Diplomarbeit, 2006
199 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitende Betrachtung
1.1 Zielsetzung der Diplomarbeit
1.2 Aufbau der Diplomarbeit
2 Zivil- und gesellschaftsrechtliche Grundlagen
2.1 Wesen und Vorteile der GmbH & Co. KG
2.1.1 Wesen
2.1.2 Vorteile
2.2 Vom „Kinde der Gesetzesumgehung“ zur akzeptierten Rechtsform - Die handels und steuerrechtliche Anerkennung der GmbH & Co. KG
2.2.1 Handelsrechtliche Anerkennung
2.2.2 Steuerrechtliche Anerkennung
2.2.3 Bedeutung der GmbH & Co. KG als Gesellschaftsform
2.3 Erscheinungsformen der GmbH & Co. KG
2.4 Gründung der GmbH & Co. KG
2.5 Geschäftsführung und Vertretung
3 Die GmbH & Co. KG in einkommensteuerrechtlicher Sicht
3.1 Allgemeines
3.1.1 Die GmbH & Co. KG als Gewerbebetrieb kraft Gepräges
3.1.2 Die Abfärberegelung - Teilweise gewerblich geprägte Personengesellschaft
3.2 Mitunternehmerschaften bei der GmbH & Co. KG
3.2.1 Allgemeines
3.2.2 Die Komplementär-GmbH als Mitunternehmer
3.2.3 Die Kommanditisten als Mitunternehmer
4 Gewinnermittlung und Sonderbetriebsvermögen
4.1 Allgemeines
4.2 Die Stufen der Gewinnermittlung
4.2.1 Erste Gewinnermittlungsstufe
4.2.2 Zweite Gewinnermittlungsstufe
4.3 Besonderheiten bei Sondervergütungen
4.4 Sonderbetriebsvermögen
5 Die Familien-GmbH & Co. KG - Ein Gestaltungsinstrument zur Vermögensnachfolge und -übertragung
5.1 Der Familienpool in der Rechtsform der GmbH & Co. KG
5.2 Begriff - Was ist ein Familienpool?
5.3 Errichtung einer Immobilien GmbH & Co. KG
5.4 Die Vorteile des Familienpools als „modifizierte“ gewerblich geprägte GmbH & Co. KG
5.4.1 Einbindung von Kindern bei gleichzeitiger Erhaltung der vollständigen Verfügungsmacht zu Lebzeiten des Schenkers
5.4.2 Erhalt des Familienvermögens im Stamm
5.4.3 Einkommensteuerliches Familiensplitting
5.4.4 Gewerbesteuerliche Aspekte
5.4.5 Übernahme von Verbindlichkeiten
5.4.6 Erbfall - Vermeidung von Pflichtteilen und Pflichtteilsergänzungen
5.4.7 Schutz vor Gläubigern
5.4.8 Steuerpflicht und Freibeträge
5.4.9 Keine Grunderwerbsteuerpflicht
5.4.10 Schenkungsteuerliche Vergünstigungen
5.4.10.1 Steuerliche Begünstigung von Betriebsvermögen
5.4.10.1.1 Bewertung des Vermögens
5.4.10.1.2 Freibeträge und Bewertungsabschlag
5.4.10.1.3 Tarifbegrenzung nach § 19a ErbStG
5.4.10.1.4 Steuerstundungseffekt
5.4.10.2 Fall: Überführung von Privatvermögen in eine GmbH & Co. KG
5.4.10.3 Folgen und Risiken bei der Gründung einer Immobilien GmbH & Co. KG
5.4.10.3.1 Ertragsteuerliche Risiken
5.4.10.3.2 Umsatzsteuerliche Risiken
5.4.10.3.3 Weitere Nachteile
5.4.10.4 Gestaltungshinweise
5.4.10.5 Fazit für den Ausgangsfall „Dagobert“
5.4.10.6 Lohnenswerte Fälle für die GmbH & Co. KG - Lösung
5.4.10.7 Sicherung der Altersversorgung des Schenkers
5.5 Ausblick auf beabsichtigte Gesetzesänderungen
5.6 Gestaltungsüberlegungen
6 Resümee und Ausblick
Die vorliegende Diplomarbeit hat das Ziel, die handels- und ertragsteuerlichen Besonderheiten der GmbH & Co. KG systematisch darzustellen, insbesondere unter Berücksichtigung ihrer Funktion als Gestaltungsinstrument für die Vermögensnachfolge und vor dem Hintergrund bevorstehender Gesetzesänderungen.
5.4.1 Einbindung von Kindern bei gleichzeitiger Erhaltung der vollständigen Verfügungsmacht zu Lebzeiten des Schenkers
Einzelunternehmen und Personengesellschaften leben von der unternehmerischen Fähigkeit und der Person ihres Inhabers bzw. geschäftsführenden Gesellschafters. Somit ist die Existenz dieser Unternehmen vielfach zwingend mit dem Schicksal der unternehmerisch tätigen Person unauflöslich verbunden. Lang anhaltende bzw. schwere Krankheit oder Tod des Unternehmers stellen das Unternehmen vor die Existenzfrage, wenn die Erben oder die verbleibenden Gesellschafter nicht in der Lage sind, das Unternehmen fortzuführen. Gerade für Familiengesellschaften könnte die Fortführung des Unternehmens deutlich erleichtert werden, wenn schon zu Lebzeiten des geschäftsführenden Gesellschafters eine Komplementär-GmbH in das Unternehmen aufgenommen wird, die als persönlich haftende Gesellschafterin durch ihre Organe die Geschäftsführung übernimmt.
Vor allem für Unternehmen, die bereits in der dritten oder gar vierten Generation betrieben werden, kann aus Gründen des Gleichgewichts der einzelnen Familienstämme die Gründung einer GmbH & Co. KG angebracht sein. Beispielsweise denke man an eine KG, die aus 10 Kommanditisten und einem Komplementär besteht. Den Kommanditisten steht freilich das Recht zu nach dem Tod des Komplementärs in dessen Stellung nachzurücken, ob sie die hierzu notwendigen Management-Fähigkeiten besitzen ist indessen nicht sichergestellt.
Durch die Beteiligung der Kinder an einer GmbH & Co. KG besteht die Möglichkeit, das Interesse der Kinder an der unternehmerischen Tätigkeit durch schrittweise Übernahme der Stimmrechte in der Familiengesellschaft zu fördern. Aber auch wenn sich kein geeignetes Familienmitglied findet, kann der Unternehmer seine unternehmerisch nicht begabten Familienmitglieder als Kommanditisten nur am Vermögen beteiligen, ohne die unternehmerische Herrschaft über das Unternehmen zu verlieren.
1 Einleitende Betrachtung: Einführung in die Rechtsform und Zielsetzung der Arbeit.
2 Zivil- und gesellschaftsrechtliche Grundlagen: Erläuterung des Wesens, der Vorteile, der Gründung sowie der Anerkennung der GmbH & Co. KG.
3 Die GmbH & Co. KG in einkommensteuerrechtlicher Sicht: Darstellung der steuerlichen Einstufung, insbesondere als Gewerbebetrieb, und der Mitunternehmerschaft.
4 Gewinnermittlung und Sonderbetriebsvermögen: Erklärung der zweistufigen Gewinnermittlung und der Bedeutung von Sonderbetriebsvermögen.
5 Die Familien-GmbH & Co. KG - Ein Gestaltungsinstrument zur Vermögensnachfolge und -übertragung: Analyse der GmbH & Co. KG als Familienpool zur Vermögensübertragung und der steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten.
6 Resümee und Ausblick: Abschließende Betrachtung und Ausblick auf künftige Entwicklungen und steuerliche Rahmenbedingungen.
GmbH & Co. KG, Personengesellschaft, Familienpool, Vermögensübertragung, Schenkungsteuer, Erbschaftsteuer, Betriebsvermögen, Gewinnermittlung, Sonderbetriebsvermögen, Unternehmensnachfolge, Steuergestaltung, Personengesellschaft, Abfärberegelung, Mitunternehmerschaft, Gewerbesteuer.
Die Arbeit befasst sich mit der GmbH & Co. KG als Instrument zur steuerlich optimierten Vermögensübertragung im Rahmen der Nachfolgeplanung.
Zentrale Themen sind die gesellschaftsrechtliche Struktur, die einkommensteuerliche Behandlung (inkl. Gewinnermittlung) sowie die erbschaft- und schenkungsteuerliche Gestaltung.
Das Ziel ist die systematische Darstellung der handels- und steuerrechtlichen Besonderheiten der GmbH & Co. KG, speziell unter Berücksichtigung von Familienpools.
Es wird eine systematische, rechts- und steuerwissenschaftliche Darstellung unter Einbeziehung aktueller Rechtsprechung und Literatur gewählt.
Der Hauptteil behandelt die Grundlagen der Gesellschaftsform, die einkommensteuerliche Qualifikation, die zweistufige Gewinnermittlung und die spezifischen Vorteile für Familienunternehmen.
GmbH & Co. KG, Vermögensnachfolge, Schenkungsteuer, Betriebsvermögen, Familienpool und Steuergestaltung sind prägende Begriffe.
Das Sonderbetriebsvermögen ist ein zentraler Aspekt der steuerlichen Gewinnermittlung bei der GmbH & Co. KG, da es die Zuordnung von Wirtschaftsgütern zum betrieblichen Bereich ermöglicht.
Die Arbeit analysiert kritisch, wie geplante Änderungen im Erbschaft- und Schenkungsteuerrecht (insb. § 13a ErbStG) die steuerlichen Vorteile der GmbH & Co. KG einschränken könnten.
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