Doktorarbeit / Dissertation, 1998
411 Seiten, Note: 1,0
Vorwort
Der Prozess der Modernisierung und seine Folgen
Der moderne Diskurs und seine wissenschaftlich-gesellschaftliche Praxis
Der ”Ausbruch” eines unendlichen Universums
Säkularisierungsprozess und der moderne Diskurs des Subjekts
Beschleunigung des Erlangungsprozesses unserer Kenntnisse und die Technologie
Wesenszug des modernen Diskurses: Ausdifferenzierung
Abschied von Aufklärung, Geschichte und Evolution
Das Ende des Panoptikums und der Film
Ein dioptrisches Panorama der Postmoderne
Die Auflösung des Subjekts
Der Aufstand des Figurativen und das Unbewusste
Der Prozess der Entdifferenzierung und die postmoderne Überschreitung der Grenze
Postmodernes Wissen und Sprachspiele
Paralogien, Inbegriff der Pluralität und Dekonstruktion
Die postmoderne Praxis der Intertextualität, Interaktion und Selbstreflexivität
Die Darstellung des Unrepräsentierbaren und die Entteleologisierung der Geschichte
Der Film und die Wirklichkeit
Über den Genius des Films als die Kunst des Bewegungs- und Zeit-Bilds
Suche nach der Wesenseigentümlichkeit des Films und narrative Tradition
Über die Geschichte des Films ”Paths of Glory” (1957) von Stanley Kubrick
Allgemeine dramaturgische Konstruktion der Erzählung
Zur dramatischen Bedeutung des Lichtes
Kameraführung
Montage
Krisenzyklus der Repräsentation und Diskurs der ästhetischen Moderne
Die Seinsfrage des Realen und die Entropie der Repräsentation
Die Krise des Bewusstseins und die ”ästhetische Moderne”
Die ”neue Welle” der Krise
Die Metaphysik des Schreiens und der Anfang vom Ende
Zurück zum Reich des Seins
Die Ohnmacht des Denkens
Unterwegs zur postmodernen Problematisierung der Realität
Die Darstellung des Unrepräsentierbaren – die Logik des Schweigens und die neue Struktur der Begierde
Nachwort
Die Arbeit untersucht den Wandel von der Moderne zur Postmoderne im Film. Das zentrale Ziel ist es, aufzuzeigen, wie postmoderne figurative Ästhetik die klassisch-realistischen Erzählstrukturen des Kinos in Frage stellt und das Kino zu einer neuen Form der Darstellung von Wirklichkeit und Subjektivität führt.
Ein dioptrisches Panorama der Postmoderne
Um die Argumentation der Auflösung des Subjekts voranzutreiben und um zu einer weiteren Klärung der zentralen Begrifflichkeiten, die der postmodernen Ästhetik zugrunde liegen, zu gelangen, werden wir auf einen zentralen Gedankengang Freuds verweisen, um den sich im Grunde mehrere Aspekte der figurativen Ästhetik der Postmoderne gruppieren. Es handelt sich um die Dezentrierung des Subjekts (Ichs) und die Rebellion des Unbewussten.
Wie ich im ersten Kapitel argumentiert habe, war Gott eigentlich schon längst verschwunden, als Nietzsche dessen Tod verkündete. Daraufhin ersetzte man ihn durch ein logisch-analytisch denkendes Subjekt (Ich) und dessen unendlichen Willen. Nach der Aufspaltung der Vernunft bei Kant war S. Freud derjenige, der die Dezentrierung des Subjekts verkündete und, um die völlige Auflösung des Subjekts (den Tod des Ichs) zu verhindern, die Verstärkung des Ich-Bewusstseins forderte.
Wenn man die Schriften, Studien und Vorlesungen Freuds im Zeitraum 1923 bis 1933 vergleicht dann stellt man fest, dass er grundsätzlich zwei verschiedene Topographien des psychischen Systems entwickelt hat. Wie Freud gebrauchen wir auch die folgenden Bilder, um so den eben genannten Unterschied zu verdeutlichen. Seine erste Topographie des psychischen Systems ist in seiner Schrift “Das Ich und Es” (1923) zu finden:
Vorwort: Einführung in das zentrale Thema des säkularen Modernisierungsprozesses und die Herausforderung des modernen Subjekts durch postmoderne Entwicklungen.
Der Prozess der Modernisierung und seine Folgen: Analyse der historischen Entstehung der Moderne, des rationalistischen Diskurses und der zunehmenden Ausdifferenzierung von Wissensgebieten, die letztlich in die Krise führten.
Ein dioptrisches Panorama der Postmoderne: Untersuchung der theoretischen Grundlagen der Postmoderne, insbesondere der Auflösung des Subjekts und der Bedeutung des Figurativen im Gegensatz zum Diskursiven.
Der Film und die Wirklichkeit: Auseinandersetzung mit der spezifischen Natur des Films als figurative Kunst der Bewegungs- und Zeitbilder, die eine neue Ästhetik ermöglicht.
Krisenzyklus der Repräsentation und Diskurs der ästhetischen Moderne: Erörterung der Krise der Repräsentation in der ästhetischen Moderne und ihrer Folgen für Bewusstsein und Diskurs.
Zurück zum Reich des Seins: Philosophische Reflexion über das Unvermögen des Denkens und die postmoderne Problematisierung der Realität.
Postmoderne, Film, Repräsentation, Subjekt, Figuratives, Diskurs, Dekonstruktion, Realität, Simulation, Psychoanalyse, Unbewusstes, Moderne, Entdifferenzierung, Zeichen, Ästhetik
Die Arbeit analysiert die postmoderne Transformation des Kinos und wie sich filmische Ästhetik weg von einer diskursiv-repräsentativen Ordnung hin zu einem figurativen, oft dekonstruktiven Verständnis von Wirklichkeit entwickelt.
Die zentralen Themen umfassen die Krise der Moderne, die Bedeutung des Unbewussten, die Rolle der Technologie im Film sowie die philosophische Auseinandersetzung mit Identität und Realität.
Ziel ist es zu zeigen, dass die postmoderne Entwicklung im Film kein bloßer Verlust von Werten ist, sondern eine notwendige Reaktion auf die Auflösung des modernen Subjekts und der klassischen Repräsentationslogik.
Die Arbeit nutzt einen geistesgeschichtlichen und kulturtheoretischen Ansatz, indem sie auf Denker wie Lyotard, Foucault, Freud, Deleuze und Baudrillard zurückgreift, um die postmoderne Sensibilität in Filmen zu dekonstruieren.
Der Hauptteil befasst sich mit der Analyse der Repräsentationsästhetik, den Auswirkungen technologischer Entwicklungen auf die menschliche Wahrnehmung und der detaillierten Untersuchung exemplarischer Filme (z.B. von Godard, Kubrick, Cronenberg).
Zu den prägenden Begriffen gehören Postmoderne, Repräsentation, Figuratives, Dekonstruktion, Simulation und die Krise des modernen Subjekts.
Der Cyborg dient als Metapher für die Verschmelzung von Mensch und Technik, was die klassische Grenze zwischen Natur und künstlicher Ordnung auflöst und das moderne Subjektbild in Frage stellt.
Dieser Film wird als exemplarisches Beispiel für die Absorption klassisch-realistischer Erzählstrukturen in eine kritisch-analytische filmische Sprache genutzt, die das teleologische Erzählen problematisiert.
Die Nouvelle Vague markiert für den Autor einen kritischen Wendepunkt im Kino, an dem das Bewusstsein über die eigene filmische Konstruktion und die Distanz zum Zuschauer radikal in den Vordergrund rückt.
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