Vorhabens
4.2 Genehmigungsbedürftige Vorhaben
4.3 Bauplanungsrechtliche Vorschriften
4.3.1 Zulässigkeit von Vorhaben im Geltungsbereich eines Bebauungsplans
4.3.2 Zulässigkeit von Vorhaben während der Planaufstellung
4.3.3 Zulässigkeit von Vorhaben im unbeplanten Bereich
4.3.3.1 Zulässigkeit von Vorhaben im unbeplanten Innenbereich
4.3.3.2 Zulässigkeit von Vorhaben im Außenbereich
4.3.4 Zulässigkeit von Nebenanlagen
4.4 Bauordnungsrechtliche Vorschriften
4.4.1 Allgemeine Anforderungen
4.4.2 Abstandsflächen
4.4.3 Gestaltung
4.4.4 Standsicherheit
4.4.5 Schutz gegen Feuchtigkeit, Korrosion und Schädlinge
4.4.6 Brandschutz, Blitzschutz
4.4.7 Schall- und Erschütterungsschutz
4.4.8 Baustoffe, Bauteile, Einrichtungen und Bauarten
4.4.9 Typengenehmigung
4.5 Verfahren und Inhalt der Baugenehmigung
5. Naturschutzrechtliche Vorschriften
5.1 Begriff des Eingriffs in Natur und Landschaft
5.2 Verfahren und Inhalt der Eingriffsregelung
5.2.1 Vermeidung von Beeinträchtigungen
5.2.2 Ausgleich von Beeinträchtigungen
5.2.3 Abwägung der Anforderungen
5.2.4 Ersatzmaßnahmen
5.2.5 Befreiungen
6. Umweltverträglichkeitsprüfung
IV. Ergebnisse
1. Energiewirtschaftsgesetz, Stromeinspeisungsgesetz, UPV-Gesetz, Gewerbeordnung, Gerätesicherheitsgesetz
2. Bundesimmisionsschutzgesetz, TA Lärm, VDI-Richtlinien
3. Bauordnung NW
4. BauGB
4.1 Windkraftanlagen im Geltungsbereich eines Bebauungsplans
4.2 Windkraftanlagen im unbeplanten Innenbereich
4.3 Windkraftanlagen im Außenbereich
5. BNatSchG, LG NW
6. Regelungen im Kreis Paderborn
7. Entwurf einer Genehmigungsrichtlinie
7.1 Standort von Windkraftanlagen
7.2 Anordnung und Abstände
7.3 Ausführung der Anlagen
7.4 Nutzungsende
8. Genehmigungsunterlagen
V. Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht die ökologischen Auswirkungen sowie die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Errichtung von Windkraftanlagen mit besonderem Fokus auf das Versorgungsgebiet der PESAG AG im Kreis Paderborn, um daraus Vorschläge für wirksamere Genehmigungsrichtlinien abzuleiten.
1.1.1 Aerodynamische Geräusche
Aerodynamische Geräusche entstehen durch die Umströmung des Rotors, des Turmes und der Abspannungen, sowie durch Wechselwirkungen zwischen Rotor und Turm.
Das am Rotor entstehende Geräusch ist zumeist ein tonloses Rauschen, das im Gegensatz zu Schallemissionen mit tonalem Charakter als nicht so störend empfunden wird. Wesentliche Ursachen sind Turbulenzen in der Grenzschicht beim Umströmen des Rotorblattes und beim Ablösen der Grenzschicht am hinteren Ende des Flügels. Der Geräuschpegel nimmt mit zunehmender Drehgeschwindigkeit des Rotors zu, so daß Windkraftanlagen mit drei oder mehr Rotorblättern wegen ihrer geringeren Schnellaufzahl schalltechnisch günstiger sind als Einblatt-Rotoren.
Durch das Umströmen des Turmes entsteht ebenfalls ein tonloses Rauschen, das durch die Windgeschwindigkeit und die Bauform des Mastes bestimmt wird. Wie leicht einzusehen ist, sind Rohrtürme schalltechnisch günstiger als Gittermasten. Insgesamt sind die vom Turm ausgehenden windbedingten Geräusche jedoch zu vernachlässigen, da sie nicht windkraftspezifisch sind, sondern bei anderen Bauwerken auch vorkommen und außerdem nur als schwaches tonloses Rauschen auftreten.
Anders sind Schallemissionen zu bewerten, die durch die mechanischen Komponenten der Windkraftanlage entstehen, und die der Turm als Körperschall abstrahlt. Dieser Effekt wird im Abschnitt „Mechanische Geräusche“ behandelt.
Weiterhin sind aerodynamisch bedingte Geräusche an den Abspannungen des Mastes („Leitungssingen“) möglich.
Die zuvor beschriebenen Geräuschen haben eine Frequenz von etwa 1000 Hertz und liegen somit im hörbaren Frequenzbereich.
Die Schallemissionen, die aus der Wechselwirkung von Turm und Rotor entstehen, sind extrem niederfrequent (weniger als 100 Hertz) und können deshalb teilweise nicht gehört werden. Diese Geräusche entstehen jedoch nur bei Leeläufern, das heißt bei Anlagen, deren Rotor sich in Windrichtung hinter dem Turm befindet. Ursache dieser Geräuschentwicklung sind die turbulenten Luftbereiche, die durch die Umströmung des Turmes hinter diesem entstehen und durch die sich der Rotor bewegt.
I. Windkraftnutzung im Versorgungsgebiet der PESAG AG: Analyse der aktuellen Situation der Windenergienutzung in der Region Paderborn sowie der Faktoren, die diese beeinflussen.
II. Ökologische Auswirkungen von Windkraftanlagen: Detaillierte Untersuchung der umweltrelevanten Aspekte, einschließlich Lärm, optischer Effekte sowie Auswirkungen auf Vögel, Insekten und den Boden.
III. Gesetzliche Grundlagen bei Errichtung und Betrieb von Windkraftanlagen: Darstellung der komplexen Rechtslage, insbesondere im Hinblick auf Bau-, Immissionsschutz- und Naturschutzrecht.
IV. Ergebnisse: Synthese der technischen Auswirkungen und rechtlichen Rahmenbedingungen sowie Diskussion von Defiziten und Lösungsvorschlägen.
Windkraft, PESAG AG, Paderborn, Umweltbeeinträchtigung, Naturschutz, Baurecht, Immissionsschutz, Genehmigungsverfahren, Vogelschlag, Infraschall, Landschaftsbild, Erneuerbare Energien, Raumplanung, Windparks, Standortwahl
Die Arbeit analysiert die ökologischen Folgen und die gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Bau und Betrieb von Windkraftanlagen, speziell im Versorgungsgebiet der PESAG AG.
Die Schwerpunkte liegen auf der Windkrafttechnik, den ökologischen Auswirkungen auf Fauna und Flora sowie einer umfassenden rechtlichen Einordnung der Genehmigungsprozesse.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Windkraftanlagen umweltschonend errichtet werden können und welche rechtlichen Instrumente hierfür notwendig sind.
Die Autorin stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse sowie die Auswertung relevanter Gesetzestexte und Rechtsprechung, um das regulatorische Umfeld kritisch zu beleuchten.
Der Hauptteil gliedert sich in die ökologische Analyse (Lärm, Optik, Natur) und die rechtliche Analyse (Bau-, Immissionsschutz- und Naturschutzrecht) in Deutschland und Nordrhein-Westfalen.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Windenergie, Landschaftsplanung, Naturschutzrecht und Umweltverträglichkeit definieren.
Die Autorin kritisiert eine oft isolierte Betrachtung von Einzelprojekten und fordert eine landesweit einheitliche Planungsgrundlage, um die Zersplitterung der Landschaft zu verhindern.
Paderborn dient als konkretes Fallbeispiel, da dort Ende 1995 bereits eine Vielzahl von Anlagen existierte und das Gebiet durch das PESAG-Netz geografisch klar definiert ist.
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