Masterarbeit, 2007
46 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Methodisches Vorgehen
2.1 Literaturrecherche und -auswahl
3. Der Begriff Dekubitus
3.1 Entstehungsfaktoren des Dekubitus
3.2 Risikofaktoren zur Entstehung eines Dekubitus
3.2.1 Intrinsische Faktoren
3.2.2 Extrinsische Faktoren
3.3 Entstehungsorte
4. Stadieneinteilung des Dekubitus
5. Vorstellung des Gesundheitsberichts
6. Behandlungsablauf der Therapie des Dekubitus
6.1 Kausaltherapie
6.2 Lokaltherapie
7. Therapieprinzipen beim Dekubitus
8. Therapien der verschiedenen Stadien
9. Unterschiede der Wundauflagen
9.1 Hydroaktive Wundauflagen
9.2 Polyurethanschaum-Wundauflagen
9.3 Aktivkohle-Silber-Wundauflagen
9.4 Biologische Verbände mit Kollagen
10. Die konservativen Wundbehandlung
10.1 Die Wahl der richtigen Wundauflage
10.2 Vergleich der Wundauflagen im Ennepe-Ruhr-Kreis
11. Vergleich der Ergebnisse
Die Arbeit untersucht, ob in Deutschland eine einheitliche Dekubitustherapie in der Praxis erfolgt, indem sie theoretische Grundlagen aus der Literatur mit der realen Versorgungssituation im Ennepe-Ruhr-Kreis vergleicht und bestehende Wissensdefizite bei den Behandelnden identifiziert.
3.1 Entstehungsfaktoren des Dekubitus
Wünschenswert für die Pflege wäre eine Reduzierung von auftretenden Dekubitalgeschwüren auf ein Minimum, bestenfalls sollte ein Dekubitus gar nicht erst entstehen. Ein solch hoch gestecktes Ziel wird in der Pflege voraussichtlich leider nie erreicht werden können.
Damit „Pflege“ sich aber diesem Ziel nähern kann, ist es umso wichtiger, dass sie sich mit dem Phänomen Dekubitus und dessen Hintergrund beschäftigt.
Die Hauptursache für die Entstehung eines Dekubitus ist die Immobilität eines Menschen. Der Dekubitus entsteht, wenn Druck lange genug auf die Haut einwirkt. Dieser Druck bewirkt die Komprimierung der versorgenden Blutgefäße im betroffenen Gewebe. Aufgrund dieser Mangeldurchblutung kann das nährstoff- und sauerstoffreiche Blut nicht mehr zu den Zellen transportiert werden. Neben der arteriellen wird auch die venöse Durchblutung unterbrochen, was einen Abtransport der anfallenden Stoffwechselprodukte verhindert. Durch die hieraus resultierende Übersäuerung im Gewebe reagiert der Körper mit einer Weitstellung der Gefäße. Diese s.g. Gefäßdilatation bewirkt den Flüssigkeits- und Eiweißaustritt in das Gewebe und fördert die Entstehung von Ödemen und Blasen.
Die Regeln, nach denen die Haut den Druck verteilt, haben Einfluss auf die Stadieneinteilung des Dekubitus. Hierbei ist zu beachten, dass das zeitliche Ausmaß des Drucks eine wesentliche Rolle spielt.
Vergleicht man die Literatur, stellt man sehr schnell fest, dass die Entstehungsfaktoren eines Dekubitus von Autor zu Autor unterschiedlich sein können.
1. Einleitung: Beschreibt das Problem des Dekubitus, die Wahrnehmung in den Medien sowie die Zielsetzung der Arbeit, theoretische Ansätze mit der Praxis zu vergleichen.
2. Methodisches Vorgehen: Erläutert das gewählte Vorgehen, insbesondere die Literaturrecherche und die Auswertung des Gesundheitsberichts im Ennepe-Ruhr-Kreis.
3. Der Begriff Dekubitus: Definiert das Phänomen, analysiert die Entstehungsfaktoren (Druck und Zeit) sowie intrinsische und extrinsische Risikofaktoren.
4. Stadieneinteilung des Dekubitus: Erörtert die Bedeutung der Wundbeurteilung und den Fingertest zur Stadieneinteilung.
5. Vorstellung des Gesundheitsberichts: Präsentiert die Ergebnisse einer Studie zur Wundversorgung in 38 Pflegeheimen des Ennepe-Ruhr-Kreises.
6. Behandlungsablauf der Therapie des Dekubitus: Beschreibt den Prozess von der Wundanamnese über die Kausal- bis zur Lokaltherapie und deren Evaluierung.
7. Therapieprinzipen beim Dekubitus: Führt die grundsätzlichen therapeutischen Ziele auf, wie Druckentlastung und Wundreinigung.
8. Therapien der verschiedenen Stadien: Stellt den Zusammenhang zwischen klinischen Leitlinien und der tatsächlichen praktischen Umsetzung dar.
9. Unterschiede der Wundauflagen: Differenziert die verschiedenen Materialien und Wirkweisen aktueller Wundauflagen.
10. Die konservativen Wundbehandlung: Analysiert die Herausforderungen bei der Wahl der richtigen Wundauflage im Praxisvergleich.
11. Vergleich der Ergebnisse: Fasst die Diskrepanzen zwischen Theorie und Praxis zusammen und weist auf die Problematik sich schnell ändernder Erkenntnisse hin.
Dekubitus, Wundtherapie, Pflege, Wundmanagement, Dekubitalgeschwür, Wundauflagen, Druckentlastung, Pflegewissenschaft, Gesundheitsbericht, Wundversorgung, Kausaltherapie, Lokaltherapie, Stadieneinteilung, Wundheilung, Evidenzbasierte Pflege.
Die Arbeit analysiert die Diskrepanz zwischen wissenschaftlich fundierten Therapieempfehlungen bei Dekubitus und der tatsächlich in der Praxis angewendeten Wundversorgung.
Zentrale Felder sind die Ursachenforschung bei Dekubitus, die verschiedenen Stadien, die Bedeutung der Wundbeurteilung sowie der Vergleich von modernen Wundauflagen mit veralteten Methoden.
Das Ziel ist es, die Therapie des Dekubitus in den verschiedenen Stadien zu hinterleuchten und die theoretischen Anforderungen aus der Literatur mit der beobachteten Therapiepraxis im Ennepe-Ruhr-Kreis zu vergleichen.
Es erfolgt eine umfassende Analyse deutschsprachiger Fachliteratur sowie ein systematischer Vergleich dieser mit den Daten eines regionalen Gesundheitsberichts über chronische Wunden.
Der Hauptteil befasst sich mit der Definition des Begriffs, den Risikofaktoren, dem Behandlungsablauf in Kausal- und Lokaltherapie sowie einer detaillierten Übersicht und Bewertung von Wundauflagen.
Die wichtigsten Begriffe umfassen Dekubitus, Wundtherapie, Wundmanagement, Pflegewissenschaft und evidenzbasierte Versorgung.
Es wurde festgestellt, dass in der Praxis entgegen den Leitlinien 50% der Patienten in diesem Stadium trocken verbunden werden, was dem Ziel einer feuchten Wundbehandlung widerspricht.
Die Arbeit zeigt anhand von Autorenbeispielen auf, dass sich therapeutische Empfehlungen bereits innerhalb eines Jahres signifikant ändern können, was den hohen Bedarf an kontinuierlicher Weiterbildung unterstreicht.
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