Diplomarbeit, 2007
82 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theoretischer und methodischer Hintergrund des Markenimages
2.1 Markenimage, Markenidentität und Markenpositionierung
2.2 Qualitative Markenforschung
2.3 Semantische Netze, Cognitive Mapping, Triadentest
2.4 Kontextabhängigkeit von Begriffen
3. Methodik der Kontextabhängigkeits-Studie
3.1 Ziel der Studie
3.2 Operationalisierung
3.2.1 Gewinnung des Untersuchungsmaterials und -designs
3.2.2 Triadentest
3.3 Durchführung
4. Ergebnisse
4.1 Ergebnisse der Konsensmessung im Kovarianzstrukturmodell
4.2 Ergebnisse der inhaltlichen Analyse
5. Diskussion
5.1 Methodische Reflexion
5.2 Interpretation und Nutzung der Ergebnisse
Diese Arbeit untersucht, inwieweit die Bedeutung von Begriffen, die zum Aufbau von Markenimages genutzt werden, von ihrem jeweiligen Kontext abhängt. Es wird analysiert, ob qualitativ erhobene Begriffslisten für eine präzise Markenführung ausreichen oder durch methodisch fundiertere Ansätze, wie etwa Cognitive Mapping und Triadentests, ergänzt werden müssen, um Missverständnisse durch Kontextfaktoren zu vermeiden.
1. Einleitung
Wodurch wird ein Auto „schön scharf“? Was ist ein „Über-Audi“? (www.auto-news.de) Erfolgreiche Marken müssen heutzutage vieles bieten. Sie sollen klare, einfache Markenbotschaften vermitteln und trotzdem in ihrem Marktauftritt einen hohen Facettenreichtum aufweisen (Hermann, 1999, S. 9). Die Marke dient der Unternehmenskommunikation somit als Profilierungs- und Differenzierungsinstrument mit dessen Hilfe versucht wird ein Vorstellungsbild in den Köpfen der Konsumenten zu positionieren (Caspar & Metzler, S. 4, 12). Das Markenimage der Konsumenten wird dabei maßgeblich durch die kommunizierten Markenkerne geprägt, welche die zentralen Elemente und Kompetenzen der Marke plastisch zusammenfassen sollen (Meffert & Burmann, 2005, S. 52).
Im Hinblick auf die Kommunikation der Markenattribute fordert Baumgart (1992, S. 329) einprägsame Slogans mit einem Minimum an Denotation und einem Maximum an Konnotation. Beispielhaft seien folgende Werbebotschaften angeführt: „Das einzig wahre Warsteiner“ der Brauerei Warsteiner, „Whisky muss nicht billig sein“ der Destillerie Dimple oder „Feines aus Wolle“ des Textilunternehmens Glenfield (Satelliten Media Design, o.J.). Doch werden diese zur Differenzierung eingesetzten Begriffe von Konsumenten mit den Konnotationen, in der beabsichtigten Art wahrgenommen? Oder führen die innovativen Werbebotschaften aufgrund nicht berücksichtigter Kontextfaktoren auf Begriffsbedeutungen gar zu Fehlinterpretationen bei den Empfängern?
1. Einleitung: Dieses Kapitel motiviert die Problemstellung anhand von Beispielen für misslungene Markenkommunikation und leitet die Forschungsfrage hinsichtlich der Kontextabhängigkeit von Markenbegriffen her.
2. Theoretischer und methodischer Hintergrund des Markenimages: Das Kapitel erläutert die Grundlagen der Markenidentität und -positionierung sowie die Methoden der qualitativen Markenforschung, einschließlich semantischer Netze und Assoziationsverfahren.
3. Methodik der Kontextabhängigkeits-Studie: Hier wird das Studiendesign entwickelt, wobei die Operationalisierung der Produktgruppen und Attribute sowie die Durchführung der Triadentests detailliert beschrieben werden.
4. Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die empirischen Befunde der Konsensmessung und führt eine detaillierte inhaltliche Analyse mittels Distanzprofilen und Cognitive Maps durch.
5. Diskussion: Das letzte Kapitel reflektiert die methodische Vorgehensweise, interpretiert die Ergebnisse im Hinblick auf die Forschungsfrage und bewertet die praktischen Konsequenzen für die Markenforschung.
Markenimage, Markenidentität, Markenpositionierung, Qualitative Markenforschung, Kontextabhängigkeit, Semantische Netze, Cognitive Mapping, Triadentest, Konsensmessung, Markenkommunikation, Markenassoziationen, Begriffsbedeutung, Produktgruppe, Konsumentenwahrnehmung
Die Arbeit untersucht, wie stark Markenattribute kontextabhängig sind und ob ihre Bedeutung variiert, wenn sie auf unterschiedliche Produktgruppen angewendet werden.
Die Schwerpunkte liegen auf der Markenführung, der qualitativen Markenforschung sowie der semantischen Analyse von Markenassoziationen durch mathematische und psychologische Verfahren.
Die zentrale Frage lautet, wie kontextabhängig Begriffe sind, die zur Beschreibung von Markenleitbildern als Attribute genutzt werden, und ob das Risiko von Missverständnissen bei der Markenkommunikation besteht.
Es wird eine empirische Pilotstudie mittels Triadentests durchgeführt, deren Ergebnisse durch Konsensmessung im Kovarianzstrukturmodell und mittels Multidimensionaler Skalierung (MDS) analysiert werden.
Der Hauptteil befasst sich mit der methodischen Operationalisierung von Produktgruppen und Attributen, der Durchführung der Befragungen sowie der statistischen und inhaltlichen Auswertung der Daten in drei Designsets.
Wichtige Begriffe sind Markenimage, Kontextabhängigkeit, Cognitive Mapping, Triadentest, Markenassoziationen und Konsensmessung.
Die "semantische Lücke" beschreibt die Kluft zwischen der beabsichtigten Bedeutung seitens der Markenkommunikation (Kreative/Hersteller) und der tatsächlichen Wahrnehmung durch den Konsumenten.
Der Triadentest ist ein direktes Verfahren, um semantische Ähnlichkeiten zwischen Objekten oder Begriffen zu ermitteln und ist somit ideal zur präzisen Erstellung von Cognitive Maps geeignet.
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