Examensarbeit, 2006
82 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Geistige Behinderung
2.1 Terminologische Klärung und Definition
2.2 Geistige Behinderung aus der Sicht verschiedener Wissenschaftsdisziplinen
2.3 Entwicklungsbesonderheiten von Kindern mit einer geistigen Behinderung
2.4 Pädagogik bei geistiger Behinderung
2.4.1 Historischer Rückblick
2.4.2 Die Schule für geistig Behinderte
3 Bedeutung der Bewegung für Entwicklung und Lernen
3.1 Begriffsklärungen
3.2 Bewegung und Entwicklung
3.3 Bewegung und Lernen
3.3.1 Entwicklungspsychologischer Aspekt
3.3.2 Biologisch bzw. neurophysiologischer Aspekt
3.4 Die besondere Bedeutung der Bewegung für Kinder mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung
4 Wandel der kindlichen Lebens- und Bewegungswelt
4.1 Gesellschaftliche Rahmenbedingungen
4.2 Veränderung der Familienstrukturen
4.3 Wandel der Erziehungsziele und -normen
4.4 Kindliche Lebensräume – Verändertes Zeit- und Raumerleben
4.5 Ebene der Freizeitgestaltung und Mediatisierung
4.6 Zusammenfassung
5 Das pädagogische Konzept der bewegten Schule
5.1 Warum mehr Bewegung in der Schule?
5.2 Aspekte und Inhalte einer bewegten Schule
5.3 Ziele und Effekte
5.4 Zusammenfassung
6 Bewegungsunterricht und Bewegungsangebote
6.1 Curriculare Analyse
6.2 Untersuchung
6.2.1 Fragestellung und Ziel der Untersuchung
6.2.2 Methodisches Vorgehen
6.2.3 Darstellung und Interpretation der Ergebnisse
6.3 Diskussion: Bewegte Schule an der Schule zur individuellen Lebensbewältigung?
6.3.1 Schulsport
6.3.2 Bewegter Unterricht
6.3.3 Bewegte Pause
6.3.4 Bewegtes Schulleben und bewegte Freizeit
6.3.5 Zusammenfassung
7 Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Bewegung für die Gesamtentwicklung von Kindern mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung im Kontext einer sich wandelnden kindlichen Lebenswelt. Ziel ist es, am Beispiel von sechs Schulen zur individuellen Lebensbewältigung in Mecklenburg-Vorpommern zu analysieren, ob und wie bewegungsfreundliche Ansätze im schulischen Alltag umgesetzt werden können, um eine ganzheitliche Bildung und Erziehung zu fördern.
3.2 Bewegung und Entwicklung
Kinder erkrabbeln, ertasten, erschließen sich motorisch handelnd die Welt. Durch Bewegung setzen sie sich mit ihrer Umwelt auseinander und eignen sich diese an. Sie nehmen die Umwelt aktiv mit allen Sinnen wahr und spüren, was sie durch ihre Aktivität bewirken. Kinder erfahren ihre räumliche und materielle Umwelt und passen sich an Umweltgegebenheiten an oder verändern diese. Kinder, vor allem ganz kleine Kinder, erzielen durch Bewegung zahlreiche Erkenntnisse. Das Kind greift nach einem Gegenstand, betastet diesen, nimmt ihn in den Mund und spürt dabei die Eigenschaften und Gesetzmäßigkeiten des Objekts. Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen Materialerfahrung und Kognition, denn die Kinder „begreifen“ ihre Umwelt in den ersten Lebensjahren im wahrsten Sinne des Wortes (Krawietz, 1999). Durch die handelnde Auseinandersetzung mit der zu entdeckenden Umwelt können die Kinder über die Wahrnehmung ihrer Sinnesorgane wichtige und wirklichkeitsnahe Lebenszusammenhänge erfahren (Breithecker, n.d.).
Für einen Säugling ist die Bewegung zunächst die einzige Möglichkeit der nonverbalen Kommunikation, er strampelt zum Beispiel vor Lust. Ältere Kinder hüpfen vor Freude, sie rennen, klettern, schaukeln, toben und gelangen so zu immer mehr Sicherheit, Selbständigkeit, räumlicher Erkundung und Umwelterfahrung (Bundesinstitut für Sportwissenschaft, 1989; Laging & Klupsch-Sahlmann, 2001; Dordel & Breithecker 2004). Bei der Bewegung geht es ebenso „um die Vergewisserung und Entwicklung des eigenen Selbst…“ (Laging&Klupsch-Sahlmann, 2001, S. 6). Thalhammer (1981) schreibt dazu:
1 Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Bedeutung von Bewegung für die Gesamtentwicklung von Kindern und kritisiert die Vernachlässigung bewegungsorientierter Ansätze an Sonderschulen.
2 Geistige Behinderung: Dieses Kapitel klärt Begriffe und Definitionen der geistigen Behinderung und betrachtet diese aus medizinischer, psychologischer und pädagogischer Sicht sowie in ihrem historischen Kontext.
3 Bedeutung der Bewegung für Entwicklung und Lernen: Es wird der fundamentale Zusammenhang zwischen Bewegung und der körperlichen, sozialen sowie kognitiven Entwicklung von Kindern analysiert.
4 Wandel der kindlichen Lebens- und Bewegungswelt: Das Kapitel thematisiert die gesellschaftlichen Veränderungen und deren negative Auswirkungen auf die kindliche Bewegung und Sinnerfahrung.
5 Das pädagogische Konzept der bewegten Schule: Das Konzept der bewegten Schule wird als ganzheitlicher Ansatz zur Förderung von Bewegung, Gesundheit und Lernfreude im schulischen Alltag vorgestellt.
6 Bewegungsunterricht und Bewegungsangebote: In einer empirischen Untersuchung an sechs Schulen wird analysiert, wie Sport und Bewegung an Schulen zur individuellen Lebensbewältigung in Mecklenburg-Vorpommern integriert sind.
7 Zusammenfassung: Die Arbeit fasst die zentralen Erkenntnisse über die Bedeutung von Bewegung zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit, Schulen bewegungsfreundlicher zu gestalten.
Bewegung, Geistige Behinderung, Bewegte Schule, Sonderpädagogik, Lebensbewältigung, Sportunterricht, Schulentwicklung, Motorik, Kognition, Sozialkompetenz, Kindheitswandel, Förderung, Bewegungserziehung, Ganzheitlichkeit, Mecklenburg-Vorpommern.
Die Arbeit untersucht die Relevanz von Bewegung für die Entwicklung von Kindern mit geistiger Behinderung und analysiert, inwieweit das Konzept der "Bewegten Schule" an Schulen zur individuellen Lebensbewältigung implementiert ist.
Die zentralen Themen umfassen die Definition geistiger Behinderung, die Bedeutung motorischer Aktivitäten für Lernprozesse, den gesellschaftlichen Wandel der Kindheit sowie das pädagogische Konzept der bewegungsfreundlichen Schule.
Das Ziel ist die Analyse der aktuellen Bedingungen für Sport und Bewegung an sechs spezifischen Schulen in Mecklenburg-Vorpommern, um den Stellenwert dieser Aktivitäten für die Schülerinnen und Schüler herauszuarbeiten.
Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturanalyse sowie einer empirischen Datenerhebung mittels eines standardisierten schriftlichen Fragebogens an sechs ausgewählten Schulen.
Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Begründung von Bewegung, dem Einfluss des Wandels der Lebenswelt auf Kinder, dem Konzept der bewegten Schule und der Auswertung der durchgeführten Lehrerbefragungen.
Wichtige Begriffe sind Bewegung, Geistige Behinderung, Bewegte Schule, Lebensbewältigung, Sonderpädagogik, Sportunterricht und Schulentwicklung.
Da Bewegung für geistig behinderte Kinder eine zentrale Rolle für die Weltaneignung und Persönlichkeitsstabilisierung spielt, bietet das Konzept der bewegten Schule wertvolle Ansätze zur ganzheitlichen Entwicklungsförderung.
Die Untersuchung zeigt deutliche Unterschiede bei der Lehrerqualifikation, der verfügbaren Stundenanzahl sowie der räumlichen und materiellen Ausstattung der Schulen.
Ja, da die Studie zeigt, dass auch ohne exakte Umsetzung jedes Elements Ansätze zur Förderung eines bewegungsfreundlichen Schullebens vorhanden sind und aktiv weiterentwickelt werden können.
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